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Partitionstabelle zerschossen

Kuehlwalda / 4 Antworten / Flachansicht Nickles

Partitionstabelle des 1GB Memorysticks zerschossen. Sieht so aus:

In der /var/log/messages steht:
Jan 16 11:46:29 Wallace kernel: sda: sda1
Jan 16 11:46:29 Wallace kernel: sd 0:0:0:0: Attached scsi removable disk sda
Jan 16 11:46:29 Wallace kernel: sd 0:0:0:0: Attached scsi generic sg0 type 0
Jan 16 11:49:20 Wallace kernel: FAT: bogus number of reserved sectors
Jan 16 11:49:20 Wallace kernel: VFS: Can't find a valid FAT filesystem on dev sda1.
Jan 16 11:49:20 Wallace kernel: hfs: can't find a HFS filesystem on dev sda1.
Jan 16 11:49:20 Wallace kernel: VFS: Can't find a Minix or Minix V2 filesystem on device sda1.
Jan 16 11:49:20 Wallace kernel: ReiserFS: sda1: warning: sh-2021: reiserfs_fill_super: can not find reiserfs on sda1
Jan 16 11:49:20 Wallace kernel: VFS: Can't find an ext2 filesystem on dev sda1.
Jan 16 11:49:20 Wallace kernel: Unable to identify CD-ROM format.
Jan 16 11:49:20 Wallace kernel: VFS: Can't find ext3 filesystem on dev sda1.
Jan 16 11:52:43 Wallace kernel: FAT: bogus number of reserved sectors
Jan 16 11:52:43 Wallace kernel: VFS: Can't find a valid FAT filesystem on dev sda1.


Ich habe mit cfdisk die (einzig bestehende) Partition gelöscht, den Stick abgezogen und wieder neu eingesteckt. Dann wieder eine neue einzige Partition angelegt und als Typ FAT16 (=06) angelegt. Erneut lässt sich der Stick nicht mounten. Das ganze habe ich auch mit dem normalen fdisk probiert. Gleiches Ergebnis.


Ein "fdisk -l /dev/sda1" meldet:

Disk /dev/sda1: 1011 MB, 1011677184 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 122 cylinders
Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes
Disk /dev/sda1 doesn't contain a valid partition table


Mit "mkfs -v -c /dev/sda1" werden die Blocks auf Funktionsfaehigkeit hin ueberprueft, scheinbar sind die alle in Ordnung.

mkfs -v -c /dev/sda1
mke2fs 1.38 (30-Jun-2005)
Filesystem label=
OS type: Linux
Block size=4096 (log=2)
Fragment size=4096 (log=2)
125184 inodes, 250224 blocks
12511 blocks (5.00%) reserved for the super user
First data block=0
8 block groups
32768 blocks per group, 32768 fragments per group
15648 inodes per group
Superblock backups stored on blocks:
32768, 98304, 163840, 229376

Running command: badblocks -b 4096 -s /dev/sda1 250224
Checking for bad blocks (read-only test): done 224
Writing inode tables: done
Writing superblocks and filesystem accounting information: done


Danach kann man den Stick wieder mounten, aber die Kapazität sinkt mit jedem Versuch das Ganze wieder hinzubekommen jedesmal ein Stückchen mehr.

Ein "df -h" bringt derzeit:
Filesystem Size Used Avail Use% Mounted on
/dev/sda1 963M 20K 914M 1% /mnt

Das waren ursprünglich mal 976MB und beim vorletzten Versuch waren noch 949MB frei. Ich will das jetzt nicht nochmal machen um nicht noch mehr Platz zu verlieren. Aber davon mal abgesehen, steht
ja oben noch immer dass die Partitionstabelle hinüber ist.

Hat jemand einen Rat wie man dem Stick wieder die volle Kapazität abverlangen und ihm eine einzige FAT16 Partition verschaffen kann?

Danke

Kuehlwalda

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"Jetzt habe ich mir nochmal mit "df -h" die Kapazität von "/dev/sda" und "/dev/sda1" angesehen und schau mal was da herauskommt:

Wallace:~ # df -h /dev/sda
Filesystem Size Used Avail Use% Mounted on
udev 507M 176K 506M 1% /dev
Wallace:~ # df -h /dev/sda1
Filesystem Size Used Avail Use% Mounted on
/dev/sda1 963M 20K 914M 1% /media/usbdisk-1
Wallace:~ #


Warum werden unter "/dev/sda" nur 507MB (Size) angezeigt ?"

Weiß ich jetzt nicht so genau. Ich denke das diese 507 MByte nicht vom USB Stick sind, sondern diese 507 MByte sind Speicher für udev. udev erzeugt die Gerätedateien im /dev Verzeichnis.
/dev/sda1 ist der USB Stick.

"Wallace:~ # fdisk /dev/sda1
Device contains neither a valid DOS partition table, nor Sun, SGI or OSF disklabel
Building a new DOS disklabel. Changes will remain in memory only,
until you decide to write them. After that, of course, the previous
content won't be recoverable.

Warning: invalid flag 0x0000 of partition table 4 will be corrected by w(rite)

Command (m for help):


Ich verstehe die "Warning" nicht, weil der 1GB Stick doch nur EINE Partition enthält, woher dann 4 Partitionstabellen?"

"Device contains neither a valid DOS partition table, nor Sun, SGI or OSF disklabel"

Du hast eine kaputte Partitionstabelle auf diesem USB Stick. Du hast irgendwie die Partitionierung falsch gemacht.
Ich will gestehen das ich mit dieser Warnung auch nicht so viel anfangen kann. Ich weiß nur eines, es gibt verschiedene Arten von Partitionstabellen und nicht jedes Betriebsystem kann mit jeder Art von Partitionstabelle umgeben. Der Linuxkernel unterstützt sehr viele Arten von Partitionstabellen von sehr unterschiedlichen Betriebsystemen, nicht nur DOS Partitionstabellen (wie sie unter DOS erstellt werden), sondern auch Partitionstabellen von BSD Unix und Silicon Graphics Rechner Partitionstabellen und noch ein paar andere Arten von Partitionstabellen. Wenn dich interessiert welche Arten von Partitionstabellen unterstützt werden , dann kannst du testweise einen eigenen Kernel konfigurieren und auch eventuell übersetzen (make menuconfig --> File Systems--> Partition Types-->).

"Partition 1 has different physical/logical beginnings (non-Linux?):
Partition 2 has different physical/logical beginnings (non-Linux?):
Partition 3 has different physical/logical beginnings (non-Linux?):
Partition 4 has different physical/logical beginnings (non-Linux?):"



Irgendwie hast du die Partitionstabelle von diesem USB Stick völlig durcheinander gebracht.
Vielleicht hast du versucht die Partitionierung unter Windows zu machen , aber du kannst unter Windows keine Linuxpartitionen löschen. Partition Magic 8 kann Linuxpartitionen (haben die ID 83) mit ext2/3 Dateisystem erkennen und auch löschen. Aber das Partitionierungsprogramm von Windows kann das wahrscheinlich nicht.


Ich würde vorschlagen erst mal alle 4 Partitionen unter Linux zu löschen und dann noch mal nur EINE primäre Partition zu erstellen. Das Erstellen dieser primären Partition würde ich unter Windows machen, weil ich nicht weiß ob Windows mit einer primären Linuxpartition umgehen kann. Ich würde auch das Fat32 Dateisystem auf diesem Stick anlegen, da Windows nichts mit ext2 anfangen kann.
Es gibt verschiedene Arten von Partitionen, nicht nur primäre und logische Partitionen . Eine Linuxpartition hat die Nummer (ID) 83 . Eine erweiterte Linux-Partition hat die Nummer 5. Windowspartitionen haben andere IDs (Nummern).

Das Programm fdisk von Linux erkennt sehr viele unterschiedliche Partitionstypen, von sehr vielen verschiedenen Betriebsystemen (Unix, Windows, DOS...) und kann deshalb auch diese Partitionen löschen.
Du kannst dir die Liste der unterstützen Partitionstypen mit der Taste "l" (kleines L) anzeigen lassen, nach dem du fdisk gestartet hast.

Ich nehme mal an das Windows Probleme mit Linuxpartitionen hat und deshalb empfehle ich diese neue primäre Partition auf dem USB Stick unter Windows zu erstellen, damit du den Stick auch noch unter Windows nutzen kannst.


"Nun bin ich insofern zufrieden, dass ich jetzt sogar 978MB habe, also sogar noch 2 mehr als ursprünglich."

Die Speichermenge von diesem USB Stick ist 1 Gbyte. Diese 978 MByte sind die Nettospeichermenge. Für die Verwaltung der Daten (Metadaten des Dateisystem brauchen auch etwas Speicher) geht etwas Speicher verloren.


PS: Wenn du mit der Bedienung von fdisk unter Linux solche Probleme hast, dann besorg dir doch die Acronis Disk Director Suite 10. Dieser Disc Director 10 startet einen Linuxkernel und erkennt deshalb sehr viele Partitionstabellen und unterschiedliche Partitionstypen von DOS, Windows, Linux , BSD Unix und anderen Betriebsystemen. Da kannst du auch deine Partitionstabelle reparieren, wenn du mit fdisk unter Linux solche Probleme hast.

http://www.acronis.de/homecomputing/products/diskdirector/




Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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