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News: KB3013455 macht Ärger

Aktueller Microsoft-Patch ruiniert Schriftdarstellung im System

Michael Nickles / 17 Antworten / Flachansicht Nickles
Microsoft Windows Update-Verlauf.

Das Windows-Sicherheits-Update KB3013455, das seit dem Februar-Patchday verbreitet wird, kann als Nebeneffekt die Darstellung der Schriftart Arial in Browser und System ruinieren.

Eine aktuelle Notlösung ist die Deinstallation des Updates KB3013455. Das ist in der Systemsteuerung bei Software möglich. Je nach Windows-Version muss im Software-Dialog oben noch die Option "Updates Anzeigen" aktiviert werden - sonst wird KB3013455 nicht aufgelistet.  Blöderweise ist nach der Deinstallation des Schrift-Killers ein Windows-Neustart nötig.

Hier steckt das Update in Systemsteuerung-Software.

Es handelt sich hier wohlgemerkt um eine leider riskante Notlösung, da der Patch Sicherheitslücken beseitigt. Das Schriftproblem ist bei Microsoft bekannt. Es wird beschrieben, dass der Patch in verschiedenen Situationen die Textdarstellung vermurksen kann.

Als betroffene Systeme werden Windows Vista SP2, Windows Server 2003 SP2 und Windows Server 2008 SP2 genannt. Das Fehlverhalten wird derzeit untersucht, es gibt noch keine offizielle Lösung.

Michael Nickles meint:

Zunächst fiel mir die vermurkste Arial-Schrift Donnerstagnacht bei Emails auf, später im Browser. Auch auf Nickles.de wird das Problem seit 11. Februar diskutiert (Danke alpha25). Mir fiel es erst jetzt auf, da die Update-Automatik den Patch bei meinem vergreisten Windows XP erst am Donnerstag eingespielt hat.

Ja - wie auch in den Bildern zu sehen habe ich neben Windows 8.1 auch noch Windows XP im Einsatz und es schert mich kein Bisschen, dass XP offiziell nicht mehr supportet wird.

Wer wirklich das Ammenmärchen glaubt, dass neuere Windows-Versionen als XP ein geringeres Sicherheitsrisiko darstellen, kann sich mal die Liste der kritischen Löcher reinpfeifen, die grad wieder geflickt wurden.

Mein Windows XP wird auch nach Support-Ende noch regelmäßig von Microsoft mit Patches versorgt, weil ich seine Kennung auf den XP-Ableger "Windows POSReady" umgestellt habe, wie hier beschrieben: Windows XP Support kostenlos bis 2019 verlängern.

Das verschafft auch dem normalen Windows XP noch Support bis 2019. Generell ist dieser Trick riskant, heikel und ohne Gewähr, weil Windows POSReady nur für "Embedded Systeme" gedacht, nicht identisch mit Windows XP ist.

Bislang hat mein XP alle Updates aber prima geschluckt und ich konnte noch keinerlei Fehlverhalten feststellen. Dabei gilt aber zu wissen, dass ich den vergreisten Internet Explorer 8 in XP schon seit Jahren nicht mehr verwende, nur Browser wie Firefox und Chrome.

lexlegis winnigorny1 „Es geht doch nicht um Datensicherung...... Es geht um ein ...“
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Ich hatte es noch nie gehabt, dass ein Programm oder so mein System derart kaputt gemacht hätte, dass ich es nicht mehr starten oder bedienen könnte.

Wenn es wirklich so kaputt sein sollte, mache ich lieber eine Neuinstallation. Irgendwie kann ich mich mit Images nicht so anfreunden, weil ich immer mal wieder gerne hier und da an Kleinigkeiten ändere oder verbessere. Mit Images würde ich nicht mehr wissen, was ich wo gemacht habe. Bei einer Neuinstallation habe ich immerhin eine Chance meinen PC nicht mehr mit so vielen Programmen vollzumüllen, die ich eigentlich gar nicht brauche - und er ist garantiert virenfrei.

Ich habe zum Beispiel letzte Woche aus Spaß Visual Studio 2013 Ultimate installiert, obwohl ich es gar nicht nutzen werde. Das Programmpaket besteht aus unzähligen platzfressenden Einzelteilen und ich glaube nicht, dass man es restlos entfernen kann.

Meist lade ich parallel während der Installation die nötigen Treiber und Programme runter. Die Treiber gehen ja schnell und die Anzahl der Programme ist auch nicht erschreckend groß: Adobe Reader, Avast, Firefox, Flash (Distribution3), HxD, ImgBurn, JDownloader, Steam, VLC, WinRAR und XnView - weitere nach Bedarf. Mit VDSL100 geht das relativ schnell.