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verständnisfrage...module

ghartl1 / 9 Antworten / Flachansicht Nickles

hallo,

habe ein paar verständnisfragen zu linux und modulen..

es gibt sogenannte laufzeitmodule..was heisst das?
werden die erst nach bedarf(programmaufruf..) geladen.
ist das auch der grund, warum es bei programmstarts ein bisschen länger dauert?
ist das dann ein monolithischer kernel? treiber fix eingebunden und mittels modulen ansprechbar?
braucht der dann die initrd beim start?

linux hat ja datenbanken mit den modulen im system...
wenn ich die immer aktuell halte (updatelsusb...ääähh, tut der übers internet updaten oder was??) hat er dann immer die neuesten treiber im system?

mit modprobe modulname knn ich so ein modul dann dauerhaft laden (sodass es auch bei neuem systemstart noch geladen ist)

nachher depmod......funktioniert meines wissens nur in verbindung mit modprobe..nicht mit insmod
brauch ich da eigentlich nix manuell in der modules.conf auskommentieren?

wie sucht ihr den passenden treiber? i machs a bissl russisch..zumindest hab is durch herumprobieren so hinbekommen...

lsusb
lspci
hwinfo
lshw
das sind meine suchwerkzeuge...die leite ich in eine textdatei um und such ma das gerät (respektive den treiber) raus....wenn nicht vorhanden..dann mit knoppix..hat bisher immer funktioniert.
dort raussuchen(wahrscheinlich hat der eine grössere datenbank) und einspielen mit modprobe....aber wie kann das funktionieren, wenn die normale datenbank das modul nicht aufweist..ich meine (vorausgesetzt, die selbe version vom kernel) genügts da einfach nur ein paar buchstaben in die modules.conf zu schreiben??
wenn ja, störts mich auch nicht..

puh genug einmal....aber ich komm der sache schon näher

gruss günter

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KarstenW ghartl1 „hallo karstenw.. danke nochmal für die ausführungen initrd.. noch ne frage:...“
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Das Programm lspci hat erstmal nichts mit den Linuxtreibern zu tun. Wenn man nicht genau weiß wie die Chipsätze heißen um den passenden Linuxtreiber nachzuinstallieren oder überhaupt um einschätzen zu können ob es einen passenden Treiber gibt, dann kann man lspci starten (von Knoppix CD 5.1.1 oder 5.2)
lspci greift laut manpage (man lspci) auf folgenden Dateien zu um die Chipsätz zu erkennen:

/usr/share/misc/pci.ids

/proc/bus/pci

Bei meinem Debian etch sind diese Dateien auch vorhanden.

Also lspci sagt erstmal nichts darüber aus ob ein passender Treiber im Linuxkernel ist !!!

Mit den Namen der Chipsätz kann man besser einschätzen ob es passende Treiber gibt. Die entsprechenden Nummern sagen nicht viel aus.
Wie schon gesagt, der Linuxkernel bringt schon eine Menge an Treiber mit. Man kann sich zu Not auch mal den Sourcecode von http://www.kernel.org besorgen und ihn selbst übersetzen.

Am einfachsten ist sich mal einen eigenen Kernel zu konfigurieren um selbst sich eine Meinung zu bilden, ob ein passender Treiber vorhanden ist. Da kannst du das Howto von gentoo nutzen.
Du brauchst den Linuxkernel gar nicht zu übersetzen, nur mal konfigurieren.
Wenn der Linuxkernel den Treiber nicht mitbringt, dann mußt du mal in deiner Distribution nachschauen ob eventuell ein passender Treiber als fertig installierbares Paket dabei ist. Bei Debian etch mit seinen mehr als 18000 Paketen ist dafür die Chance sehr gut.
Und dann muß man sich erkundigen , ob eventuell ein Projekt im Internet existiert, wo ein Linuxtreiber programmiert wurde.

Wenn dann immer noch kein Treiber vorhanden ist hat man Pech, aber man sollte sich immer vorher erkundigen ob passende Linuxtreiber vorhanden sind bevor man sich den Rechner kauft.
Man kann wie schon gesagt Linuxtreiber nachinstallieren, aber leider nur als Modul.
Die Probleme fangen meist an , wenn der Treiber monolitisch installiert werden muß. (SCSI- oder SATA- Treiber , wenn man von SCSI oder SATA booten möchte) Dazu ist ein normaler Anwender nicht in der Lage, da der Programmcode des Linuxkernels verändert werden muß.

PS: Ich emfehle derzeit die nforce Chipsätze. Im aktuellen Linuxkernel ab 2.6.18 sind Treiber (für Sound, Netzwerk , UDMA und SATA) auch für die nForce 590 dabei. Und dann eine NVidia Grafikkkarte, weil NVidia derzeit die besseren Linuxtreiber programmiert (als AMD).
Bei Notebooks würde ich zu einem aktuellen Lenovo Thinkpad T61 mit NVidia Grafikkarte greifen. Das kostet etwa 2000 €.
Ich habe da aber leider keine Erfahrung mit diesen Notebooks.

http://www.nvidia.de/object/linux_de.html



Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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