Hallo,
so, jetzt wird`s ein wenig kompliziert. Nachdem ich vor kurzem hier einen Thread zum Thema Firewall eröffnet habe, wurde ich doch sehr aus meinen Sicherheitsträumen gerissen. Ich habe zwei Festplatten und möchte eine ausschliesslich für`s Homebanking benutzen, darum wollte ich aus dem Nickles PC-Report 2002 einen Tipp in die Tat umsetzten und ein wenig Zweckentfremden. Erst eine Festplatte anschliessen, Windows draufpacken, Platte wieder vom System trennen und die nächste auf diese Weise vorbereiten. Anschliessend beide wieder anschliessen und im Bios festlegen, von welcher Platte man starten möchte. Nur bei diesem Tipp ging es um eine Notfallplatte, ich jedoch möchte sie als Homebankingplatte verwenden.
O.k. soweit alles klar. Was mir jedoch nicht gefällt ist die Tatsache, dass unter "Arbeitsplatz" beide Platten aufgeführt werden und sich auch bearbeiten lassen. D.h. Ich möchte, wenn das überhaupt
funktioniert, dass immer nur die Platte angezeigt wird, von der ich gerade gebootet habe. Ich habe übrigens einen Windows 98 SE Rechner und die Platten als Master und Slave gejumpert.
Lassen wir mal Begriffe wie "ausgewachsene Paranoiasymtome" aussen vor und beschränken uns auf das wesentliche ;-) Ist es möglich zwei Platten völlig getrennt von einander zu betreiben, entweder die eine oder andere? Ich möchte schlicht und ergreifend die Möglichkeit, dass ein Trojaner meine Onlinebankingplatte ausspioniert, auf ein Minimum beschränken. Mit der "normalen" Platte gehe ich ins Internet, versende und empfange emails und nehme in Kauf, dass mich der eine oder andere Trojaner erwischt. Wenn er aber auch Zugriff auf die andere Platte hat, war die ganze Mühe vergebens. Könnt Ihr mir weiterhelfen?
Grüsse
warsteiner
Datenträger - Festplatten, SSDs, Speichersticks und -Karten, CD/ 19.549 Themen, 109.613 Beiträge
Soviel Paranioa muss sein, das ist kein Witz, sondern toternst.
Du kannst im Bios einstellen von welcher Platte gebootet wird. Aber die Partitionen der anderen Festplatte bleiben sichtbar!
Du kannst die Partitionen verstecken (verstecken lassen z.B. von PartitionMagic), aber das ist nicht sicher, weil es eine Betriebssystemfunktion ist. Andere Betriebssysteme kümmern sich nicht drum und lesen trotzdem NTFS oder FAT32 (usw.) Dateisysteme.
Sicher wäre ein Wechselrahmen mit zwei Einschüben. Ich benutze sogar zwei Wechselrahmeneinschübe (immer eine Backup-Festplatte mit dabei).
Für Wechselrahmen müssen aber andere Sicherheitsmaßnahmen bedacht werden, damit man nicht seine Partitionen verliert, was bei einem Kontaktproblem beim Einschieben leicht passiert. Man muss sich die Partitionstabelle extra auf einer Windows-Startdiskette sichern. Z.B. mit dem Programm ped.exe. Und der Plattentausch muss bei absolut stromlosen PC erfolgen, also Netzstecker ziehen und nochmal den Startknopf betätigen.
Auch die Wärmeentwicklung in Wechselrahmen kann ein Problem sein. Eine 7200 U/min Festplatte wird im Wechselrahmen ca. 15°C wärmer als das PC-Innere. Festplattenlüfter sind Nervteile. Man muss also für gute Durchlüftung des PC sorgen und die Innentemperatur auch bei heißem Wetter unter 35°C halten.
Es kann ganz günstig sein beide Festplatten als Master anzuschließen; allerdings verlangt z.B. ein Firmware-Update für einen DVD-Brenner, dass dieser als Secondary-Master angeschlossen wird. Windows startet immer nur von Masterplatten...ich glaube das gilt noch...und wenn nicht würde ich trotzdem davon ausgehen, denn man weiß nie welchen Ärger irgendwelche Tools machen, wenn sie keine Standartinstallation vorfinden.
Banking-Software:
Deine Daten müssen wahrscheinlich absolut sicher bleiben. Also würde ich keine Festplatten größer als 120 GB verwenden.
Noch was, schließe Deine Festplatten jede an ein eigenes Molex Kabel an. Netzteile haben ja zwei solche Kabel mit jeweils zwei Steckern. Schlecht wäre es beide Festplatten ans gleiche Kabel anzuschließen und womöglich noch die Y-Kabel für Gehäuselüfter zwischenzustecken. Die Übergangswiderstände in den Steckern und die Kabelwiderstände spielen schon beim Anlaufen der Festplatte ein Rolle...hätte ich auch kaum für möglich gehalten, bis ich das bei einem Problem durchprobiert habe.
