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Mac-Mini und OSX: Erste Erfahrungen......

Turbo Lover / 25 Antworten / Flachansicht Nickles

Nach ca. 36 Stunden intensivster Auseinandersetzung mit dem kleinen,will ich mal schreiben, was ich davon so halte.

Als erstes gefiel mir die Verpackung, man musste nix zerschneiden ;-)

Von außen sieht der Mac unspektakulär aus, aber schick irgendwie. Innen sieht meiner so aus:

1,25Ghz Power-PC CPU
256Mb Ram
40GB Platte
ATI 9200 (Wie alle Mac-Mini)
DVD/CD-RW Combo mit SLot-In
Einfacher Ausioausgang
2x USB 2.0
1x Firewire
Netzwerk
Modem
DVi-Ausgang

Als erstes konnte ich genau nix machen, weil ich vergeblich PS/2 Anschlüsse suchte. 10 Minuten vor Ladenschluss habe ich für 33€ ein Logitech Set aus Tastatur und Maus bekommen. Dann konnte es endlich losgehen. Das Teil hatte ich bei Ebay für 400€ gekauft, OSX Tiger war frisch installiert und es lief direkt. DIe Oberfläche sah auf den ersten Blick spartanisch aus und wenig professionell und ich habe mich wirklich gar nicht zurecht gefunden, ist eben nicht Windows.
Echte Probleme hatte ich damit, zu erkennen dass die obere Menüleiste auf dem "Schreibtisch" (Irgendwann bin ich auch darauf gekommen, dass das der Desktop ist) praktisch die Menüleiste des Programms ist, welches man gerade geöffnet hat.....
Irgendwann habe ich an den Maus und Tastatureinstellungen gefummelt (Logitech Control Centre installiert), hier und da gemacht (ohne zu wissen was selbstverständlich)neugestartet und es ging nichts mehr, 10 Minuten ein Fragezeichen auf dem Startbildschirm. Dann fragte ich mich, ob das Ding eigentlich ein Bios besitzt. Die Frage ist noch offen......?
Nach 10 Minuten war ich wieder im System, nur leider gingen Maus und Tastatur nicht mehr und ich hatte eine CD im Laufwerk und diese CD bekam ich nicht raus, da es keinen Knopf gibt. Man muss das entweder per Tastenkombination auf einer Apple-Tastatur machen oder eben per Software. Also zweite Maus angeschlossen und raus damit. Leider ließ sich das Problem nicht beheben, also blieb mir des nachts um halb 3 nix anderes als eine Neuinstallation übrig.
Heute früh ging es gleich weiter mit ausprobieren. Ich wollte auf ROck.com Internetradio hören, das war aber leider nicht möglich, da ich dafür den RealPlayer brauche (gibt es den für Mac überhaupt?)oder Windows Media Player. Okay dachte ich mir, eigentlich ist es ja Stilbruch wenn ich WMP installiere, aber da es mir sogar von Itunes vorgeschlagen wurde, tat ich es. Ging aber leider auch nicht. Nun war die Zeit gekommen Itunes mal etwas unter die Lupe zu nehmen: Krasse Sache, tolle Sammlung von Internetradiostationen findet man dort, 366 um genau zu sein. Also Scheiß auf ROck.com......
Tja, der AUdioausgang wollte auch mal getestet werden. Ich habe mir keine großen Hoffnungen gemacht, wirklich nicht. Eine externe Soundkarte war schon fest eingeplant. Aber als ich den Kopfhörerausgang mit meiner Stereoanlage zusammenbrachte, musste ich sehr staunen: Ist der Equalizer richtig eingestellt, so hört sich die Soundausgabe viel besser an als über meinen Soundblaster Live! Kristall klarer Sound, wie ihn selbst die Anlage nicht erzeugt.

Beim Einrichten des Mailprogramms hatte ich Probleme mit dem @ Zeichen, das scheint bei Apple woanders zu sein, nämlich auf dem Buchstaben "L" anstatt auf dem "Q".

Der Browser "Safari" ist Klasse, aber ich werde mich nie von Opera trennen können, und solange es den für Mac gibt, werde ich ihn auch verwenden. Etwas Nostalgisches aus der Windwos Welt muss auch sein :o)

Das Einrichten des Netzwerkes war ein Kinderspiel (Ich glaube ich musste gar nichts machen).

Fassen wir mal zusammen:

Der Mac-Mini ist klein, unscheinbar und trotzdem stylisch, extrem leise und stromsparend (30Watt bei Vollast), er wiegt 1,3Kg, wenn man geschickt ist reichen die Schnittstellen für alles, was man braucht (Ich werde den Mac als Multimediazentrale nutzen).
OsX ist sehr komfortabel, übersichtlicher als Windows XP, Fehlermeldungen habe ich noch keine gesehen und unkompliziert ist es auch. Bei mir hat das Umlernen gerade mal 36 Stunden gedauert.
So ein Ding könnte ich auch meiner Oma hinstellen. Jemand der noch völlig unversaut ist, also noch nie mit Windows oder Linux zu tun hatte, wird sich in dieses System schneller einfinden, als dass er die Regeln von Mau Mau erlernt.

Nachteile: Etwas unpraktisch finde ich schon, dass das CD-Laufwerk keinen Auswurfknopf besitzt.
Software mäßig würde ich bemängeln, dass es im Vergleich zur Windows oder gar Linuxwelt, wenig davon gibt. OsX fehlt auch eine gewisse Tiefe, man kommt nicht so richtig ans System heran, aber vielleicht brauchen das typische Mac User auch nicht, geht ja schließlich nie was kapputt. Außer wenn man einen skurpellosen Windows User davorsetzt :)

Alles in allem: Sehr empfehlenswert für Leute die die Nase voll haben von Windows und Linux und die Vorteile beider unter einer Haube haben möchten oder für Leute, die mal was anderes ausprobieren wollen, ohne gleich einen Bruttolohn auszugeben.

Gruß TL

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War bei mir auch so... Olaf19
MacOS 9: Olaf19
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Olaf19 Turbo Lover „MacOS 9:“
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Naja, mein damaliger Mac mit seinen mageren 400 MHz war damals (2002) schon ganz schön in die Jahre gekommen. Selbst wenn man unterstellt, dass 400 MHz am Mac damals so viel Performance ergeben haben wie 800 am PC (was ich - zumindest aus heutiger Sicht - für eine optimistische Schätzung halte), dann waren die PCs immer noch deutlich leistungstärker (Intel PIV mit 1,6 GHz aufwärts bzw. AMD Palomino-Athlon mit 1700+).

Letztlich hat das Preis-Leistungs-Verhältnis damals den Ausschlag zugunsten des PC gegeben, ein neuer Mac wäre unverhältnismäßig teuer geworden. Inzwischen meine ich, dass sich die Balance wieder zugunsten von Apple verschoben hat: 1900 € für einen Computer sind zwar immer noch eine Stange Geld, aber für ein Dual-CPU-System mit 2 x 2 GHz (auch ein Winchester-Athlon ist nicht höher getaktet!) liegt der Preis gerade noch im Rahmen finde ich.

Dass ich mir schließlich ein Herz gefasst und zugeschlagen habe, dafür gibt es sowohl sachliche als auch Bauch-Gründe: Meine Lieblingssoftware Logic Audio wird seit über 3 Jahren nur noch für den Mac entwickelt - jetzt ist also die letzte Gelegenheit, noch einmal meine Uraltversion von 5 auf 7 upzugraden - wenn erstmal Version 8 draußen ist, wird das nicht mehr möglich sein.

Die Bauchgründe: Ich war einfach scharf darauf, endlich mal MacOS X kennen zu lernen, mir gefällt die sehr edle, erlesene Apple-Hardware mit ihren perfekt aufeinander abgestimmten Komponenten aus einem Guss und schließlich habe ich meine Maczeit in den Neunzigern noch in sehr guter Erinnerung.

> Bevor ich kein Image habe, werde ich auch Os9 nicht installieren,
> ich hoffe mal, dass es mit Ghost oder Arconis möglich ist.


Du siehst das etwas zu dramatisch: OS 9 läuft nicht als eigenständiges Betriebssystem auf einer eigenen Partition, sondern ist mehr mit einer Anwendung zu vergleichen, die zwar unter MacOS X läuft, die aber ein Fenster zur Verfügung stellt, in dem Mac-OS-9-Programme laufen können. Das ist also nicht mehr und nicht weniger "gefährlich" als die Installation beliebiger anderer Anwendungen (die man bei Nichtgefallen auch nicht "de-installieren" muss, sondern die man einfach in den Papierkorb schmeißt).

Wolltest du über das Netzwerk vom PC aus mit Ghost/Acronis auf die Mac-OSX-Festplatte zugreifen? Ich frag nur, weil es diese Programme für den Mac nicht gibt.

Dass das Festplatten-Dienstprogramm nichts taugt, will ich noch gar nicht mal sagen - ich kapier's nur nicht. Eigentlich ist es gerade umgekehrt: Man kann die Größe eines Images durchaus einstellen, man muss es sogar, nur sehe ich keinen Sinn darin. Soll es doch so groß oder so klein werden, wie nötig - wozu die Vorab-Festlegung.

Richtig ärgerlich finde ich, dass ich ein Image von Partition A nicht auf Partition B anlegen kann - es kommt immer die Meldung "der Datenträger ist belegt", egal wie viel Speicherplatz frei ist. Das finde ich schon ziemlich nervig.

> Emulatoren sind Mist, ich habe noch nie einen gesehen, der zu 100% funktioniert hat.

Da die Classic-Umgebung für MacOS 9 unter MacOS X letztlich nichts anderes ist als ein Emulator, wäre das eine Erklärung dafür, dass meine Spiele eingefroren sind. Die Idee mit der alten Hardware ist gar nicht mal so übel, sofern es einem die Sache wert ist; auch das Argument "gefühlsecht" überzeugt :-)

Uralte (Power-)Macs aus den mittleren 90ern bekommt man übrigens für wenige €uronen (
CU
Olaf

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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