Hallo Herr Schmidt,
das ist schon interessant; da war ich jetzt selber erstaunt. ..
Als ich im Google die Frage eingegeben habe, "Wie verbreitet sich ein Virus" habe ich in der Tat auf der ersten Seite nur einen Eintrag gefunden, der sich auf Geflügelpest bezieht. Alle Anderen handeln von PC-Viren.
Deine Frage ist leider nicht so einfach und grundsätzlich zu beantworten. Es gibt eine Menge verschiedener Viren, Trojaner, Würmer, Spyware, Rootkits, ...und wer weiß was noch alles.
Im Falle eines Verdachtes, ist die Erneuerung von C: mit einem Acronis-Image immer sehr empfehlenswert. Je länger ein Schädling auf dem System ist, desto größer ist seine Verbreitung. Im Prinzip kann ein Virus in jede Datei gelangen, und besonders gefährdet ist auch die Win-System-Registrierung; weil da kaum ein "normal Sterblicher" den Überblick behalten kann.
Natürlich können sich Schädlinge auch auf Bootsektoren Partitionstabellen bzw MFT (Master File Table) festsetzen. Jedes speicherbare Medium kann von Schad-Soft befallen sein.
Ich hoffe, dass ich dir jetzt nicht den Tag versaut habe, aber so ist es einfach; ich denke du wolltest eine ehrliche Antwort.
Also, was kann man tun?
Vermeinen kann man die Möglichkeit, sich was einzufangen nicht. Zumindest nicht zu 100%. Was man aber machen kann, Imho muss, ist die Wahrscheinlichkeit so gering wie möglich zu halten, und sein System "im Auge zu behalten", und entsprechend reagieren, wenn was verdächtig vor kommt. Dazu ist ein Bündel von Maßnahmen nötig, die eigentlich nur dann einigermaßen erfolgsversprechend sind, wenn sie im Gesamtkonzept gut aufeinander abgestimmt sind.
Deshalb kann es keine ideale und "Idiotensichere" Standard-Pauschallösung geben. Soll heißen, wer ein einigermaßen sicheres System haben will, muss sich mit dem Thema Sicherheit und Schad-Soft ausgiebig auseinandersetzen.
so, ein paar Grundregeln kann ich dir noch mit auf den Weg geben, wobei das maximal ein kleiner Auszug der Materie sein kann:
-In Email-Programmen die Anzeige nicht auf HTML-Ansicht setzen.
-Keine Email-Anhänge öffnen, wenn man dem Absender nicht 100% vertrauen kann.
-Nicht mit dem Administratorkonto, oder einem Benutzerkonto mit administrativen Rechten in das Internet gehen.
-Möglichst wenig (am besten garkeine) ShareWare-Programme aus dem Internet oder aus irgend welchen Zeitschriften vom Kiosk auf den Rechner lassen.
-Keine Programme jeglicher Art von Drittanbieter installieren; immer nur direkt vom Hersteller.
Entweder ein gutes Umfassendes Schutzprogramm, oder wenn's unbedingt ganz kostenlos sein muss, mehrere gut ausgewählte Schutzprogramme abwechselnd das System prüfen lassen.
Meine Empfehlung: Kaspersky Internet Security 7. (Kostet ca. 30€/Jahr).
-Einen sicheren Browser verwenden. (Mozilla Firefox)
-Möglichst oft Cookies, Temporäre-Internetdateien, bzw Private Daten (im Firefox) löschen.
-Möglichst mit einem Router mit Firewall ins Netz gehen, und diesen mit einem Passwort sichern.
-Kein Windows-Benutzerkonto ohne separates Passwort auf dem Rechner
Möglichst wenig oder keine Ordner Freigeben, wenn Internetverbindung besteht; auf keinen Fall C: freigeben.
-Keine vertraulichen Dokumente im Ordner "Gemeinsame Dateien"
So, das war's erstmal, was mir aus dem Stegreif so eingefallen ist; da gibt es sicherlich noch vieles mehr. ...
Verdaue das erst mal. :-)
Deine Anlaufstelle für detaillierte Infos ist www.Google.de
Die Stichworte:
Viren, Trojaner, Würmer, Spyware, Rootkits, PC-Sicherheit, Schutzprogramme, Anti Virenprogramme, Windows sicher machen.
Ok, wenn du was gefunden hast, sei bitte so nett, und frag hier nochmal nach, bevor du einfach irgend was installierst. Es ist zwar wichtig Schutzmaßnahmen zu treffen, aber es gibt auch eine Menge Müll-Software, die oft selber verseucht ist.
Gruß, Thomas