Hi,
ich habe ein ASUS P2B (Rev 1.12). Auf meinem Mainboard ist der maximale Multiplikator 7,5 angegeben. Im Manual für die Rev. 1.10 ist der maximale Multiplikator 8,0 angegeben. Ein Manual für meine Revision habe ich noch nicht gefunden. Im FAQ-Bereich von Asus steht, daß mein Mainboard die CPU\'s P-III und P-III E unterstütz (eben alle mit FSB 100). Nun weiß ich aber nicht, ob mein Mainboard auch einen 800 MHz oder 900 MHz Prozessor unterstützt. Oder vielleicht kann ich gar einen mit einen offiziellen FSB 133 auf FSB 100 fahren. Ich möchte nämlich die perfekten CPU für mein Board finden. Am liebsten natürlich noch das passende Manual zu meinem Board. Aber wer weiß, wo man das schon findet. Bei Asus habe ich nicht\'s gefunden.
Wer kann mir Helfen???
Ich bin dankbar für alle Anregungen, Gruß Looper.
Mainboards, BIOS, Prozessoren, RAM 27.255 Themen, 123.517 Beiträge
Hi Looper !
Du bist verwirrt wegen meiner kosmischen Bezeichnungen für die jeweiligen Sorten der Celeron-Prozzis ?? Na gut, dann kläre ich Dich mal auf :
In den diversen englischsprachigen Hardware-Foren haben sich schon seit langem bestimmte Abkürzungen und Wortneuschöpfungen eingebürgert, die sich an den Codenamen von Intel für die jeweiligen CPU-Kerne orientientieren, um die verscheidenen Versionen der Celeron-Prozzis kurz und prägnant voneinander zu unterscheiden.
'Celeratin' ist also die Zusammenfassung von 'Celeron' und 'Tualatin', und Du mußt schon zugeben, daß es in den Diskussionen einfacher ist, wenn man ganz einfach nur '1000er Celeratin' sagt als daß man erstmal lange und ausführlich vom 'Celeron 1000A mit Tualatin-Kern und 256 KB L2-Cache' daherschwafelt. Daher merke Dir : Wenn ich vom 'Celermine' rede, dann ist das immer ein Celeron mit dem Coppermine-Kern gemeint [ diese Dinger gibt es von 533 bis 1100 MHZ ], mit dem 'Celeratin' bezeichne ich den Celeron mit dem Tualatin-Kern [ die gibts von 1000 bis 1400 MHZ ], unter dem 'Celermette' verstehen die Leute den kastrierten P4 mit Williamette-Kern, ein 'Celerwood' ist dasselbige mit dem Northwood-Kern. Die Leute in anderen Foren wie z.B auf tualatin.de pflegen auch andere Bezeichnungen wie z.B. 'Tueleron', wenn man mal kurz nachdenkt, dürfte man sich der Sinn dieses Wortes von selbst erschließen.... ;-))
Im weiteren Verlauf der Unterhaltung bleibe ich bei meinen persönlichen und den hier üblichen Codenamen 'Celermine' und 'Celeratin', ich denke, Du weißt jetzt, welche Prozzis ich damit meine.
Der Celermine hat nur 128 KB L2-Cache, der Coppermine-PIII dagegen 256 KB. Bei gleicher MHZ-Zahl und gleichem Bustakt ist dieser Celli um ca. 10 - 15 % langsamer als der 'große Bruder' PIII, und in der Praxis wirst Du von der Performance her kaum eine Unterschied zwischen einem Celeron 633@950 und einem 'echten' PIII-800 E feststellen können. Die guten 'TaCKtfreudigen' Celermines sind der 533A, 566, 600 und der 633er im cB0-Stepping, weil diese Prozzis praktisch sofort und nur mit mäßiger VCore-Erhöhung schön stabil auf dme 100er FSB laufen. Die schnelleren Celermine-Versionen mit 66er FSB wie z.B. der 700er oder der 733er lassen sich nur höchst selten und nur unter beträchtlcihen Aufwand auf den 100er FSB hochprügeln, von diesen Viechern kann ich Dir nur dringend abraten, wenn Du das Overclocken im Sinn hast. Der 800er Celermine dagegen war der erste Celeron mit ganz offiziellem 100er FSB, und wenn dieser Prozzi das cD0-Stepping hatte, konnte man den ziemlich oft auf den 133er FSB und damit auf 1066 MHZ hochtakten. Die weiteren flotten Celermines waren nicht besonders taktfreudig, da man sie nur recht selten erzstabil auf den 133er FSB hochprügeln konnte. Es gibt zwar immer wieder mal die eine oder andere glückliche Ausnahme, aber in der Regel klappt hier das herzhafte Übertakten einfach nicht so richtig...
Bei den Celeratins sieht die Sache wieder ganz anders aus. Diese Prozzis werden mit 0,13 Mikron Strukturbreite hergestellt und haben als einzige Celerons eine L2-Cache von 256 KB !! Ein Celeratin ist in der Praxis genauso flott unterwegs wie ein gleichschneller Coppermine-PIII, kostet aber deutlichst weniger, daher ist so ein Prozzi die erste Wahl, wenn man ein gscheites BX-Board besitzt !!!Intel hat beim Tualatin wieder mal die Pinbelegung und sogar noch das Busprotokoll geändert, laut den offiziellen Angaben von Asus und Intel würde man dafür ein neues Mainboard mit einem aktuelleren Chipsaztz benötigen, aber seitdem ist schon einige Zeit ins Land gegangen, und inzwischen gibt es spezielle Slot1-Adapter, mit denen man den Tualatin auch auf einem Board mit dem 'völlig veralteten' BX-Chipsatz betreiben kann. Bei den tualatin->Slot1-Adaptern hast Du die Wahl zwischen dem sauteuren Original von Powerleap oder dem deutlich billigeren Nachbau von Upgradeware. Bevor es den Upgradeware gab, hatten einige Hardcore-User sich den Powerleap mal etwas näher angesehen und letztendlich eine Bastellösung herausgearbeitet, wodurch man es schafft, einen tualatin auch auf einem billigeren, handelsüblichen Slot1-Adapter oder einem Mainboard mit dem Sockel370 zu betreiben. Dieser sogenannte Tualatin-MOD ist zwar die billigste Lösung, wenn man eine Celeratin auf einem alten Mainboard betreiben will, aber dessen durchführung ist nur was für risikobereite und sehr bastelfreudige User, ein 'normaler' Anwender ist mit dieser handwerklichen Feinarbeit schlichtweg überfordert. Beim Tualatin-MOD muß man nämlich 3 bestimmte Pins [ AN 3, AJ3 und AK4 ] elektrisch vom Sockel abisolieren, wobei aber eine Drahtbrücke [ entweder von AJ5, AN11 oder AK26 ] auf AK4 gelegt werden muss, zusätzlich sollte man noch 4 weitere bestimmte Pins miteinander verdrahten, um damit den VCore-MOD @ 1,65 V machen. Traust Du Dir das zu oder willst Du Dir jetzt villeicht doch noch für 25.- € den Upgradeware-Adpater von www.jes-computer.de holen ?? Du solltest bedenken, daß alle auf Deinem Board lauffähigen celerons nur noch im FC-PGA = Sockel370 -Format hergestellt wurden, Du würdest also einen gscheiten FC-PGA-> Slot1-Adapter benötigen. Derartige FC-PGA -Adapter sind schon lange aus den Läden verschwunden, sowas bekommst Du nur noch bei Ebay, und da kosten diese Teile immer so um die 15.- bis 20.- € . Wenn man das alles bedenkt und einkalkuliert, dann ist ein flotter Celeratin auf dem Upgradeware-Adapter am Ende noch die Lösung mit dem besten Preis/Leistungs-Verhältnis.
Die ewige Lästerei wegen der scheinbar völlig räudigen Signalqualität sämtlicher NVidia-Karten kann ich bald schon nicht mehr hören. ATi hat sich [ so wie NVidia seit jeher machte ] immer mehr zum bloßen Lieferanten des Graphikprozessors [ = GPU ] entwickelt, es gibt zwar einige Vorgaben, wie das Layout der GraKa umgesetzt werden und welche Spezifikationen die einzelnen Bauteile haben sollten, aber es hängt immer noch vom eigentlichen Hersteller 'an sich' ab, wie genau er sich an diese Anweisungen des GPU-Produzenten hält. Laut einem Test der c't gibt es etliche 'Powerd By ATI'-Karten, die ein deutlich schlechteres [ und beinahe schon unerträgliches ] 2D-Signal als die originalen 'Buildt by ATI'-Karten abgeben. Es ist hier so wie bei den GraKas mit den NVidia-Chipsätzen, es gibt da in Sachen Signalqualität sowohl excellente als auch grottenschlechte Modelle, es hängt da immer vom jeweiligen Modell 'an sich' ab, man kann und darf da einfach nicht die komplette GPU-Sippe über eine Kamm scheren. Bei einer Elsa Gladiac GeForce-II GTS oder der 64 MB /AGP 4x-Version der MSI GeForce 4 Ti 4200 wirst Du an der Signalqualität bestimmt nicht herummäkeln können, denn diese Karten sind qualitätsmäßig einfach mächtig in Ordnung, dagegen könnte man bei der GeForce-II Pro aus dem Hause Powercolor schon eher etwas herummosern...
Damit wir uns nicht falsch verstehen und Du annimmst, ich wäre ein überzeugter NVidia-Jünger : Ich hatte in meinen Kisten schon so einige Graphikkarten betrieben, ich kenne u.a. sowohl die Matrox G550, die ATi Rage 128 als auch die obig genannten NVidia-Karten aus eigener Erfahrung, die 'Maddrox' und die 'olle' ATI hatten das Bild vielleicht um einen Tick brillianter dargestellt, aber das wars dann auch schon. Von diesem Standpunkt her gesehen könnte man den Produkten von ATI und Matrox schon den Vorzug geben, aaaber : Wenn Du an Deinen BX-Board ordentlich übertakten willst, dann mußt Du Dir fast schon zweangsläufig eine Nvidia-Karte zulegen, weil die anderen Karten den 89er AGP-Takt einfach nicht aushalten, und wenn die GraKa dann noch ein ordentliches Bild abgeben soll, dann kann ich Dir die oben genannte Elsa oder die MSI nur wärmstens weiterempfehlen. Wenn Du wegen Deiner 'No NVidia Inside'-Einstellung auf das herzhafte Übertakten verzichtest, dann kannst Du in den AGP-Slot zwar reinknallen was Du willst, aber Du solltest Dir bewusst sein, daß Du in diesem Falle dann auf die meiner Meinung nach ausgewogenste, angemessenste und vom Preis/Leistungs-Verhältnis her gesehen bestmöglichste Lösung verzichtest...
cu Bavarius
