Hallo hier,
leider werden mir die Festtage (doch nicht nur diese) durch Abstürze noch und nöcher vermiest. Doch kurz zur Entstehung:
August diesen Jahres verrauchte mir meine P III-CPU nach Lüfterdefekt. Da keine CPU mehr für dieses Mainboard greifbar, schlug mir mein Händler einen Mainboardtausch mit aktueller CPU und dazugehörigem Speicher vor. Verbaut wurden folgende Teile:
MB Shuttle AK39N (VIA KT400 und VT8235)
Prozessor AMD Athlon XP 2400+
RAM: Kingston DDR 256 MB 2.5V
Lief mein System (ATX-Bigtower, Netzteil HEC-300LR-PT 300W, Grafkik: Matrox Millennium G450 DualHead PCI, Sound: Terratec Sixpack 5.1+ sowie ISDN-Karte AVM Fritz!Card PCI, HDD: Western Digital 80 GB, Brenner Yamaha CRW-F1E, DVD-Laufwerk NEC DV5800-A; mittels Bootmanager drei primäre Partitionen, jeweils mit Win 98SE) bis zum Tausch der neuen Hardware einwandfrei, gab es danach verstärkt Abstürze und zwar egal mit welcher primären Partition ich gerade arbeitete. Mein Verdacht also: muß mit der neuen Hardware zusammenhängen.
Zuerst RAM-Defekt vermutet und zwei Speichertestprogramme eingesetzt: einmal MemTest-86v.3 und noch von CT ctram-v.51 . MemTest meldete mir bei verschiedenen Durchläufen RAM-Fehler (teilweise über 2000), ctram jedoch keinen einzigen!? Wem jetzt trauen??? RAM-Riegel erst in zweiten Steckplatz verfrachtet, später in dritten. Ergebnis: negativ, die Abstürze gingen weiter.
Wat nu? Schlecht eingestelltes BIOS? Also das BIOS Kompendium von Hans-Peter Schulz installiert, sämtliche Seiten ausgedruckt und alle BIOS-Einträge anhand des Nachschlagewerkes durchgeackert und optimiert. Ergebnis: zuerst positiv, lief deutlich stabiler, doch nach ca. einer Woche wieder der gleiche Mist - Blue Screen über Blue Screen, unvermittelter Neustart usw.
Oder doch Mainboard-Chipsatz? Aktuelle VIA-Treiber runtergeladen und installiert. Ergebnis: negativ.
Nun PCI-Steckplätze in\'s Visier genommen und optimiert [ganz vorbildlich laut Nickles Report :) ] Ergebnis: lief für 2 Tage stabil, danach wie gehabt Abstürze.
Ganz zum Schluß - dem Wahnsinn nahe - die Platte sauber leergeräumt und OS neu aufgespielt, wieder drei primäre Partitionen. Ergebnis: lief zunächst - oh Wunder - schön sauber, bis - na, Ihr könnt\'s Euch denken....... blue is beautiful ;-)
An der eingesetzten Software dürfte es nicht liegen, sicher irgendein Hardware-Problem. Bloß welches? Mir fällt nix mehr ein....... Würde ungern alles neu kaufen, sicher ist noch was zu retten. Hoffe auf Eure Experten-Tipps. So long.......
Andi
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Hallo zusammen,
erstmal allen ein gutes, neues Jahr 2004. Hat bei mir zumindest was den PC-Bereich betrifft, schon einmal gut angefangen. Doch ich will der Reihe nach berichten:
Hatte also erstmal wie erwähnt das rechte Seitenteil des PC-Gehäuses entfernt, um zu sehen, ob so die System- und CPU-Temperaturen runtergehen würden. War aber laut Motherboard-Monitor so wie vorher bei geschlossenem Gehäuse. Die Temperaturen lagen bei normaler PC-Nutzung um die 48°-49° Celsius - die Temp-Anzeigen waren sowohl im BIOS als auch im Motherboard-Tool unter Windows gleich. Soweit alles in Butter.
Bei einem erneuten Besuch der Shuttle-Homepage fand ich dann einen aktuelleren VIA-4-in-1 Chipsatztreiber (Version 4.51) als den, den ich bei meinen Versuchen die Wochen und Monate zuvor benutzt hatte. Also den runtergeladen und installiert. Ausserdem noch den aktuellsten Soundkartentreiber für die Terratec Sixpack 5.1 downgeloadet und installiert. Das System lief danach wie sonst auch - nur ob es erneut abstürzen würde oder eine längere PC-Sitzung mitmachte, wusste ich noch nicht.
Wenn schon beim Updaten - dann gleich noch einen aktuellen Grafikkartentreiber runtergesaugt. Gedacht - getan...... Das Update meiner Matrox Millennium G450 DualHead PCI-Grafikkarte funktionierte jedoch NICHT mit dem aktuellsten Treiber (weder die "normalen" noch die WHQLs, also die von Microsoft zertifizierten). Nach Installation und Neustart des Rechners wurde der Desktop unvollständig geladen, von der Taskleiste war nur die Umrandung zu sehen, die Icons gar nicht - das System blieb beim Hochfahren einfach hängen. Also wieder Neustart, in den abgesicherten Modus und den Grafikkartentreiber wieder entfernt. Auf der Matrox-Homepage fand ich in den englischsprachigen FAQ dann den Hinweis, dass es mit der G450 PCI Probleme auf Mainboards geben kann, die keine Intel-Chipsätze beherrbergen
http://forum.matrox.com/mga/viewtopic.php?t=4321&sid=8eb980877f889c1115fc6fe69d75d563
http://forum.matrox.com/mga/viewtopic.php?t=4323&sid=8eb980877f889c1115fc6fe69d75d563
Dabei hatte mein Fachhändler mir gerade dieses Board empfohlen. Na ja, alles kann auch ein Experte nicht wissen, trotzdem ärgerlich, zumal er wahrscheinlich das System nach Einbau der neuen Hardware gar nicht getestet hatte, denn der CPU-Takt war nicht korrekt eingestellt und Windows zeigte mir anstatt einer 2400er CPU eine 1800er an. Musste ich erst selbst erledigen durch Abziehen eines Jumpers auf dem Mainboard. Doch zurück zur Graka: die G450 funktioniert leider nur mit den Standardtreibern der Matrox-Installations-CD. Laut Matrox müsste es mit aktuellen Treibern funktionieren, wenn nach einer Neuinstallation des Betriebssystems ZUERST die Chipsatz-Treiber aktualisiert werden und DANACH dann erst die Grafikartentreiber installiert werden. Hab' jetzt aber vorerst keinen Bock, nochmal ganz von vorne anzufangen, da es auch mit dem alten Graka-Treiber funktioniert.
Nach einer Woche Testläufen war klar: die anderen Updates hatten es wohl gebracht. Kein Absturz mehr bei längerer Laufzeit, alle Programme laufen stabil wie vor dem Mainboardtausch. Selbst nach Wiedereinsetzen der Gehäuseseitenwand hielt sich die Temperatur im Bigtower in Grenzen, Höchstwert war laut Motherboard-Monitor einmal 53° C. Ansonsten alles Supiiii :)
Andi
