So argumentiert die "Neue Rechte" in Mailboxen, Datennetzen und im "Chat":
Alle Nicht-Deutschen ins Lächerliche ziehen - gleichzeitig betonen, daß man nichts gegen Juden und Ausländer habe
An den Sozialneid appellieren - gleichzeitig "Gerechtigkeit" und "Jedem das Seine" fordern
In der Diskussion vom anderen "Tatsachen und Argumente" verlangen und ihn, während er sie liefert, mit weiteren Behauptungen zumüllen
Die eigenen Statements mit populistischen Behauptungen ("zu hohe Mieten", "Deutschland kümmert sich nicht um seine Bürger", "Die Umwelt stirbt, und keiner tut etwas") einleiten und drastische Maßnahmen, zum Beispiel Todesstrafe für Porno-Hersteller, fordern
Vom politischen Gegner für sich demokratischen Rechte, Minderheitenschutz, Menschenrechte und vor allem Toleranz fordern
Sich selbst als verfolgte Minderheit, als Opfer darstellen. Karl Kraus, der scharfzüngige Kritiker, nannte diesen rhetorischen Dreh: "Deutschland, die verfolgende Unschuld"."
Quelle: www.journalistenakademie.de/lesepr/mm90.htm
