Ginger Baker (66) hat wohl am Schlagzeug durchgehalten.
Auch Jack Bruce, Leberkrebs => Lebertransplantation
weilt noch unter den Lebenden, was seinem Freund
Rory Gallagher (ebenfalls schlappe Leber =>
Lebertransplantation) nicht vergönnt war. Eric Clapton
hat wohl keine körperlichen Schäden davongetragen, er
ist jetzt nur ein bischen schlicht im Kopf und braucht
es wohl mehr denn je im Leben, dass ihm Ginger Baker
mit den polternden Bassdrums sozusagen in den Arsch tritt.
www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,druck-355088,00.html
www.clapton.de/ontour/ontour.htm
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Naja,
ich habe die Konzertkritik gelesen. Der Schreiber scheint ebenso hingerissen gewesen zu sein wie meisten Fans, die das Konzert besucht hatten.
Ich kenne Cream noch aus meiner Jugendzeit. Deshalb müßte ich solch ein Reunion-Konzert schon selbst hören, bevor ich da in Enthusiasmus ausbreche. Und weiß Gott, ich würde da mit sehr, sehr kritischen Ohren zuhören bevor ich mich da zu irgendwelchen Begeisterungsstürmen hinreißen lassen würde. Denn, - ich habe begründete Zweifel, daß die Qualität von damals auch nur annähernd erreicht wird.
Ginger Baker, - Ok. Damals einer der besten, wenn nicht schlichtweg der beste Drummer überhaupt in jener Zeit. Nicht zu vergleichen mit Charly Watts oder gar Ringo Star, dieser fleischgewordenen Null am Schlagzeug.
Jack Bruce, - auch Ok. Ein Bassist der gehobenen Mittelklasse. Es gab sicherlich bessere als ihn, aber man war mit ihm gut bedient. Seine primären Fähigkeiten lagen aber wohl eher im Bereich des Gesangs und vor allem im Schreiben von Songs. Was natürlich überaus wichtig ist.
Eric Clapton, - das ist hier die Person, um die es mir eigentlich geht.
Clapton, - das war seinerzeit der größte Rockgitarrist nach Jimi Hendrix. Übertroffen nur noch von diesem. Doch was geschah dann? Clapton läßt sein unvergleichliches Talent brachliegen und klimpert Softsongs auf der Gitarre herum. Dinge, die auch ein drittklassiger Gitarrist hinbekommen würde. Um Lieder wie "I shot the Sheriff" zu spielen, - dafür bedarf es keines begnadeten Gitarrenvirtuosen wie Clapton mal einer war. Dafür genügt auch ein Vorstadtgitarrist mit 1 Jahr Gitarrenunterricht.
Wenn jemand sein Talent dermaßen brachliegen läßt, dann ist das eine Sache die ich nicht verzeihen kann. Aus diesem Grund ist Clapton bei mir schon seit über 30 Jahren unten durch!
Wer hören will wozu Clapton tatsächlich in der Lage ist, - was er tatsächlich zu leisten imstande ist, - der höre sich mal Stücke an wie "NSU" oder "I feel free". Insbesondere vor letzterem versuchen sich sämtliche Cream-Revival-Bands stets zu drücken, weil dessen verborgener, unerhörter Schwierigkeitsgrad die Musiker schier verzweifeln läßt.
Oder aber, man geht noch ein Stück weiter zurück, als Clapton bei den Yardbirds spielte.
Was Clapton hier an der Gitarre leistete, ist grandios.
Und was ist von all dem geblieben? Nahezu nichts. Daran ändert auch ein Cream Revival Konzert nicht viel. Nach dieser Konzerttournee wird Clapton wohl in seinem über die Jahre angestammten Soft-Trott weitermachen. Er wird auf der Bühne auf einem Barhocker sitzen, und mit einem Zehntel der früheren Geschwindigkeit seine Gitarre bearbeiten.
Schließlich muß er seinem Titel "Slowhand" irgendwie gerecht werden.
Dr. Hook
