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bootprobleme Win98SE

michael43 / 2 Antworten / Flachansicht Nickles

Win 98se bootet nur manchmal bis zur Windowsoberfläche. Meistens hängt er sich unregelmäßig auf (meist 2 Bootversuche möglich). Seit neustem fährt nur noch selten hoch? Was bedeutet es we,, Partitionen im Ms-Doskompatibiltätsmodus laufen? Wie kann ich das abstellen? vielen Dank!

(Anonym) michael43 „bootprobleme Win98SE“
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Hi!
Habe das im Netz gefunden - beschreibt zwar Win95, ist aber bei Win98, zumindest teilweise, auch brauchbar. Achte besonders auf die Hinweise einer eventuell vorhandenen Datei IOS.Log (ganz unten im Text)
Viel Glück!!!




Das kann verschiedene Ursachen haben. Dieser Modus ist definitiv langsamer als der 32 Bit Modus.



Laufwerk mit Stacker
Laufwerk-Controller braucht einen Treiber, der bei Windows 95 nicht vorliegt. -> Hersteller des Controllers fragen

Der Controller verwendet einen DOS-Treiber, der INT13 blockiert, so dass Windows 95 nicht die Kontrolle bekommt

Diskmanager Version
CD-ROM-Interface wird von Windows 95 nicht unterstützt und es muss der Realmodetreiber verwendet werden oder dieser ist noch installiert.

Bootsektorvirus



Windows benutzt im Gegensatz zu seinen Vorgängern ein nach Ebenen unterteiltes Filesystem, das sogenannte "Layered Filesystem", das aus 31 Ebenen besteht. Dieses System wird vom Input/Output-Supervisor IOS.VXD eingerichtet und kontrolliert. Alle I/O-Anforderungen werden von diesem Treiber verwaltet. Und genau dieser Treiber ist jetzt größtenteils für den Kompatiblen-Modus verantwortlich. IOS.VXD schaltet jedesmal in diesen Modus, wenn irgendwo vor dem Windows-Start Treiber oder TSRs geladen wurden, die "unbekannt" sind. Das bedeutet aber nicht, dass Windows mit diesen Treibern nicht funktioniert; sie sind eben nur nicht bekannt.



Das läßt sich manuell ändern



Im Windows-Verzeichnis befindet sich die Datei "IOS.INI". Diese Datei ist im ASCII-Format und enthält eine Liste der Treiber bzw. TSRs, die Win95 bereits kennt. Diese Liste kann man jedoch beliebig erweitern. In der Regel genügt es, den Treiber bzw. TSR einfach einzutragen, falls es doch nicht ausreichen sollte, können dort auch andere Einträge vorgenommen werden :



Aufbau der IOS.INI



Sektion [SafeList]



Hier werden alle Real-Mode-Programme eingetragen, die Win95 "kennen" soll. Diese Treiber werden dann in Ebene 29 u. 30 des Filesystems (RMM) angesiedelt und Win95 bzw. IOS.VXD kann diese verwalten.



Syntax: Dateiname,[Einschränkung][; Bemerkung]





Dateiname
Name des Realmode-Treibers bzw. TSR ohne Pfadangabe

Bemerkung
Alles nach dem ";" wird ignoriert und dient nur der besseren Lesbarkeit der IOS.INI.

Einschränkung
Hier kann man dem System mitteilen, wie es den RM-Treiber verwalten soll
do_not_care: Gibt an, dass Win95 die PM-Treiber verwenden soll und nicht die RM-Treiber unabhängig davon, ob letztere I/O-Anfragen registrieren können oder nicht. [Default-Einstellung]

must_chain: Gibt an, das der Treiber bzw. TSR sicher ist, aber einen Anspruch auf den INT13 hat. Win95 benutzt zwar seine PM-Treiber, gibt aber zuerst den INT13-Aufruf an den RM-Treiber weiter und übernimmt danach erst wieder die Kontrolle über die PM-Treiber.

must_not_chain: Gibt an, dass der Treiber sicher ist, solange dieser keine INT13 Aufrufe verarbeiten darf. Win95 benutzt die PM-Treiber und ignoriert den RM-Treiber.

non_disk: Gibt an, dass der Treiber ein Gerät steuert, welches kein "echtes" Laufwerk ist, z.B. Netz-Laufwerke oder Laufwerke, die über Interlnk abgebildet werden. Ein derartiger Treiber sollte aber nur im Notfall verwendet werden, da der IOS diesen zwar verwaltet, ihn aber als Unsicher (Unsafe) einstuft. Win95 bietet genügend Ersatz-Treiber an, die im Protect-Mode arbeiten.

monolithic: Ähnlich wie non_disk, gibt jedoch an, das der Treiber sicher ist.




Sektion [CDUnsafe]



Hier werden CD-ROM-Treiber eingetragen, die Win95 nicht verträgt. Damit lassen sich viele RM-Treiber in Win95 einbinden, ohne dass Win95 gleich in den kompatiblen Modus wechselt. Ob es sinnvoll ist oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Auch sollte man RM-Treiber, die Funktionen beinhalten, die von den PM-Treibern nicht unterstützt werden, (z.B.: Treiber für Datenverschlüsselung, Kompressionssoftware, BadSectorMapper, Defragmentierer usw) nicht in die SafeList eintragen.



Sollte Windows 95 dennoch in den kompatiblen Modus umschalten, legt IOS im Windows-Verzeichnis eine Log-Datei an (IOS.LOG). Diese Datei ist aber nur dann vorhanden, wenn das System im Kompatibilitätsmodus startet. Dort steht dann, welcher Treiber und warum dafür verantwortlich ist.



Es kann auch an einen Bootsektorvirus liegen !