Puristen werden unter Linux bis zum jüngsten Tag mit mutt auf der Konsole arbyten. Obwohl mutt sehr mächtig ist, ist er doch nicht trivial zu konfigurieren und kommt mit mehreren Mailboxen nur im Zusammenspiel mit einem lokalen Mailserver klar. Und das ist inzwischen für die meisten User Overhead. Ausserdem ist das Zusammenspiel mit anderen X-Anwendungen zur Behandlung von Anhängen komplizierter als nötig.
Wenn man ohnehin unter X arbeitet, bietet sich ein X-basierter Mailclient an. KMail ist recht fett und hängt von KDE ab, was ich nicht installieren möchte, Evolution ist eine komplette PIM-Suite wie Outlook unter Windows, dementsprechend fett und träge. Doch zum Glück gibt es sylpheed. Sylpheed ist schnell, schlank, leicht zu konfigurieren, kann POP3 und IMAP, lässt sich als rundimentärer Newsreader einsetzen. Sylpheed basiert auf GTK und bietet das - gerade Windows-Usern - vertraute 3-Panel-Design.
Ausserdem werden HTML-Mails nicht interpretiert, sondern als Plain Text angezeigt. Wer mir also eine Freude machen will, spart sich sein "Briefpapier" (ich werde es ohnehin nicht sehen) und sendet mir eine reine Textmail mit einem netten ASCII-Art.
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HTH, Z.
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Ich bin von Sylpheed auch begeistert. Weitere Pluspunkte sind die umfangreichen Features wie GPG-Integration für verschlüsseltes Email oder die Einbunding von LDAP-Servern als Adressbuch.
Ebenfalls einen Blick wert ist Sylpheed-Claws, ein Fork von Sylpheed.
