Spätestens wenn man arbeitslos wird, muss man die neue Rechtschreibung lernen. Denn für Jobs in der Verwaltung wird die Kenntnis der neuen Rechtschreibung verlangt. Und es ist Pflicht eines Arbeitslosen sich für alle erdenklichen Jobs topfit zu machen. Da könnte man noch wunderschöne Kürzungskataloge basteln, nach Deutsch-Diktat-Note. Kommst zum Arbeitsamt und musst erst mal ein Diktat schreiben. Ebenso kürzen, kürzen, kürzen bei Übergewicht oder Raucherlunge oder Migränegesicht. Die Drückeberger kriegen jetzt Druck bis sie lächeln, so ein bischen Bootcamp.
Der Regierung fehlt es halt an Phantasie. In unserem historischen Rathaus - die Stadt verrate ich nicht - gibt es auch noch ne echt innovativ bestückte mittelalterliche Folterkammer, die Denke wurde uns schon in der Grundschule eingeimpft (Rathausbesuch mit der Schulklasse). Nicht für die Schule, fürs Leben lern(t)en wir.
Nach neuer Rechtschreibung heißt es tatsächlich noch heftig, jedenfalls bei Bertelsmann. Kommt anscheinend nicht von Haft. Seit Harz IV habe ich aber auch merkwürdige Assoziationsketten und warum bringe ich das nur mit der Rechtschreibreform in Verbindung? Vielleicht war es ja nur so oder so ein Fehler? - Komisch, die neue Rechtschreibung wollte doch der Logik oder dem Wortklang Vorrang geben und von der Etymologie weg? - Hat wohl nicht geklappt.