Klare Worte zum Syrien-Konflikt von Peter Scholl-Latour. Mal lesenswert:
http://www.heise.de/tp/artikel/37/37817/1.html
Gruß Andy
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Guten Morgen
Danke für den Hinweis.
Die Sichtweise Scholl-Latours wird so manchem, der den arabischen Frühling bejubelt hat, nicht schmecken. Auch dessen neuestes Buch ist schon auf der Liste bei mir.
Das gerade von der westlichen Welt so propagierte Streben nach "Freiheit" wurde in den arabischen Ländern schneller in´s Gegenteil dessen verkehrt, als es erwartet werden konnte.
Sehr treffend ist z.B. dieser Beitrag:
http://www.heise.de/tp/foren/S-Erschreckend-naiv/forum-240179/msg-22579339/read/
Gruß
fakiauso
Erschreckend ist auch die Nähe zur Nato-Außengrenze. Angerufen hat die Türkei bereits.
Wird am Ende noch das westliche Verteidigungs-Bündnis in die Pflicht genommen und die
Europäer in diesen Konflikt hineingezogen? Für die Türkei, ein Land das seine eigenen
Probleme nicht lösen kann. Siehe Kurden. Der Traum die Türkei als Puffer zu den islamisch
geprägten Länder zu etablieren ist gescheitert (EU-Beitritt).
Irgentwann werde uns die Bilder von gemeuchelten Frauen und Kindern nichtmehr berühren.
Andy
Hi,
Die Sichtweise Scholl-Latours wird so manchem, der den arabischen Frühling bejubelt hat, nicht schmecken.wer interessiert sich für Scholl-Latour?
Sicher niemand der Politik betreibt, weder in Deutschland und erst Recht nicht im Ausland (USA).
Selbst die revolutionärsten Revolutionen haben in der Weltgeschichte am grundlegenden System nichts geändert:
"Der Starke plündert den Schwachen aus!"
Wer dagegen anstinkt, geht als Kollateralschaden (in die Geschichte) ein.
Hallo
Selbst die revolutionärsten Revolutionen haben in der Weltgeschichte am grundlegenden System nichts geändert: "Der Starke plündert den Schwachen aus!"
Leider ist da etwas Wahres dran, aber es ist eben immer eine Folge von menschlichem Eigennutz, der eine an sich gute Sache scheitern ließ.
Selber bin ich immer noch der Meinung, das irgendwann eine Zeit kommt oder besser kommen muß, in der die Menschheit über ihre gesellschaftlichen Barrieren hinweg einen Weg findet, mit sich und der Umwelt im Einklang zu leben, aber bis dahin geht noch viel Zeit hin und wir erleben es sicher nicht mehr.
Deswegen lohnt es sich trotzdem, sich dafür einzusetzen.
Die Alternative ist das Aussterben von Homo Sapiens.
Zum Thema selber: Meiner Meinung nach gibt es genügend Vertreter in Wirtschaft und Politik, denen ein kleiner Krieg nicht unrecht käme.
Sei es, um die zunehmenden Ressentiments gegen Muslime in gewünschte Bahnen zu lenken - sei es, um von den zunehmenden Problemen in den EU-Ländern selbst abzulenken.
Oder auch einfach nur, um wieder etwas die Rüstungsindustrie anzukurbeln und ein wenig Kriegsspielzeug auszuprobieren.
Die Türkei sehe ich da etwas zwischen den Stühlen, treibende Kraft dürfte da wohl in erster Linie Saudi-Arabien und die USA sein.
fakiauso
"Im Westen nichts neues"Ach, wie wahr.
Syrien wäre mit einem West-affinen Regime ein sicherer Boden für Pipline in die EU.
Die EU will es. (Und die US und A kämpfen sich vorsichtig und kostengünstig mit fremden Händen heran an den Iran.)
Bloß die Türkei will es noch mehr, weil man dann fossile Ströme sowohl aus Zentralasien, als auch aud dem nahen Osten kontrollieren würde.
Das passt ja auch zu dem allgemeinen Trend, in dem die Türkei sich lieber als bündelnde Macht in der Region breit mach, statt sich um jeden Preis zu fünften Rad der EU zu trimmen.
Und als NATO-Mitglied spielen die Türken ein dreckiges Spiel.
BTW, die neuerlichen syrische Angriffe auf die Türkei erinnern doch sehr daran, wie einst die pösen Polen das arme Deutschland überfallen haben ;)