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Serien-Chipsatzfehler Elitegroup ECS K7VTA Rev 1.0

dl7awl / 13 Antworten / Baumansicht Nickles

[sorry, wenn das irgendwann 2x auftaucht, hatte zunächst versehentlich ohne Login gepostet]

Tja, Hilfe erwarte ich bei diesem Problem eigentlich nicht mehr wirklich, aber ich erzähle es trotzdem mal, weil es auch ein "Lehrstück" ist...

Lange Zeit war das Problem gar nicht richtig zu lokalisieren: das (damals) teuer bezahlte Mainboard nebst Athlon-CPU funktionierte unter Windows zunächst scheinbar leidlich, aber sporadisch gab es immer mal wieder Hänger und Abstürze. Die macht Windows (damals 98 SE) bekanntlich unter bestimmten Umständen auch gern von selbst, und auch Peripherie oder deren Treiber können schuld sein. Auch der befragte ECS-Support lenkte die Aufmerksamkeit in diese Richtung. Der problematische Rechner landete schließlich erstmal im Regal und verstaubte µit dem Vorsatz: Irgendwann wenn mal Zeit ist, gehe ich der Sache mal auf den Grund.

Das ist einige Zeit her, aber inzwischen habe ich mich nun doch mal drum gekümmert. Und jetzt steht fest: das Mainboard hat einen handfesten Hardware-Bug im VIA-Chipsatz, der unter anderem dazu führt, dass der IDE-DMA-Modus falsch arbeitet: bei jedem Festplatten-Lese- bzw. Schreibvogang besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass Bytes unbemerkt verfälscht werden! Z.B. wenn man eine große Datei von einigen 100 MB kopiert, findet man bei anschließendem Vergleich mit dem Original (auf einem gesunden System) in bestimmten Abständen kleine Gruppen von falschen Bytes mit "Zufalls"-Inhalten. Das ist wohl das Fiesete, was einem Rechner passieren kann. Datenfehler können sich unbemerkt fortpflanzen, und es ist klar, dass sich mit so einem Board kein brauchbares System aufbauen lässt.

Übrgens kein Individualdefekt, sondern ein Serienfehler, wie inzwischen auch anderen Klagen im Netz zu entnehmen war, wenn auch nur vereinzelt, denn die sporadische Natur des Problems wird viele und insbesondere unbedarftere Nutzer in die Irre geleitet und gar nicht auf das eigentliche Problem geführt haben.

Darauf scheint sich auch ECS auszuruhen, obwohl sie nun - Jahre später - nach Konfrontation mit den Fakten unumwunden einen Chipsatzfehler zugegeben haben. Treiber mit Workarounds seien nicht verfügbar; eine andere Lösung als das Abschalten des DMA-Modus käme nicht in Frage. Na klasse! Die haben mein Geld und ich habe keine adäquate Gegenleistung! DMA-Modus kann man AFAIK unter Windows erst abschalten, wenn wenigstens die Installation sauber durchgelaufen ist, was ja bei so einem Fehler schon Glücksache ist. Oder kennt jemand wenigstens einen Weg, von vornherein "sicher" zu starten (so wie etwa bei Linux mit ide=nodma)? Apropos Linux: Auch das läuft trotz ide=nodma nicht anständig (sporadische Hänger), es scheint also noch weitere Chipsatz-Probleme auf dem Board zu geben (Verdacht: USB).

Natürlich ist die Garantie längst vorbei, ich hatte aber auf Kulanz gehofft, denn moralisch steht ECS tief in der Schuld. Schließlich muss man davon ausgehen, dass die defekten Boards damals WISSENTLICH verkauft wurden, denn so ein grobes Problem kann dem Hersteller eigentlich unmöglich verborgen bleiben - und bereits in der nächsten Board-Rev. war es ja auch behoben.

Aber ECS mauert. Die deutsche Support-Stelle (mittlerweile übrigens geschlossen) hatte nur dümmlichste Ratschläge parat und verwies mich wegen möglicher Kulanzleistungen an ECS Holland, wo ich mich auf Englisch melden müsse (was ich auch getan habe), aber dort wurde auf meine Mails gleich gar nicht reagiert.

Fazit: Geld für Schrott ausgegeben und auch noch viel Zeit damit verplempert. ECS hat wohl von tausenden betrogenen Kunden rechtlich gesehen nichts zu befürchten; kaum jemand dürfte ja innerhalb der Garantiezeit zu einem Beweis der Mangelhaftigkeit in der Lage gewesen sein. Man konnte also die Kunden erstmal mit falschen Ratschlägen in die Irre schicken und die Sache genüsslich aussitzen.

Mit einem BIOSTAR-Mainboard habe ich übrigens mal ganz andere Erfahrungen gemacht. Nachdem es sich geraume Zeit nach Garantie-Ende aus heiterem Himmel verabschiedete (kein Serienfehler, sondern individueller Defekt), gab es einen offenen und sehr freundlichen Kontakt mit BIOSTAR Deutschland, und das Board wurde ohne viel Aufhebens kostenlos ausgetauscht. Das Ersatzboard läuft heute noch. So geht es also auch!

Mein Fazit: Finger weg vom Billigmeier ECS, der sich selbst durch sein Verhalten als "skrupellos" zu erkennen gegeben hat. Und generell Vorsicht bei 1.0-Revisionen!

Ach ja, und noch eine Binsenweisheit: Etwaige Probleme sollte man frühzeitig untersuchen, um sie ggf. rechtzeitig reklamieren zu können. Nur: wenn das mal immer so einfach wäre; in diesem Fall war es das leider nicht...

Gruß, Manfred

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misterxl21 dl7awl „Serien-Chipsatzfehler Elitegroup ECS K7VTA Rev 1.0“
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Hallo .

ohne dumm daher reden zu wollen , aber ich sage ja seit Jahren ECS ist Billig gelump .
wer so was Kauft ist selber schuld .

Biostar , na da hattest du Glück , auch so eine Schrott Firma ( war ja deswegen schon Pleite )

Übrigens Microsoft Verkauft erfolgreich seit Windows 95 ( hätte fast gesagt 3.11 ) defekte
unausgereifte Betriebsysteme mit X von sicherheitslöchern fehlern , darum gibts auch auch solche forum die sich mit anderen ihren problemen beschäftigen und , darum gibts ja auch immer Updates und Service Packs , wenn da jetzt jeder kommen wollte und aus Kulanz sein Geld wieder wollte , das nur als Ironie gedacht .... Im prinzip ist also jeder beschissen und betrogen worden der Windows Gekauft hat . und was macht Windows Verkaufer Bill Gates der Lacht sich Tot und verdient sich dumm daran .

MFG Mister X

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HeideUwe dl7awl „Serien-Chipsatzfehler Elitegroup ECS K7VTA Rev 1.0“
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Wer heute glaubt einen Mercedes zum Preis eines Daihatsu zu bekommen, den kann ich nur als sehr blauäugig einstufen. Ich kann mich über meine ECS Mobos nicht beklagen. Das was ich an Kaufpreis einspare, muß ich eben durch Erfahrung wettmachen. Wenn man auf Handhabbarkeit, super (am besten kostenlosen) Support und aktuelle Speicherdurchsatzgeschwindigkeit Wert legt, muß man eben mehr Flocken auf den Tisch legen. Sowas kostet den Hersteller schließlich auch Geld. Meine ECS Mobos sind meinen Anforderungen absolut gerecht geworden. Aber da scheiden sich ja die Geister: Die Menschen erwarten zu viel.

Greetz!!

Wer nicht will, der hat schon.
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holleberlin dl7awl „Serien-Chipsatzfehler Elitegroup ECS K7VTA Rev 1.0“
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erstens war diese geschichte ein via problem, und keines von ecs alleine.

zweitens lässt sich ein solches system problemlos zum laufen bringen, eben weil der bug nur bei sehr großen files auftritt, und es diverse workarounds gibts.

drittens freu ich mich über jeden, der nach der geiz ist geil welle nun was dazugelernt hat :-)

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dl7awl holleberlin „erstens war diese geschichte ein via problem, und keines von ecs alleine....“
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Hallo holleberlin,

Zu "erstens": Ist mir natürlich auch klar, trotzdem ist im Zweifel der Hersteller verantwortlich. Gegenüber VIA habe ich als Käufer bekanntlich keine Rechte und Ansprüche - obwohl auch ECS mich allen Ernstes an VIA verweisen wollte...

Zu "zweitens": "Problemlos zum Laufen zu bringen????" Dann wäre es schön, wenn Du auch verrätst wie. Ich habe mich sehr intensiv mit der Sache befasst und auch im Netz gesucht - und keine Workarounds gefunden. Schön, dass Du da mehr weißt...

Zu "drittens": Ein solcher Standpunkt mit dem Tenor "selber Schuld" ist ja momentan recht schick und gehört - bei geeigneter Steilvorlage ;-) - in jedem Forum zu den regelmäßigen und geradezu reflexartigen Standard-Antworten - so auch mehrfach in diesem Thread. Ich glaube indes nicht, dass ein solcher Standpunkt wirklich rational fundiert ist. Dazu vielleicht ein anderes Mal mehr, ist jetzt schon etwas spät und führt vielleicht auch zu sehr vom Thema weg...

Schöne Grüße,

Manfred

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holleberlin dl7awl „Hallo holleberlin, Zu erstens : Ist mir natürlich auch klar, trotzdem ist im...“
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zu drittens : du hast recht, das ist immer ziemlich fies, kein thema. liegt bei mir aber auch daran, dass ich seit jahren über jeden ecs -käufer nur den kopf schütteln kann, denn das risiko, ein nicht laufendes board zu bekommen, ist irrsinnig hoch.

und genau deswegen ( oder eher trotzdem ) tippe ich in deinem fall ehrlich gesagt auf einen ganz anderen fehler in deinem board / oder system, denn der genannte fehler führt EBEN NICHT zu solchen effekten, dass man nicht mal ein os aufsetzen kann...da ist was ganz anderes im argen auf deiner kiste.

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HeideUwe holleberlin „zu drittens : du hast recht, das ist immer ziemlich fies, kein thema. liegt bei...“
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Sprich es doch aus:
DAUs, Anfänger und Unbedarfte dürfen keine ECS-Mobos kaufen.

Greetz!!

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holleberlin HeideUwe „Sprich es doch aus: DAUs, Anfänger und Unbedarfte dürfen keine ECS-Mobos...“
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das stimmt insofern vielleicht, dass sich einige ecs board durch änderungen am speichertiming z.b. zum stabilen betrieb eintellen liessen, und dafür muss man zumindest wissen, wie man ins bios kommt :-)

...aber es gab auch dau-freundliche modelle wie das k7vta3, dass sogar wir verkauft haben, weil es echt sauber lief.

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HeideUwe holleberlin „das stimmt insofern vielleicht, dass sich einige ecs board durch änderungen am...“
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Na siehste. Ich habe zumindest bislang alle ECS-Mobos zum stabilen Betrieb bekommen. Da seine mit mehr das andere mit weniger Aufwand. Ein anständiges Crack-Bios kann da schon Wunder wirken.

Greetz!!

Wer nicht will, der hat schon.
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dl7awl HeideUwe „Na siehste. Ich habe zumindest bislang alle ECS-Mobos zum stabilen Betrieb...“
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Fühlst du dich mickrig, dumm und klein,
dann nimm's nicht hin, als soll's so sein.
Zieh' einfach über and're her,
- schon bist du wieder wer !!!

Wo bin ich hier bloß gelandet? Mir bleibt echt die Spucke weg bei soviel aufgeblasener Schlaumeierei ohne einen einzigen echten Beitrag zur Sache. Es ist immer so schön einfach, sich ohne echte Leistung größer zu machen, indem man andere kleiner macht.

Wie wärs denn mal mit Flagge zeigen? Wie wäre es, wenn Ihr - speziell holleberlin und heideuwe - Euer angebliches Wissen hier mal in Form präziser und verwertbarer Hinweise preisgebt, so wie es in Foren dieser Art eigentlich üblich ist, anstatt nur selbstgefällig mit Andeutungen zu prahlen?
Wer es lieber will, kann den vermeintlichen "DAU" übrigens nach Absprache auch gern zu Hause besuchen (nordwestlich von Berlin) und dann sein Können direkt an dem besagten Mainboard*) beweisen. Ihr kriegt ja angeblich jedes zum Laufen. Wer zuerst Erfolg hat und einen stabilen Lauf von Windows und Linux im DMA-Modus erreicht, egal ob vor Ort oder durch Hinweise im Forum, wird von mir zum Essen in einem guten Landgasthof eingeladen und natürlich auch hier im Forum die entsprechenden öffentlichen Lorbeeren ernten. Versprochen.
Mir geht's dabei übrigens nicht primär um das Mainboard, das ist ja längst so gut wie abgeschrieben. Mir geht's darum, Leute wie Euch mal wirklich beim Wort zu nehmen!

Na, wer hat Mumm und nimmt die sportliche Herausforderung an? Wisst Ihr überhaupt, was "sportlich" ist?

Ihr könnt Euch natürlich auch weiter in Selbstgefälligkeiten ergehen und über angebliche DAUs ablästern. Das ist zwar dann nicht mein Niveau, und Ihr müsstet ohne mich weitermachen. Aber vielleicht hilft es ja, Euer Befinden zu verbessern. Und das wäre doch schon was.

Gruß, Manfred

*) Es IST übrigens ein K7VTA3 - die "3" ist im ursprünglichen Subject irgendwie untergegangen, sorry. Aber es ist eben die allererste Rev. 1.0 von insgesamt wohl 8 oder noch mehr. Und es hat definitv NUR einen Serienfehler im Chipsatz und KEINEN Individualdefekt. Die Windows-Installation läuft in etwa 9 von 10 Fällen ohne Hänger und Abstürze durch - aber eben wegen der sporadischen Auswirkungen des Chipsatz-Fehlers nicht immer und nicht wirklich verlässlich.

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HeideUwe dl7awl „Fühlst du dich mickrig, dumm und klein, dann nimm s nicht hin, als soll s so...“
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Ich weiß nicht, wer hier der Schlaumeier ist? Ich habe nicht die Behauptung aufgestellt, alle ECS-Mobos taugen nix. Und Hilfe scheinst du nicht gesucht zu haben, sonst hättest du ne Frage gestellt. Ich sehe aber keine Frage in deinem Tread, nur irgendwelche Behauptungen und Gemecker über die Minderqualität von ECS-Mobos. Sogar über Betrug. Und das finde ich allerdings ist ein starkes Stück.
Für dein Problem gibt es garantiert ne Lösung und wir helfen auch gerne. Aber dafür muß man Fragen stellen und nicht von einem Produkt gleich auf alle anderen des Herstellers schließen. Du hast uns ja nicht mal erzählt, durch welche Maßnahmen du versucht hast, das Teil stabil zum Laufen zu kriegen. Welche Biosversion, welche Chipsatztreiber usw.
Also, wenn du Hilfe willst höre auf zu mosern und komm mit Fakten.

Greetz!!

Wer nicht will, der hat schon.
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dl7awl HeideUwe „Ich weiß nicht, wer hier der Schlaumeier ist? Ich habe nicht die Behauptung...“
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Na darauf lässt sich doch aufbauen. Auch wenn ich bei einigen Punkten schon wieder die Augen verdrehen muss:

a) Du hältst mir vor, keine Frage gestellt zu haben. Mag sein - vielleicht weil ich sowieso nicht mehr recht an eine richtige Lösung glaub(t)e. Aber auch wenn es nicht als Frage formuliert sein sollte - ist das Problem nicht trotzdem längst hinreichend klar geworden?

b) Ich hatte Gründe, ernsthaft an der Seriosität von ECS zu zweifeln (wozu ich auch ausdrücklich stehe und das bei Bedarf gern genauer belege). Aber wie kommst Du darauf, dass ich von meinem desolaten Board auf alle ECS-Boards geschlossen haben soll? Dazu geben meine Ausführungen nichts her! Also bitte sachlich und bei den Fakten bleiben!!!


So, das musste gesagt werden. Nun aber zurück zum Board und zu den von Dir mit Recht angeforderten weiteren Informationen.


BIOS und Treiber:

Meine Versuche haben natürlich zu jeder Zeit stets mit dem jeweils Neuesten stattgefunden, was man von der ECS-Website (www.ecs.com.tw) für das Board runterladen konnte. Bevor man das nicht probiert hat, sollte man generell keine Mängel reklamieren ;-)
Inzwischen ist das Board auf der ECS-Website nur noch im "Archiv" zu finden, mit folgenden "neuesten" Versionen, die demgemäß auch bei mir zur Anwendung kamen:

- BIOS: 1.2b vom 28.03.2003 (lt. Website; gemeldet wird aber 14.03.2002 bei gleicher Versionsnummer)
- 4-in-1-Chipsatztreiber: 4.56
- AC97 Soundtreiber: 3.50b

Hier der direkte Link (bitte lückenlos zu einer Zeile zusammenfügen):
www.ecs.com.tw/ECSWeb/Downloads/ProductsDetail_Download.aspx?categoryid=1&ty
peid=4&detailid=70&DetailName=Driver&DetailDesc=K7VTA3(1.0)&MenuID=45&LanID=0


System:

- Mainboard: ECS K7VTA3 Rev. 1.0
- CPU: Athlon XP 1700+ (Sockel 462).
- Speicher: 1 Riegel 256 mb PC2100 CL2 von Apacer


Nun zu der Frage, was ich im einzelnen versucht habe (soweit noch nicht vorher beschrieben):

Betriebssysteme: Die Versuche erfolgten mit diversen Linux-Versionen (Debian und mehrere SuSE) sowie mit Windows 98SE und XP(+SP2) - überall mit dem gleichen Ergebnis, d.h. Disk-I/O nur verlässlich wenn DMA abgeschaltet, was das System natürlich dramatisch und unakzeptabel ausbremst.

Alle Versuche wurden soweit möglich mit den Default-Einstellungen im BIOS vorgenommen (@hollebein: ja, stell Dir vor, SELBST ICH habe den Zugang ins BIOS gefunden ;-).
Konkret: zumindest bis ein OS incl. Chipsatztreiber usw. fertig installiert war, habe ich im BIOS sicherheitshalber die "fail safe" Settings verwendet, was auch die BIOS-seitige Deaktivierung von DMA beinhaltet. Erst danach habe ich testweise einzelne Einstellungen schrittweise in Richtung der "Optimum Settings" verändert. Und dann zeigt sich ganz klar: das geht immer gut, außer bei DMA. Sobald DMA freigegeben ist (natürlich auch im OS), gibt es regelmäßig Datenfehler beim IDE-Datentransfer.
Durch weitere Untersuchungen ließ sich das präzisieren: Die Probleme entstehen offenbar ausschließlich beim Schreiben im DMA-Modus. Lesen von der Platte scheint auch dann fehlerfrei zu sein, wenn DMA aktiv ist. (Das würde theoretisch Möglichkeiten für einen "selektiven Workaround" eröffnen, der die dramatischen Nachteile eines generell nur im PIO-Modus arbeitenden Plattenzugriffs vermeidet. AFAIK ist ein solcher Workaround aber für kein OS je realisiert worden).


Nun möchte ich noch was zu einigen hier bereits angeklungenen Vermutungen / Trugschlüssen zu bedenken geben:

a) Nachdem praktisch alle Probleme ganz klar und eindeutig einer ganz bestimmten Funktion (IDE-Schreiben per DMA) und einem von ECS ja auch zugegebenen Chipsatzfehler zugeordnet werden können und sich auch klar darauf beschränken, halte ich es bis zum Beweis des Gegenteils für unzulässig, meinem Board zusätzlich auch noch individuelle Macken zu unterstellen. Wer's darauf schiebt, macht es sich imho zu einfach. (Zugegeben, ich habe das vielleicht selber geschürt, indem ich weitergehende Probleme bei der Linux-Installallation erwähnte. Das hat sich jedoch inzwischen als SuSE-10.0-spezifisch und nicht repräsentativ erwiesen; mit allen sonstigen Versionen läuft's bis auf die einschlägigen DMA-Probleme einwandfrei; hab's gerade akut nochmal mit SuSE 9.1 getestet.)

b) Gleiches gilt für Vermutungen in Richtung Speichertiming: Um derartige Ursachen auszuschließen, gingen meinen Versuchen ausgiebige Speicherdauertests (komplette Testbatterie von memtest86) über mehr als 48 Stunden voraus, und zwar immer mit den kritischeren "Optimum Settings" im BIOS. Diese Tests verliefen ausnahmslos fehlerfrei; Speicherfehler oder falsches Speichertiming können also ausgeschlossen werden.

c) Schließlich würde ich auch mit der Behauptung / Vermutung vorsichtig sein, dass die DMA-Probleme sich auf große Files beschränken, nur weil sie da am sichersten nachweisbar sind. Selbst wenn das stimmen würde: was nützt das schon? Ich würde mich darauf aber sowieso nicht verlassen wollen. Keiner weiß schließlich, was sich z.B. im kranken DMA-Chip abspielt, wenn mehrere Dateizugriffe gleichzeitig stattfinden! Und selbst wenn bei kleinen Dateien 99% aller Transfers gut gehen sollten: für ein stabiles System reicht das bekanntlich nicht, es müssen 100% sein.


So, ich hoffe, das waren jetzt erstmal genügend Hinweise und Fakten. Jedenfalls ist das Problem präziser analysiert und klarer eingegrenzt worden, als man das von einem "DAU" normalerweise erwarten kann (sorry für den Seitenhieb, aber DEN miesen Schnellschuss habe ich wirklich übel genommen...).

Jetzt bist Du dran. Mit Deiner vollmundigen - bzw. um es netter zu sagen: MUTIGEN Lösungsgarantie (!!!) hast Du Dich ja weit aus dem Fenster gelehnt und gehst erheblich über das hinaus, was ECS höchstselbst bei diesem Board an "Lösungen" für möglich hält (nämlich nur plumpes DMA-Abschalten). Na denn man zu - wir sind alle ehrfurchtsvoll gespannt, wie Du das hinkriegst...

Es versteht sich von selbst, dass ich Dich dabei in jeder mir möglichen Weise unterstützen würde. Das Testsystem in der beschriebenen Konfiguration (z.Zt. mit XP+SP2 sowie SuSE 9.1) steht hier bereit, und Du kannst mich auch in jeder Weise "fernsteuern", um weitere Versuche oder was auch immer daran vorzunehmen. Keine Sorge, Du kannst mir alle in Frage kommenden Handlungen getrost zutrauen, bin nämlich vom Fach ;-) Ggf. kann ich auch den Remotezugriff aufmachen.

Master of Mainboards, der "bislang alle ECS-Mobos zum stabilen Betrieb bekommen" hat - bitte übernehmen Sie! ;-)

Gruß, Manfred

P.S.: Ehrensache, dass ein etwaiger Erfolg dann auch gebührend mit öffentlichen Lorbeeren hier im Forum gewürdigt wird - und meine ausgesetzte "Prämie" gilt natürlich sowieso weiterhin!

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dl7awl Nachtrag zu: „Na darauf lässt sich doch aufbauen. Auch wenn ich bei einigen Punkten schon...“
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Tja, wo sind sie denn auf einmal, die eben noch so selbstgefällig herumprahlenden Experten? Gerade jetzt, wo sie Gelegenheit gehabt hätten, ihre umfangreichen Kenntnisse unter Beweis zu stellen, ist auf einmal Schweigen im Walde. (Im Ernst: hat irgend jemand was anderes erwartet? ;-)


Fassen wir nochmal die besonders aufschlussreichen Absonderungen zusammen:


heideuwe 05.12.2005, 10:01:

"Sprich es doch aus: DAUs, Anfänger und Unbedarfte dürfen keine ECS-Mobos kaufen."


holleberlin 05.12.2005, 10:33:

"...muss man zumindest wissen, wie man ins bios kommt :-)"


holleberlin 04.12.2005, 20:02:

"...lässt sich ein solches system problemlos zum laufen bringen, eben weil ... es diverse workarounds gibts"


heideuwe 05.12.2005, 11:45:

"Ich habe zumindest bislang alle ECS-Mobos zum stabilen Betrieb bekommen."


heideuwe 05.12.2005, 19:06:

"Für dein Problem gibt es garantiert ne Lösung und wir helfen auch gerne."


...nun ja, jeder sieht ja nun selbst, was von den großspurigen Versprechungen übrig geblieben ist: Nichts. Die selbsternannten Experten haben sich dünne gemacht.

Offensichtlich hatte ich doch Recht, als ich am 5.12. schrieb: "Wo bin ich hier bloß gelandet? Mir bleibt echt die Spucke weg bei soviel aufgeblasener Schlaumeierei ohne einen einzigen echten Beitrag zur Sache. Es ist immer so schön einfach, sich ohne echte Leistung größer zu machen, indem man andere kleiner macht. Wie wärs denn mal mit Flagge zeigen?"

Wie wahr. Ich hätte mir wahrlich einen anderen Verlauf gewünscht und habe ja auch reichlich Brücken gebaut, aber leider gab es seitdem nichts, aber auch gar nichts, was diese meine Einschätzung hätte relativieren können.

Es ist normalerweise nicht meine Art, andere Menschen bloßzustellen - meistens erledigen die das schon selbst. Aber es IST meine Art, andere beim Wort zu nehmen. Wer so auftritt, ob er alles weiß und alles kann, muss sich auch daran messen lassen. Und da scheidet sich dann ganz von allein die Spreu vom Weizen. holleberlin und heideuwe, Ihr hattet die Chance, durch echtes Können zu überzeugen. Ich hätte Euch den Erfolg gegönnt und das auch honoriert. Und, was habt Ihr daraus gemacht? Euch in Grund und Boden blamiert. Schade.

Aber wie ich Euch nun kennengelernt habe, werdet Ihr auch dafür die passende Erklärung parat haben. Solange es nur um hohles Wortgetöse und nicht um echte Leistung geht, seid Ihr ja unschlagbar...


Mein Start-Posting nannte die Sache eingangs ein "Lehrstück". Und genau das ist es auch geworden, allerdings in ganz anderer Hinsicht als erwartet. Ich weiß nun, dass ich hier falsch bin. Und Ihr beide werdet hoffentlich - auch wenn Ihr es nicht zugebt - Eure Lehre daraus ziehen.

Alles Gute - und tschüss!

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dl7awl Nachtrag zu: „Serien-Chipsatzfehler Elitegroup ECS K7VTA Rev 1.0“
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Da ich gerade eine aktuelle Nachfrage zu diesem Thread erhalten habe von jemandem, der mit dem gleichen Problem kämpfte wie ich damals, möchte ich allen, die sich noch mit diesem buggy Board befassen, folgendes empfehlen:

1. Lass es sein, es bringt nix! Chipsatzfehler ist Chipsatzfehler, es gibt definitiv keinen Workaround und Hersteller ECS schert das leider einen Dreck.

2. Besorg Dir passend zur CPU ein günstiges anderes Mainboard. Ich hatte mich damals für ein Asrock K7S8X entschieden, welches zur Zufriedenheit läuft. (Neupreis damals ca. 25 EUR, heute sicher noch weniger).

3. Mach künftig einen Bogen um ECS --- vor allem aber um aufgeblasene "Experten" wie heideuwe und holleberlin, die erst überheblich prahlen und dann kläglich kneifen.

Drei goldene Ratschläge, um seine kostbare Zeit und Nerven zu schonen...

Gruß, Manfred

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