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Geklaute Kreditkarteninformationen und Kinderpornografie

Tilo Nachdenklich / 2 Antworten / Baumansicht Nickles
Berliner Umschau

Die Täter nutzten gestohlene Kreditkarten. Man hat statt der Täter die Kreditkartenbesitzer verurteilt.
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REPI Tilo Nachdenklich „Geklaute Kreditkarteninformationen und Kinderpornografie“
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Das ist ja dann fast schon vergleichbar mit der Hexenjagd im Mittelalter (glaube sowas stand auch im Artikel)

Also Vorsicht mit der bekanntgabe persönlicher Daten, welcher Art auch immer, im Internet !

An die Polizei und den Innenminister !!
Hört auf, ständig Phantomen nachzugagen und Euch welche auszudenken einschließlich der Mittel diese ggf. noch effektiver zu bekämpfen, sondern macht einfach euere Arbeit ordentlich im Sinne aller Bürger !

Es empfiehlt sich immer, etwas Linux im Hause zu haben.
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Tilo Nachdenklich REPI „Das ist ja dann fast schon vergleichbar mit der Hexenjagd im Mittelalter glaube...“
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Fortsetzung (Teil2) des Artikels heute

Ich stelle mal mein Fazit voran:
Ein demokratischer Rechststaat ist Großbritannien nicht mehr und taugt nicht mehr als Vorbild für "Sicherheitsmaßnahmen". Einen britischen Premierminister wird man wohl kaum als "lupenreinen Demokraten" bezeichnen können"; er müsste ja wissen was in seinem Land vor sich geht und sofort handeln.

Zur Geschichte:
Die Gerichte wissen nun, dass viele Tausend fläschlich wegen Kinderpornographie verurteilt wurden und ihr Leben zerstört ist (Frauen trennen sich usw.). Und machen keine Anstalten die Urteile aufzuheben; da dürfen sich die Opfer selber kümmern und mit den Windmühlenflügeln der Justiz/Polizei kämpfen.

"Obwohl jetzt aufgrund der zähen Arbeit des britischen Journalisten und Computer-Spezialisten Duncan Campbell erwiesen ist, sie dürften (fast) alle unschuldig gewesen sein, negiert die Polizei weiterhin die Rehabilitation der Verdächtigen, die zu Opfern wurden. Aber, was das Unglaubliche ist: Nicht eines unserer Massenmedien in Deutschland berichtet über diesen Skandal. Auch in Grossbritannien gibt es wenig öffentliche Information, wo es allein 39 Selbstmorde von so Angeklagten gab."
(Quelle wie im Eingangsposting.)

"Es hätte ausgereicht, die Computer von einem Fachmann untersuchen zu lassen, wie das nun erst im Jahre 2006 geschah. Der hätte sofort (und hat dann auch 2006/ Anfang 2007) die Spuren der Fälscher gefunden. Die Kreditkartenüberweisungen wurden nämlich nicht von einzelnen Websites, eine nach der Anderen, gemacht, sondern pulkweise von nur wenigen Sites."
(Quelle wie im Eingangsposting)

Die Verteidigung nicht informiert
Die Polizei fand Hinweise auf Kreditkartenbetrug, behauptete aber nach außen nichts gefunden zu haben. Die Verteidiger wurden nicht informiert.

Wie geht Kreditkartenbetrug vor sich:
"Dazu gibt es verschiedene Methoden. Die damals meist verwendete ist das Hacken von Internet-Verkaufsseiten, wo der Käufer alle diese Daten eingeben muss und wo sie der Hacker „abschöpft“."
"Eine andere Methode sind Lockvogel-Angebote zu unglaublich niedrigen Preisen im Internet, wo man die Datensätze gutgläubiger Käufer erlangt, das versprochene billige Gut aber natürlich nie den Käufer erreicht."
(Quelle...)
Insbesondere die Altersüberprüfung für (normale?) Pornoseiten erweist sich als Falle, weil dort Angaben gemacht werden müssen.

Peter Townshend (Guitarist The Who) versuchte Schadensbegrenzung durch ein Pseudogeständnis. Es passierte ihm - außer der öffentlichen Hinrichtung - wenig, außer:
"Jedenfalls sahen seine Anwälte angesichts der allgemeinen Hysterie über den bekannten Rockmusiker als Kinderschänder (hatte man nicht schon immer gewusst, Rock-Musik ist kriminell?) keinen besseren Ausweg, als ihm die Annahme der Kautionszahlung und dann auch die Annahme des angebotenen Deals zu empfehlen. So ist Pete Townshend heute auf der offiziellen britischen Liste der „Sex Offenders“, wo eigentlich nur Kinderschänder und Vergewaltiger und ähnliche Verbrecher gelistet sein sollten."

http://www.thesmokinggun.com/archive/petetownshend1.html

Von der Story wird es noch einen dritten Aufguß (Teil 3) geben.

Ich denke aus der Geschichte wird deutlich, dass ein Altercheck z.B. bei diesem eBay-Problem (siehe Link) seine Tücken hat. Schließlich könnten Daten auch von mehr oder weniger seriösen Seiten abgegriffen werden und ein großer Datenpool ist stets ein unwiderstehlicher Honigtopf.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,494014,00.html
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