hallo zusammen,
ich habe vor kurzen windows2000 neu installiert.
davor die ganze zeit und jetzt direkt nach der neuinstallation, taucht in der ereignisanzeige im systemprotokoll folgende meldung auf:
Bei einem Auslagerungsvorgang wurde ein Fehler festgestellt. Betroffen ist Gerät \\Device\\Harddisk0\\DR0.
ab und an ist auch der rechner verdächtig langsam, also er stockt quasi ab und an.
aber es sind keinerlei programme installiert. der rechner ist gerade frisch neu eingerichtet (inkl. dma treiber etc.)
auch kommt es häufig vor, dass ich windows normal herunterfahre und beim nächsten neustart von windows startet er checkdisk, was ja eigentlich auch nicht normal ist.
kann mir einer nen anhaltspunkt geben? ist da ein plattencrash vorherzusehen?
also festplatte verwende ich eine maxtor 80gb (modell: 6Y080P0).
danke im voraus
Datenträger - Festplatten, SSDs, Speichersticks und -Karten, CD/ 19.549 Themen, 109.613 Beiträge
Da muss man an alles mögliche denken, der unbeliebte ganzheitliche Rundschlag ist angesagt:
Ich würde die Platte mit Tool von Maxtor Low-Level-formatieren. Auch drauf achten,dass der MBR mit "erledigt" wird, sonst auch noch killmbr einsetzen (Heise-Download). Noch besser funzt mehrfaches Umformatieren. Du kannst die ersten 8 GB mit IBM wipe löschen oder mit einer älteren SuSE-Linux-CD mit Yast1 oder 2 mal auf ext2 formatieren. Geht auch mit den Notfalldisketten von PartitionMagic. Und dann halt die Partitionen löschen und den MBR auch. Danach die Platte neu einrichten, also Partitionieren, aktiv setzen, formatieren.
Manchmal ist natürlich die Festplatte defekt...die Testtools der Hersteller sind da aber sehr unzuverlässig...aber brauchbar, um an eine Grantieplatte zu kommen. Die Tools zeigen gerne mal intakte Festplatten als defekt an und sie finden auch nicht jeden Defekt. Wenn Du wieder ein System installiert hast, hat der SMART-Status eine gewisse Aussagekraft. Muss im Bios aktiviert werden und dann gibt es spezielle Software die die Festplatten-Fehlerdaten ausliest. Vom Festplattenhersteller oder so Programme wie AIDA machen das.
Fehler passieren durchaus häufig (!) sobald man mit dem Compi nicht nur "busyness as usal" macht, weshalb man eine zweite Festplatte haben sollte, die genau so wie die erste eingerichtet ist und auf die man die Partitionen spiegelt und dieses Backup häufig (!) erneuert. Die erste Partition ist am anfälligsten. Da gehören nur Windows und die Programme drauf. Man wählt für alle Programme als Speicherort die zweite Partition. Man sichert die Partitionstabelle mit Ped.exe extern auf Diskette. Fehlerursachen: Stromausfälle, Einbruch der Netzteilspannung, Abstürze, Kontakprobleme bei Wechselrahmen oder nicht völlig stromloser PC beim Festpllattentausch (oder abziehen der Kabel), RAM-Fehler, schlechte Y-Kabel (für Gehäuselüfter) in den Stromweg gelegt usw..
Auch das zuverlässige WinXP wird merklich zuverlässiger (und weniger anfällig für Festplattenfehler), wenn man Browser-Cache und Auslagerungsdatei auf eine Extra-Partition auf der zweiten Festplatte legt. Ich habe das immer so gemacht und mache es im Moment mal versuchsweise nicht...und habe schon die ersten Merkwürdigkeiten...der Mediaplayer verweigert dauernd mit Fehler den Dienst. Richtig ärgerlich ist aber die schnelle und gründliche Fragmentierung der C-Partition. Nach Defragmentierung läuft Windows natürlich zuverlässiger.
Die ersten 8 Gigabytes kann man mit Wipe von IBM Low-Level formatieren.
http://service.boulder.ibm.com/storage/hddtech/wipe.exe
Achtung, das Beispiel, dass Wipe auf dem Monitor anzeigt, bezieht sich auf Festplatte 1. Nach der Zählweise außerhalb der Mikrosoft-FDISK-Bezeichnungsweise ist das die 2-te Festplatte!! Wenn die erste Festplatte behandelt werden soll, ist "wipe 0" einzugeben.
Partitionstabellen der Festplatten sichern mit ped.exe, zu finden auf dieser Internetseite (Programmsammlung):
http://home.t-online.de/home/SigiBader/download.html
Das ped.exe-Programm spielt man am besten auf eine Win98 bzw. DOS-Startdiskette auf (soviel Platz ist da noch).
Achtung bei der Reparatur, erst fdisk /mbr (bzw. entsprechendes Tool für WinXP) durchführen, dann die Sicherung aufspielen.
Entgegen anderen früheren Infos speichert und überschreibt ped.exe auch die Partitionstabelle einer zweiten eingebauten Festplatte...habe ich leidvoll feststellen müssen. Ich vermute das DOS-Tool ist nicht für Festplatten über 127 GB geeignet.
Man kann statt ped.exe auch einen Screenshot von PTEdit ausdrucken. PTEdit im Programmverzeichnis von PartitionMagic zu finden. Die 32-Bit-Version unter Windows aufrufen, die DOS-Version auf eine Diskette spielen.
