Hi,
kann mir jemand sagen was unter System, Eigenschaften die Option "Festplatte komprimieren" genau bedeutet?
Ich brauche zwar dringend freien Speicherplatz, trotzdem wüßte ich vorher gerne, was bei dieser Komprimierung mit den bereits auf der Festplatte gespeicherten Daten passiert. Es wird an dieser Stelle auch angeboten ein neues Laufwerk zu erstellen, wobei dieses deutlich weniger freien Speicher haben soll, als bei der Komprimierung.
Was sind die Vorteile?
Wäre toll, wenn mir dazu jemand was sagen könnte...
Allgemeines 21.970 Themen, 148.292 Beiträge
Welches OS? Wenn es sich z.B. um NT handelt, dann ist das mit der Komprimierung als solcher kein Problem.
Da das OS selber die Option anbietet und keine Extra-Programm (wie z.B. Stacker unter MS-DOS früher) benötigt wird,
geht die ganze Sache völlig unbemerkt vonstatten. OK, die Erst-einmal-Komprimierung einer bis dato unkomprimierten
Partition kann (eeeewig) dauern, je nach Menge der Daten, sagen wir mal, 20 Minuten pro 10GB.
Sind die Dateien dann erst einmal komprimiert, geht die Dekomprimierung bei laden/öffnen bzw. die Wieder-Komprimierung
beim Abspeichern in Sekundenbruchteilen ab. Da NT jede Datei einzeln komprimiert und nicht wie Stacker ein
eigenes Volume einrichtet, in die dann alles "hineinkopiert" wird (d.h. das OS sieht nur eine einzige riesengroße Datei),
ist die Dateisicherheit weitestgehend gewährleistet. NT selber komprimiert seine eigenen lebenswichtigen Dateien
gar nicht erst (auch wenn es soll), da gibt es auch kein Problem. Das einzigste Problem, das ich bisher gefunden habe,
ist, daß sich einige File-Undeleter-Progs mit komprimierten Dateien schwer tun. Ich meine nicht der NT-Papierkorb,
sondern Progs, die auch Dateien retten können, wenn man diese bereits aus dem Papierkorb gelöscht hat.
Außerdem - wie immer bei Komprimiertools - ist die erreichbare Schrumpfrate vom Inhalt jeder einzelnen Datei
abhängig. Bei EXE-Dateien ist i.d.R. eine Menge drin, bei JPEG-Files praktisch nichts. D.h. die Partition, die die
ganzen Programme enthält ist mit gutem Ergebnis komprimierbar, für die Partition mit den JPEGs bringt es nichts.
Realistisch sind Komprimierraten über alle Daten einer Partition von 1,2:1 bis max. 2:1, wie gesagt, je nach Einzeldateien.
Probiere es ruhig aus, zumal es kostenlos ist und nur beim Komprimiervorgang der ganzen Partition echt Zeit kostet.
Eine weitere Festplatte - ohne Zweifel der beste Weg, mehr Platz zu haben! - ist teurer und steht - unterstelle ich
einmal - auch nicht in derselben Zeitspanne zur Verfügung. Falls es nicht konveniert, Dekomprimieren geht immer.
Bei NT4 funktioniert das tadellos.
Abzuraten ist aber rundheraus von Tools, die ein eigenes Volume einrichten und i.d.R. dafür auch einen neuen
Laufwerksbuchstaben einrichten und alle Files dann darin ablegen. Entweder auf Einzel-File-Basis oder Finger weg!
