Früher haben DRAM-Speicher-Schaltkreise minus 5V benötigt, ist aber heute nicht mehr der Fall. Ich vermute, Soundkarten greifen auf die minus 12V zurück, weil analoge Schaltkreise (Verstärker, A/D-Wandler) oft mit ±5V oder ±12V betrieben werden. Gleiches gilt vielleicht für (Analog-) Modems. Eventuell arbeiten einige Spezialschaltungen auf dem Mainbord mit ±-Spannungen, z. B. Temperaturüberwachungen.
Außerdem musst Du bedenken, dass manche PC-Benutzer Steckkarten für die unterschiedlichsten Anwendungen stecken wollen, z. B. Analog-Messkarten, A/D- D/A-Wandler, Oszilloskop-Steckkarten, Generatren usw. Generell kann man sagen, dass Analogschaltungen besser mit ±-Spannungen zu betreiben sind (siehe Soundkarte).
rill