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Slave-Platte bremst System nur bei bestimmten Anwendungen (M

Gismeth / 3 Antworten / Flachansicht Nickles

Hallo Gemeinde,

ich hatte mein Leid schon in einem anderen Forum geklagt, aber endgültig lösen konnten wir das Problem nicht.

Ich stelle mein Problem und den bisherigen Lösungsfortgang mal zusammen:
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Ich nutze Win98 auf einem Athlon 1,2 GHz, K7VZA 3.0 Board von Elitegroup (VIA-Chipsatz).

Vor einiger Zeit habe ich mir zu meiner 40GB Platte eine weitere 80GB Samsung-Platte eingebaut (ATA). Das heißt, dort wo die 80er ist war eine 30er. Jetzt sitzt dort nen Wechselrahmen, so daß ich 80er und 30er wechseln kann. Beide Platten sind korrekt gejumpert (Slave). Die 40er Systemplatte ist auf Master gejumpert. Master udn Slave hängen am selben Kabel am primären IDE Kanal und stehen im Gerätemanager mit aktivem DMA-Häckchen. Am anderen Kabel (sek. IDE Kanal) hängen seit eh und je 1 Brenner und 1 CD-ROM.

Das Problem: Die Bearbeitung von großen Dateien (mit einigen Programmen s.u.) auf den Slave-Platten (80er oder 30er) bremst das System nach einigen Sekunden aus.

Ich merke das die Maus plötzlich nicht mehr flitzt, sondern zäh an einem Kaugummi hängenbleibt. Der Lüfter des Netzteils dreht höher und gleichzeitige MP3-Berieselung (gelesen von der Master Platte!) kommt ins stocken. Passiert immer, wenn große Datenmengen bewegt werden.

Die selbe Aktion auf der 40GB Master Platte interessiert den Rechner nicht. Da flitzt alles 100% störungsfrei.

Mir fällt das gerade jetzt besonders auf, da ich auf der 80er viele MP3-Dateien reGAINen lasse. dabei gibts Datenzugriffe en masse

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Ich hatte bereits die neusten VIA-Chipsatz-Treiber eingespielt. Neues BIOS nicht - da ist noch das AWARD 3.6 (glaube ich) drin , aber die Lage hat sich etwas verändert.

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Obwohl... wenn ich z.B. mit Total-Commander etwas kopiere auf dieser Platte, dann tritt der Effekt nicht auf. Vielleicht ist es mir deshalb noch nie so offensichtlich aufgefallen.

Festgestellt habe ich den Effekt jetzt bei den Programmen MP3Gain und MP3DirectCut. Beides Programme, die große Datenmengen wegschreiben/lesen (MP3-Hörspiele, ca 50-60MB pro Datei). Auch aufgefallen ist mir das, wenn ich eine aufgezeichnete Videodatei (ohne Kompression, also richtig fett!) mit dem Mediaplayer abspiele. Auf den SLAVE-Platten wird das System ausgebremst/belastet, auf der Master-Platte gehts wie Butter.

Ich hatte mittlerweile meinen Virusscanner (AntiVir) und meinen CPU-Cooler (V-Cool) in Verdacht, aber trotz Ausschluß dieser beiden Programme tritt der Effekt auf.

Ich habe im BIOS noch so einige Werte ausprobiert, aber leider brachte nichts Erfolg. Habe nun alles wieder original eingestellt. So langsam bin ich mit meinem Latein am Ende :-((((

BTW: Weiß jemand was im AWARD BIOS die Einstellung PCI Master BUS TimeOut zu sagen hat? Geht von Disabled über 1 bis Wert 15 einzustellen. Leider ist diese Option nicht im Mainboard-Manual beschrieben. :-(

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Nach weiteren Tests kann ich mit Gewissheit folgendes sagen:

- Die beiden Platten am prim. IDE Bus und auch beide CD/DVD-Geräte am sek. IDE Bus arbeiten im DMA-Modus. Habe zeitweise mal auf non-DMA geswitched -> man merkt es definitiv, wenn die Platten nicht unter DMA laufen. DMA wird auch im Gerätemanager angezeigt.

- Jetzt wird es kurios: Das Kaugummi-Phänomen tritt nicht auf, wenn ich z.B. eine 50MB Test-Datei mittels Filemanager (Total-Commander) auf der Slave-Platte umkopiere. Auch nicht, wenn ich von woanders auf diese Platte kopiere... und auch nicht wenn ich von der Slave Platte woanders hinkopiere. (Selbes gilt für den Copy-Befehl innerhalb einer DOS-Box)

Es tritt auch nicht auf, wenn ich die 50MB Datei von der Slave Platte in einen Texteditor einlade (man hat der dicke Backen gemacht) und sie dann wieder unter anderem Namen abspeichere.

- Es tritt _nur_ auf, wenn ich diese Datei (oder eine beliebig andere) mit dem Programm MP3DirectCut auf die Slave Platte speichere oder wenn ich das Programm MP3Gain mit großen Datei auf der Slave Platte benutze. Oder wenn ich unkomprimiertes Video per Mediaplayer von der Slave Platte abspiele.

- Benutze ich die selben Dateien und Programme auf der Master Platte, dann tritt der Effekt nicht auf.

Als Slave habe ich wieder beide Platten ausprobiert. Die 80er und die 30er im Wechselrahmen. Den Wechselrahmen hatte ich auch in Verdacht, aber das obige Testprotokoll widerspricht dem irgendwie. Ob es an speziellen Routinen innerhalb der beiden (drei) Programme liegt? Ich weiß es nicht...

Ich habe mich mittlerweile damit abgefunden, daß diese Programme einfach den Kaugummi-Modus provozieren. Ich bin froh, das der Effekt nicht bei Benutzung des Dateimanagers auftritt. Das wäre sehr ärgerlich.

Hmmm, was mir noch auffällt ist, daß abgesehen vom Mediaplayer, die beiden MP3 Programme in ihrem Workflow gleichzeitig lesen und schreiben.

Der MP3DirectCut streamt 100%ig. Beim Speichern liest aus der originalen Datei und schreibt gleichzeitig in eine temporäre Datei, die er nach erfolgreichem schreiben umbenennt.

Bei MP3Gain bin ich mir nicht sicher, aber da muß etwas ähnliches passieren, da das Programm die Datei sozusagen "updaten" muß. Innerhalb des MP3-Streams werden dort einige Werte verändert. Nun weiß ich nicht wie der Programmierer das geregelt hat. Ob der die originale Datei für random Access öffnet oder ob er auch eine neue Datei wegschreibt und aus der Quelldatei streamt.

Wie gesagt, ich habe mich zwar damit abgefunden, aber erklären kann ich mir das Verhalten nicht. Vielleicht hat hier noch jemand eine zündende Idee. Würde mich ja feuen.

Gruß Markus

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Gismeth Rabulant „Eventuell könnte folgendes passieren: wenn du die besagten MP3 programme auf...“
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"Eventuell könnte folgendes passieren: wenn du die besagten MP3 programme auf deiner masterplatte installiert hast und der rechner also bei deren ausführung stark auf die masterplatte zugreifen muss..."

Hmm, eigentlich muß er das ja nicht. Die Programem liegen in der Tat auf der Masterplatte und werden beim Start von dort geladen. Das ganze dauert aber nur 1 Sekunde. Dann liegen die Programme ja im RAM und greifen nur noch auf die MP3-Daten der Slaveplatte zu.

Die Platten umgeklemmt habe ich noch nicht. Was aber interessant ist: Wenn ich die optischen LW im BIOS abklemme, also den kompletten sek. IDE Kanal, dann gibt es die Probleme nicht.

Hat vermutlich doch mit dem VIA Bug zu tun, den der Chipsatz meines Boards aufweist. Kann ja sein, daß das BIOS (AWARD 3.6a) als workaround den transfer drosselt, um Datenverlust durch den VIA-Bug zu vermeiden.
Aber eigentlich braucht es das dann ja nur auf dem sekundären IDE Kanal tun, nicht auf dem primären!? Und die Transferrate bleibt auch stabil, wenn ich mich recht entsinne. Hmmm...


Es ist und bleibt rätselhaft. Trotzdem Danke für Dein Statement bei diesem vertrackten Problem.

Markus

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