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schnelleres Windows 98 SE ???

(Anonym) / 8 Antworten / Flachansicht Nickles

hi Leute,

ich möchte mein neu installiertes Win 98 Se etwas aupeppen und schneller machen. Ich hoffe ihr könnt mir dazu jede Menge Tips geben.
Ein Problem ist sicher der SCSI Controller mit den 3 Laufwerken dran. Der meldet sich nämlich jedes mal nach den Bootvorgang noch mal nach der Netzwerkanmeldung. Ein weiteres Prob ist, dass wenn ich herunterfahre oder neu starte sich jedes mal erst noch das Floppy meldet, was mir kostbare Zeit weg nimmt. Jemand ne Idee wie ich dieses Problem los bekomme ???

Danke für eure Hilfe !!!

Anonym Nachtrag zu: „http://www.pcwelt.de/archiv/listausgabe.php?Jahr 2000 Monat 4 Koscht abr a...“
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sooo - Moggäään!

RAMDISK II

Beispiel bei Windows komplett im RAM: alle Dateien eines Ordners nach einem bestimmten Text durchsuchen dauert 11 Sekunden, Windows auf Festplatte: 53 Sekunden. Normale Datenzugriffe 100 bis 200 % schneller, Surfen schneller, da IE-DLLs und und temporäre Dateien im RAM

Voraussetzungen:
a) 300-400 MB RAM aufwärts,
b) XMSDSK (siehe oben) oder vergleichbare Software,
c) 4DOS (www.jpsoft.com, 21-Tage-Test) oder ein anderer Kommandozeilen-Packer.

Problemlösungen:

1.) Pfadangaben in der Registry umdefinieren: Registry auf Festplatte exportieren und mit einem Editor jedes c:\\windows durch v:\\windows ersetzen.
2. Lange Dateinamen (Long File Names, LFN): Kernkomponenten des DOS-basierten Windows 9x folgen noch dem 8+3-Schema. Daher werden zunächst nur diese kopiert und dieses noch reduzierte Windows mit win gestartet. Noch beim Systemstart folgen über die WINSTART.BAT (unterstützt bereits LFN) alle restlichen Systemdateien.

Pro und Contra:

Sollen auch noch Anwendungen geladen werden, ist das Ganze erst ab ca. 400 MB praktikabel (ansonsten: Win98 abspecken oder Windows95 nehmen *g*). Startvorgang dauert extrem lang (ca. 5 Minuten), daher für Dauerbetrieb eher geeignet - oder Besitzer von Espressomaschinen ;-). Nahezu Wartungsfreiheit, da ein Neustart den gespeicherten Zustand wieder herstellt, nachträgliche Änderungen mittels Batchdatei in das Windows-Image auf Platte bequem möglich (s.o.)

Das folgende Verfahren bietet keine Auswahl zwischen RAM-Windows und Festplatten-Windows an, dazu muss eine zusätzliche Windows-Kopie angelegt werden! Hier NICHT beschrieben - Erst die Anleitung komplett lesen und verstehen, dann machen! Alles ohne Gewähr usw. und auf eigene Gefahr!



Und so geht's:

1. Attribute von MSDOS.SYS entfernen, dann unter [Options] folgendes einfügen/verändern:

BootMenu=1
BootMenuDefault=5

Damit bootet der PC mit der Standardeinstellung "Nur Eingabeaufforderung"

2. Um das Swappen auf einer Ramdisk zu vermeiden (führt zum Kompatibilitätsmodus), muss die Auslagerungsdatei in ein Verzeichnis außerhalb von Windows verlegt werden. Dazu die SYSTEM.INI in der Sektion [386Enh] ändern/erweitern:

PagingDrive=C:
PagingFile=C:\\Win386.SWP

3. Windows möglichst abspecken (Systemsteuerung - Software - Windows Setup), so dass es locker in die Ramdisk passt; bei Ramdisk-Größe zusätzliche 40 bis 50 MB für Temporäre Internetdateien berücksichtigen!

4. Registry exportieren in eine Textdatei mit Endung .REG, mit Editor öffnen und jedes c :\\\\windows (doppelter Backslash!) durch v:\\\\windows erstzen! Lautet der Verzeichnisname anders, z.B. \\Win98, analog verfahren. Ersetzen OHNE Rücksicht auf Groß-/Kleinschreibung, also auch jedes C:\\\\Windows! Speichern als "Nur Text"!

5. Als Sicherheit SYSTEM.DAT und USER.DAT z.B. ins Hauptverzeichnis C:
kopieren. Durch Zurückkopieren ins Windows-Verzeichnis mittels Eingabeaufforderung beim PC-Start lässt sich das Festplatten-Windows wieder starten

6. AUTOEXEC.BAT um folgende Zeilen ergänzen (Beispiel 300 MB Ramdisk, XMSDSK und 4DOS müssen vorhanden sein - Pfade entsprechend anpassen!!!):

choice /cjn/tn,10 Windows On RAM ?
if errorlevel 2 goto OVER

c:\\tools\\xmsdsk\\xmsdsk.exe /t /y 300000 v:
md v:\\windows
copy %winbootdir%\\win.com v:\\windows
copy %winbootdir%\\system.ini v:\\windows
xcopy %winbootdir%\\system\\*.* v:\\windows\\system\\
xcopy %winbootdir%\\system\\vmm32\\*.* v:\\windows\\system\\vmm32\\
xcopy %winbootdir%\\system\\iosubsys\\*.* v:\\windows\\system\\iosubsys\\
if exist %winbootdir%\\win386.swp del %winbootdir%\\win386.swp
path=v:\\windows;v:\\windows\\command;c:\\tools\\batch;c:\\tools\\4dos
echo 4dos.com /c copy /s /u /k /h %winbootdir%\\*.* v:\\windows\\ >v:\\windows\\winstart.bat
echo del v:\\windows\\system\\*~1.* >>v:\\windows\\winstart.bat
set winbootdir=v:\\windows
%winbootdir%\\win

:OVER


7. PC neu starten, am DOS-Prompt smartdrv eingeben, dann regedit /c +vollständiger Pfad und Name der .REG-Datei von Punkt 4.+ Dadurch wird eine neue Registry mit den geänderten Pfaden erstellt. Ab jetzt funktioniert das normale Windows erst wieder, wenn man SYSTEM.DAT und USER.DAT zurückkopiert!

8. PC neu starten, bei Eingabe von j beginnt das Kopieren (erst unter DOS, dann über WINSTART.BAT) und der Windows-Start. Programme, die ebenfalls in die Ramdisk sollen, in ein Verzeichnis direkt unterhalb des Windows-Verzeichnisses installieren (siehe RAMDISK, Teil I)

9. Nachträgliche Änderungen an der Konfiguration können mit

xcopy32 /k /r /e /i /s /c /h v:\\windows\\*.* c:\\windows

auf Festplatte gespeichert werden. Oder gleich als REFRESH-Batchdatei anlegen (s.o.). Will Windows neu starten (Systemänderungen, Hardware etc.), mit Nein abbrechen, REFRESH aufrufen bzw. obigen Befehl eingeben und dann erst neu starten. Sonst lädt Windoes das Festplatten-Image OHNE die gerade durchgeführten Änderungen. Diese sind natürlich auch wieder zurückgesetzt, wenn die Original-Registry eingespielt wird! siehe nächsten Punkt:

10. Win On RAM beendet man durch Eingabe von n und das Zurückkopieren der Original-Registry in das Windows-Verzeichnis, vorher aber die Attribute entfernen:

attrib -s -r -h %winbootdir%\\*.dat

11. Der Kopiervorgang unter DOS geht mit SMARTDRV.EXE schneller, aber erzwingt den Kompatibilitätsmodus.


Ich bin auf Erfahrungsbericht gespannt!

vino