Hallo zusammen,
bin etwas fortgeschrittener Linux-Newbie und bis heute Mittag hatte ich zu "Test- und Rumspielzwecken" ;-) SuSE 8.2 mit irgendeinem 2.4er Kernel drauf. Dann gabs ja vor kurzem die SuSE 9.2 zum Download als DVD-Image.
Heute kam ich endlich dazu, dass Ding zu testen. Wichtige Daten waren auf meinem 8.2er nicht drauf. Also plattgemacht und die 9.2 installiert. Läuft soweit auch ganz gut.
Aber ich bekomme ums verrecken mein RAID0 am Fasttrack-Controller (20267) nicht mehr zum laufen. Die Platten werden einzeln zwar noch erkannt (hde & hdg), da die aber im RAID(0) laufen, kann ich natürlich nicht drauf zugreifen. Nun habe ich irgendwo im Netz aufgeschnappt, dass soll wohl mit dem 2.6er Kernel zusammenhängen. Kann das jemand bestätigen? Gibt es dazu einen Workaround? Denn wenn nicht bringt mir der ganze 2.6er Kernel ja nix.
Und warum wurde das unter SuSE 8.2 *von Haus aus* unterstützt und jetzt plötzlich nicht mehr?
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Alsion
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Das weiß niemand so genau. Der Betriebsystemkern von Linux ist modular oder monolitisch aufgebaut. Das bedeutet , das Treiber für Hardware , Netzwerkprotokolle Dateisystemtreiber für FAT32 , NTFS, EXT3... im Betriebsystemkern laufen.
Dadurch ist die Unterstützung für die Hardware immer sehr von der jeweiligen Kernelversion abhängig.
Diese Betriebsystemkerne sind sehr unflexibel. Die PCs sind aufgrund der vielen Fremdhersteller sehr unterschiedlich in der Hardwareaustattung. Bei Linux wird dieses Problem dadurch gelöst, das jeder Anwender seinen eigenen Betriebsystemkern kompilieren (erstellen) kann.
Micorsoft ist einen anderen Weg gegangen: Die erste DOS-Version hatte auch einen monolitischen Betriebsystemkern. Als die ersten Fremdhersteller für PCs aufkamen, lagerte Microsoft die Treiber aus dem Kern aus (device=C:\Pfad\DOS-Treiber.sys).
Wie der Windowsbetriebsystemkern programmiert ist weiß ich gar nicht, aber Micosoft möchte mit Sicherheit nicht den Programmcode des Windowskernels offenlegen (damit sich ein Anwender einen eigenen Kern kompilieren kann).
Ob Windows mit so einem "flexiblen" Betriebsystemkern stabiler läuft, kann ich nicht beurteilen. Da Linux aber im Grunde ein Serversystem ist, hält Linus Torwalds an dieser Kerneltechnologie eben fest. Linus Torwalds gibt dem Microkernel "Hurd" keine großen Chancen.
Wenn dich interessiert, wie man einen eigenen Linuxbetriebsystemkern kompiliert, kannst du ja noch mal bei nickles posten. Das Kompilieren eines eigenen Kerns ist nicht schwierig,ist alles menügeführt.
