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Hintertürchen?

Anonym / 9 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo,

Wie ja bereits seit längerem bekannt, soll es den Behörden ermöglicht werden, den sogenannten "Bundestrojaner" auf Rechner von "Verdächtigen zu schleusen.

Hierzu stellte eine bekannte PC-Zeitschrift an den Vorstand des Virenschutz-Software-Herstellers Panda die Frage, ob Hersteller von Virenschutzsoftware künftig für Online-Durchsuchungen ein Hintertürchen offen lassen müssen.

Dieser meinte zwar, daß Panda Software dies definitiv nicht tun würde, aber mich beschleicht da trotzdem ein Gefühl der Unsicherheit.

Werden wir in Zukunft löchrige Virenschutz-Software haben?



mfg


Landoran

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Jörg63 Anonym „Hintertürchen?“
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Hallo Landoran,

wie der Bundestrojaner auf den PC kommen soll, ist noch umstritten.

Ich befürchte jedoch, dass wir uns darauf einstellen können.

Im Fernsehen habe ich ein interessantes Kommentar dazu gesehen.

Es ging darum, dass man bei einer Hausdurchsuchung einen Bescheid erhält, bei der eigentlichen Durchsuchung anwesend ist und sogar einen Zeugen dabei haben kann.

Der Bundestrojaner wäre das genaue Gegenteil.

Ob man ihn auch "nur" auf Rechnern von Verdächtigen schleust, darf bezweifelt werden. Ab wann ist man denn verdächtig?

Aber könnte der Trojaner nicht auch mit Windows kommen? Der Bund erhält die Möglichkeit einen Trojaner einzusetzen, im Gegenzug erfährt Microsoft welche Software sich auf den Rechnern befindet.

Ob Hersteller von Betriebssystemen, Viren- und Firewallsoftware schon angesprochen wurden? Vermutlich schon.

Ein Szenario, dass ich mir eigentlich nicht vorstellen will.

Gruß
Jörg

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Tilo Nachdenklich Jörg63 „Hallo Landoran, wie der Bundestrojaner auf den PC kommen soll, ist noch...“
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Und solche Regeln für Hausdurchsuchungen haben durchaus ihren Grund, nicht immer sind die Sicherheitsbehörden, die Polizei usw. seriös. Mit der "sauberen" (?) Computertechnik sind sie plötzlich nur noch heilig; Kontrolle überflüssig?? Würde mich schwer wundern:
http://www.nickles.de/static_cache/538260293.html

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515515 Anonym „Hintertürchen?“
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Hallo
hier kann man nun viel vermuten.
Genauso das Verbot von Hackprogrammen das jetzt vor kurzen per Gesetz verabschiedet wurde.
Da könnten die sich doch die Möglichkeiten vom Hals halten das sie auffliegen mit genutzten Lücken oder das der Trojaner selber gar zu finden ist.
Passt auch gut zu dem Thema.
MfG
René

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Olaf19 Anonym „Hintertürchen?“
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Auf welchem Wege der Bundestrojaner eingeschleust werden soll, ist mir auch noch nicht klar - per Spam-Email-Anhang wohl kaum. Gerade die angepeilte Zielgruppe (Terroristen) dürften wohl die letzten sein, die auf solchen Mumpitz reinfallen.

Firmen wie Pandasoft wird es per Gesetz verboten werden, Software zu entwickeln, die vor dem Bundestrojaner schützt - sie werden ein Hintertürchen offenlassen *müssen*, ob es ihnen passt oder nicht. Natürlich wird im Ausland, außerhalb des Geltungsbereichs unserer Gesetze, eine effektivere Sicherheitssoftware entwickelt werden, und die werden die Terroristen auch benutzen (wenn sie denn überhaupt so viel übers Internet kommunizieren, ich hab da so meine Zweifel).

Fazit: Der Bundestrojaner trifft eigentlich nur den harmlosen, friedliebenden, ehrlichen Bürger - alle anderen werden Mittel und Wege finden, sich ihm zu entziehen. Wer sowieso mit beiden Beinen in der Illegalität steht, wird auch nicht davor zurückschrecken, den Bundestrojaner mit verbotener Gegensoftware aus Russland oder China zu bekämpfen.

@Jörg63: Das wäre ja zu schön um wahr zu sein, dass nur Windows-User betroffen wären... dann wäre ich z.B. ganz fein raus :-) Aber auch die Windows-Fans brauchten sich nicht zu grämen: Einfach eine Linux-Partition installieren und nur noch damit ins Internet gehen. Downloads von der Linux-Partition einfach auf eine FAT32-Partition ziehen, dann kann man sie auch unter Windows benutzen...

CU
Olaf

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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Anonym Olaf19 „Hintertürchen?“
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Das heißt also im Klartext, daß die Anwendung einer Anti - Vir. Software im Grunde genommen "für die Katz" ist, falls der Bundestrojaner sich durchsetzen sollte? Die Anschaffung solcher Software würde also keinen Sinn mehr machen. Ich kann mir nicht vorstellen, das Norton, Kaspersky, G-Data und wie sie alle heißen, da tatenlos zusehen werden.

Lassen wir das Ganze mal auf uns zukommen.

mfg

Landoran
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Tilo Nachdenklich Anonym „Hintertürchen?“
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Das heißt auf deutsch, da muss nur einer der Beamten oder Privaten, der die Bundestrojanergeschichte als Insider kennt, gegen viel Geld das Geheimnis an eine Mafia verkaufen und unsere PCs sind vogelfrei für alle Spitzbuben der Welt. Ab jetzt dürfen nur noch Heilige für die Sicherheitbehörden arbeiten. Zum Glück ist da ja bisher noch nie jemand übergelaufen, hat Dinger gedreht, war schwatzsüchtig gegenüber Journalisten. :-)

Was für ein Sicherheitsgewinn!!!

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Borlander Anonym „Hintertürchen?“
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Zur Frage wie der Bundestrojaner auf den Computer kommen könnte wurde in diesem Thread schonmal angegangen bzw. verlinkt:
http://www.nickles.de/static_cache/538207157.html

Gruß
Borlander

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Hausmeister Krause Borlander „Zur Frage wie der Bundestrojaner auf den Computer kommen könnte wurde in diesem...“
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wenn der bundestrojaner wirklich kommt, dann ist die einzige möglichkeit sich zu schützen, ein opensource virenscanner.

http://de.clamwin.com/content/view/124/1/

aber nur solange, bis dieser dann nicht per gesetz verboten wird :-(

Wenn Du Sorgen hast, dann erzähle sie nicht Deinen Freunden, sondern Deinen Feinden, denn die freuen sich darüber. - Harald Lesch
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Tilo Nachdenklich Hausmeister Krause „wenn der bundestrojaner wirklich kommt, dann ist die einzige möglichkeit sich...“
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Ja, aber mit so einen Open Source Teil bist Du besonders verdächtig. Unter der Schwelle von kollektivem Ungehorsam wird so ne Abwehrstrategie wohl nichts.

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