Hallo, wie soll das weitergehen? Im Radion höre ich von irgendwelchen Politikern, die Wirtschaft würde nu wieder anziehen, die Flaute sei vorüber, die nächste Nachricht ist dann, dass mehrere Tausend Laute um ihren Arbeitsplatz bei Karstadt fürchten, der Manager kassierte 10 Millionen Abfindung, dann höre ich wieder, dass die CDU die 72 Stunden Woche einführen will, dann lese ich im Netz die gleiche Nachricht dementiert, dann wird der Kündigungsschutz gelockert für Firmen mit weniger oder bis 20 Mitarbeitern .... oh mann.
Bei uns in der Nähe ist eine Heareus Niederlassung, die ebenfalls 100 Mitarbeiter entlassen wird. Ist doch wahnsinn. ...
Was wird geschehen? Selbst sonst so sicher gedachte Jobs sind lange nicht mehr sicher und eigentlich gibts nix mehr, was sicher sein wird. Hmm....
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Hallo @Tilo, hallo @Pupsi,
ihr habt zwar recht, bedenkt aber bitte eines: Steht es irgendwo im Grundgesetz, dass ein Auto ein billiges Konsumgut ist? Vielmehr ist es doch, im Bezug auf die letzten Jahrzehnte bzw. andere Regionen der Welt, eine überzogene Forderung, dass sich jeder ein Auto leiten können muß. Noch in den späten 60ern war ein (also 1 und nicht etwa f. jedes Famileinmittglied einer!) Wagen etwas besonderes, den sich nicht jeder (also Familie) selbstverständlich leisten konnte. Mein Vater war zu dieser Zeit als Tierarzt Leiter der Produktentwicklung eines größeren Unternehmens (also nicht gerade unterprivilegiert). Dennoch weiß ich noch, wie wir unser erstes Auto bekamen. Da muß ich 4 oder 5 Jahre alt gewesen sein. Davor ging alles zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wir wohnten damals in einem Dorf 2 KM ausserhalb einer Kreisstadt. Das alles zu latschen o.ä. war damals normal und O.K.. (Unser Nachbar schaffte sich übrigens 2 Jahre vorher sein erstes Auto an, der war übrigens Radiologe in dem örtlichen Krankenhaus.)
Rechnet doch mal vor den Löhnen in den 50er und 60er Jahren mal nach, was damals ein Neuwagen kostete. In Relation kommt ihr da auf ähnliche aber höchstwahrscheinlich noch viel krassere Werte als heute. Damals war Autofahren so richtig teuer.
Und bedenkt dabei auch mal, was ihr für das Geld damals und heute bekamt/bekommt. Könnt ihr euch z.B. noch an die Schweißorgien an den Karosserien erinnern, wenn wieder mal was durchgerostet war? Heute kennt man das gar nicht mehr, weil viel Aufwand mit der Qualität und Haltbarkeit der Fahrzeuge getrieben wird. Wir würden uns alle "bedanken", wenn wir für die Kaufsumme eines aktuellen Kleinwagens Qualität eines Oberklassefahrzeuges der 60er oder 70er bekämen, von den Features mal ganz zu schweigen.
Billigautos, die es immer schon gab, wollte man, wenn man das Geld hatte, damals, wie heute lieber doch nicht so gerne. Glaubt Ihr, dass Entefahren ein Quell steter Freude war? Wenn das so ein tolles Auto mit einem unbeschreiblichen, individuellen Fahrspaß war, warum haben wir dann alle nach dem Studium zugesehen, dass wir die Rostlauben so schnell, wie möglich los wurden und uns "was gescheites und zuverlässiges, halt gut verarbeitets" gekauft haben?
Das ganze Thema ist zwiepältig, denke ich, wobei ich großen Autokonzernen ankreide, dass sie teilweise die Kohle raushauen, wie's die öffentliche Hand besser nicht kann, anstatt Kosten zu sparen und damit ihre Fahrzeuge gpünstiger anzubieten.
Ich denke da an die Persse-Präsentation des neuen Elches auf einem Kreuzfahrtschiff!!! Das Ding konnte keinen Meter fahren, vielleicht auch besser so. Das war genauso praktisch, wie eine Softwarepräsentation ohne Computer. Anderes Beispiel: Das Werksmuseum von AUDI. Was da an Kohle verbraten wird, das ging und geht jährlich zweistellig in die Millionen.
Insgesamt ist überhaupt zu bedenken, was ich heute für mein Geld bekomme. Für uns alle sind Geräte/Dienstleistungen erschwinglich, die früher, wenn überhaupt erhältlich, nur den "höheren Kreisen" vorbehalten waren. Bespiele: Flugreisen, mobiles Telefonieren, weltweite Kommunikation. Aber auch: Saubere Luft und Flüsse oder Erfolge bei der Bekämpfung/Heilung von Krankheiten. So haben wir eine medizinische HighEnd Versorgung, die wir heute als ganz selbstverständlich ohne Ansehen des Einkommens oder sozialen Stellung hierzulande als selbstverständlich einfordern, welche noch nicht einmal in vielen EU-Staaten überhaupt erhältlich ist, geschweige denn für die breite Masse dort.
Insgesamt hat sich diesbezüglich vieles verbessert. Ich möchte deshalb, auch nicht mit viel Geld, 30 Jahre früher leben, schon gar nicht als Mittelschicht-Otto-Normalo wie heute.
P.S.:PCs hätten wir übrigens damals nicht gehabt, die Diskussion hat sich also für uns hier eh erübrigt, oder (*g*)?
