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Gelegentlicher automatischer Neustart des Rechners

dirk481 / 7 Antworten / Flachansicht Nickles

Hallo, es geht um einen PC, ca. 5 Jahre alt, AMD Athlon mit 3Ghz und 1024 MB RAM, Windows XP Prof.
Seit ein paar Wochen (schon vor Beginn der Hitzewelle) startet das Gerät manchmal von alleine neu. Im Regelfall nach ein paar Stunden Betriebsdauer, manchmal läuft der PC aber auch mehrere Tage hintereinander, 8-10 Stunden, ohne Probleme.
Von innen entstaubt habe ich den PC gleich zu Beginn, als das Problem zum 1.Mal auftrat. Antivirenprogramm etc. ist alles aktuell.
Das Lüftergeräusch kann ich hören. Vor ca einem Jahr wurde der CPU-Lüfter ausgetauscht, weil dieser einen Lagerschaden hatte.

Nun habe ich im BIOS nachgeschaut und folgende Einstellungen gefunden:
CPU Warning Temperature: enabled, 70 Grad
CPU FAN FAIL Warning: enabled
System FAN FAIL Warning: disabled
-> wenn ich die o.g. 70 Grad auf 60 Grad ändere und ein Spiel oder eine Datensicherung starte, erhalte ich nach wenigen Minuten einen Warnton
-> wenn ich System FAN FAIL Warning auf "enabled" stelle, erhalte ich SOFORT nach Neustart des Rechners einen Dauer-Warnton

Frage: worauf könnte dies hinweisen und wo liegt (vermutlich) das Problem?

Für Tipps: danke im Voraus!

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|dukat| dirk481 „Gelegentlicher automatischer Neustart des Rechners“
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70°C ist etwa die Belastungsgrenze für diesen Prozessortyp. Wenn Du die Warnung abschaltest und das Problem ignorierst wird der Prozessor bei spätestens 75°C selbst abschmieren. Er wird nicht gleich kaputt gehen, aber es ist eben nicht "gesund" wenn er mit erhöhter Temperatur läuft, er altert schneller und kann abstürzen, ähnlich einem Menschen mit Fieber. Ignoriert man dieses Fieber, riskiert man auch den Tod.

Im Bios sind nun 70°C eingestellt um eine Überhitzung des Prozessors und somit mögliche Schäden generell auszuschliessen. Der Rechner wird hier nur vom Bios abgeschaltet bevor die CPU abschmiert und evtl. Schaden nimmt.

Bei den aktuell vorherrschenden Temperaturen ist es nicht verwunderlich, wenn ältere Systeme mal eine Auszeit nehmen. Der CPU Lüfter, welcher bei Dir getauscht wurde, ist nicht die einzige Komponente die erhöhtem Verschleiss ausgesetzt ist. Es gibt auch noch weitere Lüfter in einem Rechner deren Lager mit der Zeit verdrecken können oder deren Ansaugöffnungen verstopfen, z. B im Netzteil. Leider sind diese Stellen nur schwer erreichbar und liegen nahe an 220V tragenden Leitungen so das eine Wartung durch den Laien hier nicht empfehlenswert ist.

Weitere Hardwaredefekte in Frühstadium sind aber letztlich auch nicht auszuschliessen. Ähnlich wie bei einem Auto könnte man irgendwann von einem wirtschaftlichen Totalschaden sprechen, wenn die Kosten für den Arbeitsaufwand einer Fehlersuche bzw. Reparatur den Wert des Gerätes übersteigen. Und ähnlich wie bei einem alten Auto gilt: Die nächste Macke kommt bestimmt. Wenn Du also nicht der "PC-Mechaniker" bist, der solche Dinge leicht selbst regeln kann, um in diesem "Haushaltposten" aktiv Geld zu sparen, dann solltest Du mittlefristig an Ersatz denken.

Wir beraten Dich dann auch gerne, welcher Ersatz für Deine Ansprüche kostengünstig und angemessen ist, ohne Deine Kenntnisse zu überfordern.

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