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Große & kleine HDD an RAID?

PegaPX / 9 Antworten / Flachansicht Nickles

Moin!


Folgende Frage: Ich habe z.Zt. 2 HDD´s im Rechner, eine 160 GB am Board selbst, eine 80GB an einer RAID-Karte. Nun will ich noch eine kleine Platte (1,6 GB) einbauen, soll nur für Tools sein. Kann ich die einfach an den 2. IDE der RAID anklemmen? Ich meine mal etwas gelesen zu haben das die kleinste Platte die Größe der RAID-Platten bestimmt. (Hoffe das stimmt nicht.) Die anderen IDE´s vom Board sind durch Laufwerke besetzt.


Angaben zum Sys sind wohl nicht nötig, aber ist WinXP Sp1, 768 DDR.


Kennt sich jemand da genauer aus?


M.f.G.


Pega

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Tilo Nachdenklich PegaPX „Große & kleine HDD an RAID?“
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Die Sache ist nicht einfach, die Sache ist kompliziert, weil
1) ein RAID-Controler mit von der Partie ist
2) weil eine Festplatte über 127 GB verwendet wird, anscheinend an einem älteren Mainboard (verrat mal das Alter).
3) Weil schon Daten da sind, die nicht verloren gehen dürfen und anscheinend kein vollständiges Backup existiert.
So gesehen kann es eigentlich nur schiefgehen...na wir hoffen Du bist vorsichtig und stellst Dich auf eine schwierige Operation ein.

Wenn Du an Deinen Daten hängst, dann formatierst Du die 160 GB Festplatte (im Dual-System sind das 149 GB) erst mal höchstens auf 127 GB (Dualsystem, Betriebssystem zeigt im Dualsystem an). Schade um die 22 GB...aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

Ich kenne mich nicht mit RAID-Controlern aus, aber soweit ich gehört habe, kann man auch die Festplatte einfach so ohne RAID an einen RAID-Controler anschließen. Wenn das geht, würde ich die große Platte da anschließen, weil der RAID-Controler vermutlich moderner als Dein Mainboard ist. Dann kann er vielleicht auch 48-Bit-Adressierung für große Festplatten (musst Du sauber recherchieren) und Du kannst es später mal wagen Deine Festplatte voll zu formatieren. Im Moment würde ich es nicht machen, WinXP hat noch zuviele Bugs und es sind noch DOS-Treiber im Umlauf, die es auch nicht können (z.B. ältere Versionen von PartitionMagic und vieles mehr). Dann würde immer der Festplatteninhalt zerstört sobald Daten jenseits von 127 GB geschrieben werden. Diese 127 GB-Geschichte hängt auch davon ab, wie alt Dein Mainboard ist und ob der Hersteller vielleicht ein Bios-Update für 48-Bit-Adressierung bereitgestellt hat.

Die 80 GB-Platte würde ich als Master an den ersten IDE-Controler anschließen...wenn das geht oder eben als Master an den zweiten IDE-Controler. Solange Du unter 127 GB bleibst, ist es auch möglich den RAID-Controler außen vor zu lassen und die Platten als Master-Slave am ersten IDE-Controler anzuschließen oder als Master jeweils an einem IDE-Controler.

Dann gibt es noch eine Tücke:
Ich würde aber erst mal sicherheitshalber im Bios den UDMA-Modus für die Platten zurücknehmen (vielleicht UDMA3) und drauf achten, dass die Festplattenkabel nicht geknickt werden. So manches Installationsproblem lässt sich auf in der Praxis verminderte Übertragungsraten zurückführen (obwohl, es betrifft eher neuere Mainboards). Wenn das Mainboard Busmastering unterstützt (mehr Tempo unter DOS), dann gibt es etwa bei geknickten IDE-Kabeln schon Probleme unter DOS, weil DOS keine Fehlerkorrektur kennt. WinXP dagegen schaltet von sich aus den UDMA-Modus zurück, wenn wiederholt Fehler auftreten und WinXP greift nicht direkt auf die Hardware zu, die Festplatte wird nicht fehlerhaft beschrieben. Das Bios an meinem Mainboard hat keine Fehlermeldung gemacht (PC startet nicht oder erkennt die Festplatte nicht), bzw. eine irreführende: Übertaktungsfehler.

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