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News: Opera spielt Kindergarten

Browser-Schlusslicht mit Zermürbungs-Konzept

Redaktion / 64 Antworten / Flachansicht Nickles

Aufgrund Beschwerde des Browser-Herstellers Opera, haben die EU-Wettbewerbshüter eine Untersuchung gegen Microsoft eingeleitet. Um einem neuen Bußgeldverfahren entgegenzuwirken, hat Microsoft beschlossen Windows 7 in Europa als "E"-Version ohne Internet Explorer rauszubringen.

Das Weglassen des Browsers ging Opera nicht weit genug. Es wurde gefordert, dass Microsoft ein Menü einbaut, in dem Anwender selbst auswählen können, welchen Browser sie haben wollen. Um die Sache endlich zu begraben, hat Microsoft dieser Forderung schließlich überraschend zugestimmt (siehe Windows 7 soll Konkurrenz-Browser anbieten).

Der offizielle Vorschlag Microsofts an die EU-Kommission wurde hier veröffentlicht: Microsoft Proposal to European Commission). Als Anhang zum Vorschlag hat Microsoft auch gleich ein Bild beigefügt, das zeigt, wie das Auswahlmenü aussehen soll:

Während die EU-Kommission Microsofts Vorschlag gerade prüft, motzt Opera schon wiederum: das vorgeschlagene Auswahlmenü sei nicht akzeptabel, weil dabei die Logos der Browser angezeigt werden. Opera befürchtet, dass der Internet Explorer aufgrund seines hohen Logo-Wiedererkennungswerts von Anwendern im Menü bevorzugt gewählt wird.

Inzwischen plant Opera übrigens auch gegen Apple Mac OS und die beliebte Linux-Distribution Ubuntu vorzugehen. Auch die sollen gefälligst bei der Betriebssystem-Installation alternative Browser zur Auswahl anbieten.

Opera hat bei den PC-Browsern aktuell einen Marktanteil von rund 1,2 Prozent und bildet damit das Schlusslicht bei den gängigen Browsern.

Michael Nickles meint: Nix gegen Kampf für fairen Wettbewerb. Aber jetzt reicht es langsam. Ich hoffe, dass die EU-Kommission die neue Forderung von Opera ignoriert. Was werden die als Nächstes fordern? Vielleicht eine neutrale "Auswahltaste" bei der irgendein Browser per "Zufall" ausgewürfelt wird?

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kds Fernando2 „Daß man Microsoft so gerne vor die EU-Richter zerrt, muß wohl damit zu tun...“
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Die Forderungen von Opera erinnern mich an die Forderungen deutscher 'Liedgut-Förderer' von vor ein paar Jahren doch tatsächlich eine vorgeschriebene Mindest-Quote an deutschsprachiger Musik forderten, die die dann von deutschen Medien hätte eingehalten werden müssen.

Ich finde solche Forderungen nur peinlich.

Meiner Meinung nach ist der Verbraucher durchaus mündig genug um selbst zu entscheiden, ob er was haben möchte oder nicht.

Gruss,
kds

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Full ACK! neanderix
Tschüss : : : PaoloP
Umstieg auf Apple Olaf19