hi!
also mein gentoo-system ist jetzt soweit am rennen.
nun wollte ich mich daran machen, einen x-server aufzusetzen. persönlich lieber wäre mir der xorg-server.
versucht habe ich:
emerge xorg-x11
fehlermeldung:
all ebuilds that could satisfy "xorg-x11" have been masked.
possible candidates are:
-x11-base/xorg-x11-6.7.0 (masked by: ~keyword)
Error calculating dependencies. Please correct
ich glaube mich zu erinnern, dass dies bedeuted, dass das programm noch unstable ist. kann das sein? oder hängt der fehler mit etwas anderem zusammen?
nach dem die installation von xorg fehlgeschlagen ist, wollte ich doch noch mal den alten xfree nehmen
emerge xfree
jetzt fängt er an zu rödeln und bricht nach einiger Zeit mit einem Fehlercode ab (in etwa:)
Code: *ein haufen Hexadezimale Zahlen, immer verschieden*
make[4]: ***[6x9-KIO8-R.bdf] Segmentation fail
Error: x11-base/xfree-4.3.0-r5 failed
Function src-compile, Line 603 Exitcode 2
(no error message)
naja, erlich gesagt bin ich ratlos, an was das scheitert. habt ihr eine idee? andere programme (z.b. lynx konnte ich erfolgreich emergen)
und noch eine frage hätte ich:
momentan habe ich die vanilla-sources 2.4.24 installiert.
ich würde gerne einen neueren (2.6.6) kernel installieren, kann man das mit emerge machen? trotz emerge rsync sind keinen neueren vanilla-sources im portage-tree, obwohl es ja heißt, die vanilla-sources entsprechen kernel.org.
wie kann ich ein update also realisieren?
puh, das wars :-)
ich hoffe euch fällt ein bisschen was ein ;-)
viele grüße und noch ein schönen WE
higgl
Linux 14.981 Themen, 106.324 Beiträge
xorg:
ACCEPT_KEYWORDS="~x86" emerge xorg-x11 -pv
dann klappt's auch. masked by keyword bedeutet, dass die software noch im unstable-zweig von gentoo drin ist.
xfree:
versuch mal ein älteres ebuild (-r4 oder -r3)
kernel:
ein
emerge search sources
listet so ziemlich alle verfügbaren kernelsources auf (also einen ganzen haufen). jetzt kannst du die wählen, welche du am besten magst. ich würde die gentoo-dev-sources empfehlen. die liegen zwar erst in version 2.6.5 vor, enthalten aber ein paar praktische patches (z.b. bootsplash), sind sehr stabil und problemlos.
emerge gentoo-dev-sources -pv
zeigt die abängigkeiten an (u.a. module-init-tools).
die module-init-tools von gentoo sind übrigens auch in der lage, die module eines 2.4er kernels zu laden. bei anderen distros (z.b. debian woody mit module-init-tools von backports.org) ist das nicht immer möglich.
emerge allgemein:
mit
emerge search stichwort
kann man nach paketen suchen. achtung, es wird nur nach paketnamen gesucht. den paketbaum kann man mit einen dateimanager (z.b. mc) sehr gut auch von hand durchsuchen. es liegt alles irgendwo in /usr/portage.
ich verwende immer erst die beiden parameter -p und -v. -p steht für pretend und listet erst alle zu installierenden pakete samt abhängigkeiten auf. -v steht für verbose und zeigt alle vom gewählten paket unterstützten use-flags an.
will man direkt gentoo unstable installieren, kann man in der make.conf die variablendeklaration ACCEPT_KEYWORDS="x86" in ACCEPT_KEYWORDS="~x86" ändern. das ist jedoch nicht wirklich zu empfehlen ;-)
es ist besser, ein stabiles grundsystem zu installieren und punktuell einzelne unstable-pakete einzuspielen.
es hat sich als praktisch erwiesen, ein skript oder alias für unstable-pakete anzulegen. ich habe in meiner /etc/profiles eingetragen:
alias emergeunstable='ACCEPT_KEYWORDS="~x86" emerge'
