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Haben Gigabyte-Motherboards ein Selbstzerstörungs-Mechanismus ??

johnny_siano / 6 Antworten / Flachansicht Nickles

Hi,


habe vor weniger Zeit einen Motherboard von Gigabyte gehabt (GA-6BXE rev 1.9b). Nachdem ich eine Radeon 9600tx eingesetzt habe, verabschiedete sich das Board mit einen stinkenden Duft...


Hab danach einen MSI 6119 probiert (der ist eigentlichnoch älter als der GA-6BXE), und alles hat funktioniert! Wenige Tage später habe ich einen Gigabyte GA-6BXE2000+ rev1.2 reingemacht, und ratet mal: Wieder ein Board ins Jenseits befördert!!!


Noch ne kleine Anmerkung: Den zusätzlichen Stromanchluss auf der Grafikkarte habe ich angeschlossen. Und das war nicht entscheidend. Denn ohne den Anschluss ist das erste Board auch zerstört worden.


Kann es sein dass Gigabyte-Boards einen Konstruktionsfehler besitzen???


 

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Ger@ld businski27 „Hallo, Selbstzerstörungs-Mechanismus ist ein wenig übertrieben oder @ Ger@ld...“
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Hallo,

wenn auf dem Board die Elkos und ein Spannungsregler in Folge eines defekten Netzteiles hochgehen, dann steht zu befürchten, das das Netzteil eine zu hohe Spannung geliefert hat, deshalb sind ja reihenweise die Bauelemente der Spannungsstabilisierung ausgefallen. Und wenn sich diesem Trend auch gleich noch der Chipsatz angeschlossen hat, dann ist Ende Gelände! Ist der Prozzi, die Erweiterungskarten und das RAM (in einem anderen PC testen) in Ordnung? Normalerweise schützen sich die Spannungsregler sehr gut selber gegen Kurzschluß und Überhitzung. Nur gegen Überspannung sind sie wehrlos!
Hast Du schon mal bei Ebay nach dem Board geschaut? Der Bezeichnung nach ist es von Medion. Dürfte für einen Zehner zu haben sein. Nun rechne mal mit: 8-10 Elkos bestenfalls 0,45 Euro pro Stück - eher 1,10 - wenn Du keinen günstigen Anbiete hast. Dazu noch die 2 MOSFET und das alles mit ungewissem Ausgang! Ich gehe da immer nach der Devise aus 2 mach' 1 ; die recycelten Teile teste ich dann noch mal, nur so ist das Ganze auch ökonomisch! die Power-FET sind nicht so kritisch, fast alle Hersteller verbauen was Ähnliches. Man bekommt dafür ein Auge ;-)
Was auch gut ist, suche den Spannungsregler Chip (der die Power-FET ansteuert). Dann googelst Du nach dessen Aufdruck +Datasheet oder +Schematic - damit bekommst Du das PDF Datenblatt des Herstellers, bzw. dessen Schaltungsverschlag.
Dein FET brachte beim ersten googeln das hier:
http://web2.cetsemi.com/PDF/TO-220-263-N/P703AL-D.pdf
Ich hatte mit der Treffsicherheit der Heißluftdüse noch keine Probleme. An einem alten Board üben ;-)))
Alternativ kannst Du auch Watte oder Zellstoff oder was Vergleichbares naß machen und die Nachbarteile damit abdecken. Wassertropfen bekommst Du ebenfalls mit dem Föhn weg - dazu dann einen Gang runter schalten :-)

Gruß Gerald

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