Weitgehend unbemerkt ist in den letzten Monaen der Euro gegenüber dem Dollar mächtig gestiegen, mittlerweile sogar auf die Rekordmarke von 1,25 Dollar/Euro. Auch wenn das zuerst positiv klingen mag ist dies äußerst bedenklich und wohl alles andere als ungewollt von amerikanischer Seite.
Die USA betreiben einen exzessiven Protektionismus ihrer Wirtschaft, sowohl mittels Subventionen, als auch Steuerbefreiungen und Einfurhzöllen, erst kürzlich verurteilte die WTO die amerikanischen Einfurhzölle der USA und drohte mit Sanktionen, würden diese nicht gestrichen.
Viel eleganter als Einfuhrzölle und vor Allem viel unangreifbarer ist jedoch eine Abwertung der eigenen Währung gegenüber der Währung von Exportländern, um ungewünschte Importe zu behindern und nach genau dieser Strategie scheint die Regierung der USA zu arbeiten.
Der Dollar wird hauptsächlich durch ständig geschürter Terrorangst und einem extrem hohen Staatsdefizit andauernd unter Druck gehalten, ganz nebenbei lässt sich mit der latent andauernden Terrorangst auch jeglicher Eingriff in Bürgerrechte fast widerstandslos durchdrücken, aber das ist ein anderes Thema.
Rein wirtschaftlich begünstigt der schwache Dollar jedenfalls die amerikanischen Firmen ungemein, so verbilligen sich amerikanische Exportprodukte innerhalb Europas, während Europäische Exportprodukte sich in USA entweder massiv verteuern, oder defizitär Subventioniert werden müssen. Europäische Investitionen in USA werden wesentlich attraktiver, während Firmenübernahmen problemlos über amerikanische Antitrust-Gesetze und Gesetze gegen die Übernahme amerikansicher Firmen durch ausländische Unternehmen.
Auch weltweit, und vor allem im Nahen Osten, behindert en schwacher Dollar europäische Unternehmen, gerade beim ohnehin ungleichen Kampf um Aufträge für den Wiederaufbau des Irak werden europäische Firmen kaum mit amerikanischen Unternehmen konkurrieren können und dem Reibach der USA ähnlich dem nach dem 2. Weltkrieg steht somit kaum etwas im Wege.
Wenn diese Entwicklung so weitergeht wird der aufkeimende Aufschwung in Europa, der ohnehin durch den 51. Insel-Staat der USA mit allen Mitteln behindert wird, vollends erstickt.
Betrachtet man noch weitere Entwicklungen wie z.B. das massive Lobbying der USA innerhalb Europas zugunsten einer strengeren Patent- und Urheberechtsgesetzgebung, welche vor Allem amerikanische Unternehmen mit ihrem riesigen Patentpool begünstigt, so sollte Europa endlich einmal aufwachen und sich entscheiden zwischen eigener Identität, oder feindlicher Übernahme durch die amerikanische Wirtschaft und Administration und sich schon einmal neben Südamerika einordnen.
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Und das Probleme ist die Hegemonialstellung der USA (Militär, Einfluss auf polit. und wirtl. Seite). Als heute Morgen mein Chef in die Filiale kam, hatte er schon wieder einen Blick drauf, der die beiden Azubis erblassen ließ. "Wenn der Scheiß Euro bei 1,30 angekommen ist, kündige ich!" Tja, Cheffe kann sichs leisten, der hat ausgesorgt, aber unsereins? Ich bräuchte mal neue Fenster und 2 Heizkörper, dazu neue Reifen und eine Reparatur der ZV ist auch nötig.
Doch zurück zum Thema: die USA sind das wohl einzige Land, was sich autark eine gewisse Zeit über Wasser halten könnte. Die horten ihr eigenes Öl und schießen auf alles, was nach Konkurrenz riecht (altes Thema). Allein die EU wäre im Stande, einen starken Gegenpol zu bilden, dumm nur, dass dies nicht alle wissen, aber jeder davon profitieren will. Wenn im Mai die neuen Länder beitreten, wird der Euro sicherlich, hoffentlich, eine Delle bekommen, aber bis dahin sehe ich Greepan. Wo wir beim thema Zinsen wären: Alen Job möchte ich auch gern haben. Wenns nicht läuft, senke ich die ganzen Leitzinsen und versuche so den Konsum anzuregen, das die ganzen Reserven verheizt werden, ist erstmal nicht wichtig ... "only NOW counts, who cares about the future?"
Was bleibt? Das Hoffen auf eine schnelle Liberalisierung des chin. Marktes, ein einiges Europa, ein starkes Europa, ein Europa ohne Tony, Silvio und José María, keine Anal-Touren von Merkel und Co.
