Eine Überschrift der tagesschau lautet : Eine Billion Euro Verluste befürchtet
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/iwf102.html
Meine Frage ist nun, wo ist die Kohle hin ? Wer besitzt das Geld jetzt, denn es ist ja physisch nicht wirklich verbrannt worden. War die Summe überhaupt jemals da ?
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Wenn man die spezielle Situation in den USA zum Maßstab nimmt, wo man recht großzügig mit der Vergabe von Immobilienkrediten an einkommensschwächere Kunden gewesen sein soll, würde ich darauf tippen, dass das Geld bei den Bauunternehmen, den Maklern usw. gelandet ist.
Und da die zahlungsunfähigen Kreditnehmer (bzw. deren Banken) diese Häuser kaum kostendeckend verkaufen können, sehen sie da ganz schön alt aus.
Da ich mich aber mit dieser speziellen Thematik (die ohnehin nicht leicht zu durchschauen ist) nur am Rande befasst habe, wird meine Antwort sicherlich bestenfalls nur eine Teil-Antwort sein können.
Gruß
Shrek3
Und die Bauunternehmer und Makler haben ihr Geld bei den Banken deponiert. Und da ist es nun weg. Geldvernichtung praktisch.
Die Immobilien stehen natürlich noch, aber keiner kauft sie, denn niemand hat Geld.
Lustiger Kapitalismus.
Das kann nicht sein, denn es löst sich ja nicht in Luft auf.
Eher hat man Material und Arbeitskraft bezahlt für etwas, nämlich die Häuschen, die jetzt leer stehen. Das kann doch aber nur ein geringer Teil sein. Die Amis haben doch nicht für 1 Billion Häuser gebaut !
Das ist doch nicht wirkliches Geld in Form von Papiernoten, sondern virtuelles auf den Computern der Banken. Weshalb beschwört unser aller Kanzlerin, die Spareinlagen wären sicher? Weil, wenn alle ihr Geld abheben wollten, das Bargeld nicht reichen würde. Es müßte Neues gedruckt werden. Also Inflation. Oder es wird nichts ausgezahlt, also Konsumtion und Investitionen= Ende.
Die Krise steht doch erst am Anfang und schlägt als Nächstes auf die Wirtschaft durch. Und die irrsiningen Summen, die von staatswegen eingesetzt werden sollen, existieren nicht real.
Die Geschichte zeigt, wie es weitergeht: Inflation und Wirtschaftskrise und Staatsverschuldung.
Nachtrag:
Eins hatte ich noch vergessen: die Milliarden (oder sind es schon Billionen) die im Irak- und Afghanistankrieg verballert wurden, sind natürlich wirklich weg.
Wenn bsp. 1000 Kunden jeweils 1000 € auf ihr Sparkonto einzahlen, verfügt die Bank über 1 Million Euro.
Berücksichtigt die Bank die Tatsache, dass ständig 80% der eingezahlten (Spar-) Beträge durchschnittlich als Bodensatz immer in den Händen der Banken bleibt (weil nicht alle Kunden gleichzeitig ihre Spareinlagen abheben), dann hätte sie ständig 800.000 Euro zur Verfügung, um damit bsp. Kredite zu vergeben.
Bekommt sie jedoch die Kredite nicht zurück, verfügt sie gerade noch über das Geld, welches sie auch im Normalfall den Kunden auszahlt.
Hat die Bank jedoch z.B. bei einer anderen Bank auch noch einen Kredit aufgenommen (in der Hoffnung, einen besonders aussichtsreich erscheinenden Kredit vergeben zu können), ist sie erledigt.
Denn nun müsste sie sich entweder weigern, den Sparern das Geld auszuhändigen oder ihren Kredit abzubezahlen...
Gruß
Shrek3
Die Banken haben aber kein Bargeld in ihren Kellern versteckt. Ihr Vermögen ist angelegt in Immobilien, Aktien, Gold, Termingeschäften, Spekulationsgeschäften, ausgereichten Krediten, Staatsschuldscheinen usw.
Deshalb die Versprechen der Regierung, wenigsten für die Spareinlagen aufzukommen, wenn die Blase platzt. Aber woher dieses Geld kommen soll, wenn es soweit ist, ist mir ein Rätsel.
sie koennen das geld ja nachdrucken - deutschland in den anfangszwanzigern- zum wert desselben hat sich noch niemand geauessert^^
Ja eben, und auch das musste einmal eingezahlt(umgebucht) bzw. erwirtschaftet werden. Das da kein Schuhkarton rumsteht, wo meinen Banknoten aufbewahrt werden, ist mir auch bekannt.
Wenn einmal eine Million von Menschen an eine Bank übergeben würden, dann hat die Bank diese. Sie kann damit wirtschaften. Kauft sie jetzt zum Beispiel Kredite zweiter Klasse auf, wie z.B. durch die amerikanischen Investmentbanken mit den Häuselebauerkrediten geschehen und diese Kredite können nicht mehr bedient werden, weil die Kreditnehmer nicht mehr zahlen können, fehlt der Bank nun natürlich das Geld um nun wiederrum seine Geldgeber weiterhin bedienen zu können. Bekommt sie noch selobst keine Kredite mehr von anderen banken oder vom Staat muss sie die Hosen runter lassen, wie geschehen mitz den Lehman Brüdern.
In meinem Beispiel hätten dann zumindest die Banken ein Teil des Gelds, von denen vorher die Kredite "zweiter" Klasse abgekauft wurden, da die Käufer ja den Kredit sicher unter Wert seinerzeit gekauft haben.
Eins hatte ich noch vergessen: die Milliarden (oder sind es schon Billionen) die im Irak- und Afghanistankrieg verballert wurden, sind natürlich wirklich weg.
Stimmt, solche Ereignisse sind natürlich immer die besten Geldverschiebungsmechanismen. Das Geld liegt dann beim militärisch-industriellen Komplex.
Energielieferanten- und Waffenproduzenten sind heute die, die immer mehr Geld auf sich vereinigen. Dort wandert es also hin !
Die Staaten borgen sich das Geld für die Rüstung bei den Banken (Staatsverschuldung), können nicht zurückzahlen (Zinsen übersteigen Staatseinnahmen), verkaufen Staatseigentum (in Deutschland gerade die Bahn). Irgendwann ist das Ende der Stange erreicht.
Ja, wenn das mit dem Irakkrieg geklappt hätte und das Öl nun bei den Amis wäre, hätte es sich gelohnt. Aber der Krieg war zu teuer, das Geld kommt nicht wieder rein.
Nachtrag
Meiner Auffassung nach, gibt es in Deutschland gar keine Staatsverschuldung. Für die Kredite von den Banken hat der Staat eine Gegenleistung erbracht. Er hat die besten Bedingungen für die Gewinnmacherei gewährleistet (Gesetzgebung).
Warum soll das Kapital für diese Leistung nicht zahlen?
Das Geld war natürlich da. Das ist das Geld von vor allem Kleinanlegern, die in Immobilienfonts und andere von Banken geplante Luftschlösser investiert haben. Das Geld ist zum größten Teil weg. Schuld sind nach O-Ton von Bankern nicht die Banken, also die Konstrukteure und Verkäufer der Luftschlösser, sondern die habgierigen Kleinanleger, die den Prospekten der Banken glaubten und z.B. privat vorsogen wollten. Imo eine Farce, die nicht mehr zu toppen ist.
Das Schlimmste, die Banken sind fein raus, die können nun noch Geld über Versteigerungen oder Notverkäufe reinholen und kriegen vom Staat noch Geld in den Arsch gesteckt.
Die Geschichte lehrt mich aber, dass wir aus der Sache nichts lernen werden. In 1-2 Jahren will kein Politiker mehr was von Bankenkrise hören und die Spekulanten übernehmen wieder das Szepter und der Irrsinn fängt von vorne an.
All die politischen Beschwörungen und Verwünschungen gegen Banker und Banken, die jetzt getätigt werden, sind nichts als verlogenes politisches Geschwätz.
Ganz privat noch ein Fluch gegen den verlogenen Westerwelle und seine FDP: Da zitiere ich den Blog des Titanic-Magazins: "Schade, mit der FDP hätten wir noch eine viel bessere Finanzkrise hinbekommen"
