Hi!
Hab bei meinen 2 Gehäuselüftern den 7V-Trick (+(rot) an +12V, Masse(schwarz) an +5V) angewendet. Beide hängen an einem Strang, einer von beiden Lüftern ist der letzte Abnehmer am Strang.
Frage: Kann es da Probleme geben, was sollte man beachten?
Wie ihr seht ist bis jetzt alles gut gegangen und außerdem ist der PC jetzt wirklich schön leise. Der Luftstrom bei 5V würde wohl auch reichen, aber da drehen die Lüfter von selbst nicht an.
Vielen Dank für Antworten!
PC-Selbstbau, Reparatur, Optimierung 11.474 Themen, 79.895 Beiträge
Der "7V-Trick" per Differenzspannung hat einige Nachteile:
- Das Netzteil kann u. U. instabil werden, wenn zu viel Differenzstrom abgegriffen wird (bei ein paar kleinen Lüftern meist noch kein Problem)
- du bist an 7 V gebunden, egal ob etwas mehr oder weniger besser wäre
- du kannst und darfst NIEMALS damit Drehzahlüberwachung auf dem Board usw. verwenden (dann raucht es bestimmt!)
Eine vernünftige Lüftersteuerung ist ziemlich aufwendig und oft teuer (wenn kein Eigenbau).
Widerstände sind auch totaler Murks, da a) Anlaufstrom ggf. zu klein und b) instabile Spannung
Eine weitere gute und preiswerte Alternative sind (SI-)Dioden. Jede Diode verursacht ca. 0,6-0,7 V Spannungsabfall und die Spannung bleibt relativ konstant (anders als beim Widerstand).
Lüfter reagieren meist recht stark auf schon kleine Spannungsänderungen mit andrerem Laufgeräusch und Kühlleistung.
Mit einer Hand voll Dioden läßt sich ziemlich schnell das Optimum aus Läutstärke und Kühlleistung erreichen. Außerdem klappt das auch in Verbindung mit Drehzahlüberwachung auf dem Board (wenn richtig angeschlossen - meist Dioden in "+" - Leitung und "-" ist Masse).
OK, danke. Dann bin ich eigtl. beruhigt.
Drehzahlüberwachung haben die Lüfter sowieso nicht und kommen auch sonst an keine Masse (sind ja Plasktik).
Die Kühlleistung reicht im Moment wirklich vollkommen (im Sommer sollte es auch reichen) und die 7V sind meiner Meinung nach optimal.
Falls das Netzteil instabil werden würde, kann ich es ja immer noch rückgängig machen. Spannungen scheinen aber noch so stabil wie vorher zu sein.
Die Diodenmethode ist zwar gut, aber (mir persönlich) zu aufwändig.
Du könntest auch einen Spannungsregler verwenden. Die gibt es mit fester Voltzahl, z.B. 6,8,9,10 V usw. Damit wird auch die Voltzahl unabhängig vom verbrauch stabil gehalten.
Den Spannungsregler gibt es auch als einstellbaren von 1,25 bis ~35 Volt (man kann nur bis knapp unter der Voltzahl der Quelle regeln) . Dazu muß man jedoch etwas mehr löten. Du könntest einen Poti zum einstellen verwenden und die Voltzahl durch eine kombination von widerständen auf einen bereich z.B. von 6-10 Volt begrenzen. 6 Volt dürften zum anlaufen reichen. Den Poti setzt du dir in die Front des Gehäuses und baust einen schönen Drehknopf drauf. Dann hast du deine Lüftersteuerung. Falls du interesse hast, dann zeichne ich dir auch einen Schaltplan dafür auf.
Danke, aber ich werde das zuerst mal beobachten und abwarten, ob die 7V reichen. Falls nicht, kann ich die Spannungsregler mit fester Voltzahl immer noch verwenden. Die Lüfter sollen einfach nur nicht sinnlos zu schnell drehen.
Eine Lüftersteuerung mit Poti brauche ich eigentlich nicht (will nicht immer rumregeln müssen). Hab nur mal kurz an eine automatische temperaturabhängige Regelung gedacht, aber die Dinger sind mir einfach zu teuer.
Du könntest natürlich auch den Poti durch einen Wärmeabhängigen Widerstand ersetzen und schon hast du eine Temperaturabhängige Lüfterregelung. Das regeln hat nur den Vorteil, wenn die Lüfter mal doch geräusche machen sollten, dann kannst du sie einfach schneller oder langsamer laufen lassen.
