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aus alt mach neu?

gmp255 / 4 Antworten / Baumansicht Nickles

Kann man nen Escom Rechner Pentium(r) Processor 16 RAM mhz(???) überhaupt noch aufrüsten ? und wenn ja, was kann man rausholen ? Hab ja gar keine Ahnung davon, sorry!

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Borlander gmp255 „aus alt mach neu?“
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Aufrüsten dürfte sich da nicht mehr wirklich lohnen - solche PCs sind allerdings Ideal für den Einsatz als fli4l-Router zu gebrauchen...

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Gurus gmp255 „aus alt mach neu?“
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Alt-PCs wieder nutzbar machen

Ungezählte "Steinzeit-Rechner" schlummern in dunklen Winkeln vor sich hin. Mit wenig Aufwand lassen sie sich als leistungsfähige ISDN- oder DSL-Router wieder zum Leben erwecken.

wie Borlander schon schrieb, also siehe hier:
Aktuelle Betriebssysteme und Anwendungen werden immer speicherhungriger und ressourcenfressender. Ein durchschnittlicher PC gehört deshalb oft schon nach drei Jahren zum alten Eisen und wird durch ein Nachfolgemodell ersetzt. Der „Alte“ wandert dann meistens in eine Abstellkammer – zum Wegwerfen ist der doch noch zu schade oder seine Entsorgung würde sogar Geld kosten.



Häufig lassen sich aber auch ausrangierte 80486- oder Pentium I/II-PCs noch einmal vom Abstellgleis holen: als nahezu kostenloser, umweltfreundlicher und trotzdem leistungsfähiger und zuverlässiger ISDN- oder DSL-Router.

Neben einem lauffähigen Rechner mit mindestens 16 MByte RAM braucht man für DSL zwei Netzwerkkarten - zur Verbindung mit dem DSL-Anschluss und dem internen Netzwerk. Für einen ISDN-Router sind eine Netzwerkkarte und eine ISDN-Karte/Modem erforderlich. Auf CD-Laufwerk und Festplatte kann man in jedem Fall ganz verzichten, wodurch auch noch Strom gespart wird.

Auf der Hardware setzt man ein ressourcenschonendes Betriebssystem und die entsprechende Anwendung ein. Linux beispielsweise arbeitet noch mit einem „rustikalen“ Rechner vernünftig zusammen.

Als Applikation wurde für diesen Zweck vor einigen Jahren das Projekt „Fli4l“ von Frank Meyer
aus der Taufe gehoben. Fli4l (FLoppy ISDN 4 [for] Linux) ist ein kostenloser, Linux-basierter Router, der auf eine 3,5-Zoll-Diskette passt und alle Routing- und Security-Funktionen wie Packet-Filtering, VPN, Port-Forwarding etc. beherrscht.
Die notwendige Bootdiskette inklusive aller Konfigurationsanweisungen kann unter Unix, Linux oder Windows erstellt werden. Dabei sind keine Linux-Kenntnisse erforderlich, aber durchaus nützlich. Die Bearbeitung der recht einfach gehaltenen Konfigurationsdateien erfolgt über einen Texteditor, wobei Grundkenntnisse von Netzwerken, TCP/IP, DNS und Routing vorhanden sein sollten. Für eigene Erweiterungen/Entwicklungen, welche über die Standardkonfiguration hinausgehen, sind allerdings ein lauffähiges Linux-System und Unix/Linux-Kenntnisse Voraussetzung. Einziger kleiner Wermutstropfen: man sollte sich vorher darüber klar sein, dass jede Konfigurationsänderung systembedingt das Erzeugen einer neuen Bootdiskette nach sich zieht. Das ist zwar nicht ausgesprochen bedienerfreundlich, lässt sich aber durch etwas Planung leicht in den Griff bekommen.



Auf der Homepage des Fli4l-Projekts finden sich viele gute Tutorials, welche die Konfiguration und Inbetriebnahme eines solchen Routers ausführlich beschreiben, so dass auch Linux unkundige Anwender problemlos mit dem Aufbau eines FLi4l-Routers klarkommen sollten. Eine weitere, gut aufbereitete Anleitung findet sich in einem Probekapitel eines Galileo-Netzwerkbuchs.

Ein so umgebauter und eingerichteter Alt-PC lässt sich hervorragend verwenden, um das Office oder Heimnetzwerk per DSL oder ISDN an das Internet anzubinden. Eigenen Erfahrungen zufolge läuft die Software ausgesprochen stabil. In manchen Fällen ist solch ein Rechner sogar leistungsfähiger und robuster als ein fertig im Laden gekaufter Mini-DSL-Router. Oft verfügt der Router Marke "Eigenbau" über mehr Speicher, was sich in weniger "Denkpausen" niederschlägt und er unterliegt keinen Beschränkungen, was die Anzahl der User betrifft, die gleichzeitig im Internet unterwegs sein können. Nachteilig ist der Stromverbrauch und die Größe des Selfmade-Routers. In diesen zwei Punkten kommen gekaufte Geräte besser weg. Doch den Spaß am "Basteln" hat man mit den Produkten von der Stange nicht.

Die eigentlich schon abgeschriebenen 486er und Konsorten müssen also kein unnützes Dasein fristen, sondern können noch lange ihren Dienst tun. Und nicht zuletzt: jedes Gerät, das nicht den Weg auf die Halde nimmt, kommt schließlich auch der Umwelt zu Gute.


MfG
Gurus


Quelle:
http://www.zdnet.de/enterprise/client/0,39023248,39120207,00.htm

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mr_drehmoment gmp255 „aus alt mach neu?“
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kommt drauf an - was für ein Mainboard ist drin?

bin zur Zeit dabei einen alten Schinken flott zu machen - ist aber alles nur aus Liebhaberei... wirtschaftlich ist sowas nur dann, wenn Du gerade passende Teile rumfliegen hast, oder zum quasi Nullpreis drankommst...

Schlimmer ? Geht immer !!!
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DerWahni gmp255 „aus alt mach neu?“
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Ich sitze hier grad vor nem alten Escom exAT Hightower (Da war früher ein P90 mit 16 MB Ram drin). Hab den auf ATX umgesägt und ziemlich viel dran rumgemoddet. Werkelt jetzt ein Xp1800 drin rum. Is schön leise und kühl.
Wenn du allerdings nicht so bastelwütig bist dann s.o.

MfG, Wahni

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