Hallo Forum,
von 17 bundesdeutschen AKWs sind zur Zeit nur 4 am Netz und wir haben immer noch ausreichend Strom! Computer läuft, TV läuft, alles wie immer. Wie lange wollen uns die Stromerzeuger noch beschubsen?
MfG.
violetta
Off Topic 20.481 Themen, 227.568 Beiträge
Am Montag werden sie uns wahrscheinlich erzählen, wieviele zig Millionen Kilowattstunden sie woanders einkaufen mussten. *g*
Hallo InvisibleBot,
ich bin schon ziemlich sauer, denn augenscheinlich gibt es nicht einmal einen Engpass. Die Kapazitäten der deutschen Kohlekraftwerke wurde nicht erhöht, EU-Strom auch nicht dazugekauft!
Wenn wir die 13 AKWs als Überkapazität betrachten, dann haben die Stromerzeuger jahrelang Strom ins Ausland verkauft und richtige Gewinne eingefahren. Auf Kosten der deutschen Stromkunden, denn die Strompreise hätten ja bequem reduziert werden können.
Außerdem wären durch frühzeitige Stillegung noch Einsparungen in Millionenhöhe durch nicht angefallene Betriebskosten möglich gewesen, was widerum zu Strompreissenkungen hätte führen müssen!
MfG.
violetta
Das wir verarscht werden und zwar immer und überall ist ja leider klar...
Aber uns gehts noch zu gut. Wer bitteschön kriegt denn den Arsch hoch und macht was dagegen? Ich gehör ja auch dazu...
und Violetta
Östereich hat doch auch keins und die sitzen nicht im Dunkeln.
Wäre ja auch unverantwortlich wenn die sich ihre schönen Landschaften potenziell verstrahlen lassen würden.
Der Tourismus wäre dann auch vorbei.
Zwar kann theoretisch eine Verseuchung durch die unvernünftige "Umgebung" mit anachronistischen AKWs stattfinden..
Aber, umso dichter umso schlimmer.
Man beginne am Anfang. *
Dazu muß man natürlich erstmal anfangen - mindestens einer.
* War mal ein Werbespruch für teure Higend Laufwerke von Plattenspielern.
Hallo Xdata,
es nutzt nichts wenn nur ein Land 14 AKWs oder am Besten alle stilllegt und die Nachbarländer Frankreich, Niederlande, Schweden, Türkei etc. neue AKWs möglichst auf hochaktiven Erdbebenspalten errichten.
Es muss mindestens eine europaweite Entscheidung her.
MfG.
violetta
es nützt schon was, wenn man dadurch zumindest mittelfristig aus den Lagerproblem rauskommt, und man das Risiko eines hochverstrahlten Gebiets um sicherlich 50% sinkt.
Zudem kann man durchaus auch aufzeigen das es geht, wobei das machen schon sehr viele andere Länder.
Hallo Crazy Eye,
über die Endlagerung wollen wir lieber gar nicht erst sprechen, es ist wieder eine unendliche Geschichte.
Aber es wäre doch schön, wenn ganz Europa sich von der Kernkraftenergiegewinnung verabschieden könnte. Es müssen nur alle Länder damit anfangen und nicht erst Deutschland und dann vielleicht viel später die übrigen Länder.
Wenn sich ein AKW-Störfall (GAU) ereignet, dann wird Europa insgesamt betroffen sein.
Aber mit unseren Beiträgen erreichen wir die Politker leider im Moment doch nicht. Da freue ich mit natürlich ganz besonders über das gestrige Bremer Wahlergebnis. CDU nur noch drittklassig und FDP ganz weg vom Fenster. Nur Wahlergebnisse dieses Kalibers verstehen die Jungs.
MfG.
violetta
Aber es wäre doch schön, wenn ganz Europa sich von der Kernkraftenergiegewinnung verabschieden könnte. Es müssen nur alle Länder damit anfangen und nicht erst Deutschland und dann vielleicht viel später die übrigen Länder.
Wenn sich ein AKW-Störfall (GAU) ereignet, dann wird Europa insgesamt betroffen sein.
Es macht aber schon was aus ob in Spanien was hochgeht(haben die überhaupt welche, deutschland wäre bei weiten nicht das erste land ohne?) oder in Deutschland. Direkt um Tschernobyl oder Fukushima, sind die Schäden auch am größten. Klar wird man tauch teile der "versicherung" für die ausländischen AKW tragen müssen, und in Schadensfall helfen - allerdings würde ich als BaWü'ler schonmal sicherer Leben.
Zudem sind wir auch Weltspitze was alternative Energien angeht, wäre ja nicht schlecht wenn wir das behaupten und auch davon profitieren(Arbetsstellen, Exporte), und ich denke ein Atomausstieg mit den erhöhten bedarf hilft da.
Hallo Crazy Eye,
na ja, in BaWü lebt es sich nicht gefährlicher als anderswo in D. oder EU.. Wenn wir um unsere deutsche Mittellage einen Kreis von 1.000 KM ziehen würden, dann haben wir sicherlich die meisten aller (A)KWs erfasst. Es spielt in dieser Frage keine Rolle wo der einzelne Bürger lebt.
Es ist davon auszugehen, daß die Sache mit dem Wüstenstrom (Solarstrom) jetzt in großen Schritten voran kommt. In Marokko gibt es bereits eine große Pilotanlage unter deutscher Federführung und insbes. Spanien wird dann Durchleitungsland für die EU.. Das werden sie sich sicher vergolden lassen.
MfG.
violetta
die strahlung verteilt sich aber besser, je weiter weg du wohnst. Fukushima ist 20 oder 30km abgesperrt?
Etwas weiter weg ist zwar auch nicht wirklich gesund, und bei den Unfall in Tschernobyl, ging glaub ich selbst noch der Alarm in schwedischen Atomkraftwerken aufgrund erhöhter Strahlung an - trotzdem ist es dort nur noch ein Bruchteil dessen was du in Umfeld hast. In Bayern haben Jäger und Sammler(Beeren) auch heute noch Probleme mit den Grenzwerten, allerdings sind die ein Witz gegen die Probs in der Ukraine/Weißrussland etc.
Bei Tschernobil, ist es durch den Massiven ausstoß in der Athmospähre weniger wichtig, aber jeder Km zählt bei sowas und da kannst mir nicht erzählen das der Berliner genauso arm dran ist wie der Würrtemberger wenn hier was passiert.
Hallo Crazy Eye,
wenn es Fessenheim oder Neckarwestheim trifft wirst Du natürlich etwas mehr gegrillt, aber wie immer beim Grillen, es kommt auf den Bräunungsgrad an.
Wir (ich) sollte wirklich nicht scherzen, dass Thema ist viel zu ernst.
Übrigens war nach Aussage des damaligen MP Strauss Bayern von der Katastrophe gar nicht betroffen. Das es viel schlimmer betroffen war als andere Bundesländer kam erst viel später heraus.
MfG.
violetta
Der Tourismus wäre dann auch vorbei.
Nach dieser Logik dürfte die Schweiz auch kein AKW haben.
...und ich betreibe meinen Hobel mit Strom aus baierischer und österreichischer Wasserkraft.
Das wir verarscht werden und zwar immer und überall ist ja leider klar...
Aber uns gehts noch zu gut. Wer bitteschön kriegt denn den Arsch hoch und macht was dagegen? Ich gehör ja auch dazu...
Ich auch, du auch. Wir alle haben noch genug zu fressen für Urlaub und Automobil reicht es auch noch. Warum also sollte einer aufstehen. Sag mir das!
Hallo Bongo,
wann lernst du es endlich den Zitat- Button im Editor zu nutzen?
Wenigstens die Hälfte deiner Postings ist stets von anderen kopiert, das ist verwirrend und verfälscht deine eigenen Beiträge.
Markiere deine Zitate bitte mit der linken Maustaste und klicke abschließend auf den Button "Zitat" im Editor.
Vorab Danke,
Gruß
knoeppken
pfff...
Mal ehrlich, hast Du diesen Quatsch der uns jahrelang erzählt wurde etwa geglaubt? Bis vor zwei Monaten hieß es noch das schon die Abschaltung eines AKW Engpässe verursachen würde. Das war nicht mal gelogen - aber nicht im Stromnetz, sondern im Profit der Energiekonzerne. Aber die Damen und Herren Volksvertreter haben es der Lobby trotzdem abgekauft. Obwohl es schon rein statistisch Blödsinn war (nicht mal 1/4 des Stroms in D wird mit Kernkraft erzeugt) und das spätestens nach dem Störfall in Krümmel (ist jetzt schon seit 2 Jahren abgeschaltet) jeder wusste.
Wenn wir die 13 AKWs als Überkapazität betrachten, dann haben die Stromerzeuger jahrelang Strom ins Ausland verkauft und richtige Gewinne eingefahren. Auf Kosten der deutschen Stromkunden, denn die Strompreise hätten ja bequem reduziert werden können.
Was glaubst Du denn, warum die Strompreise für Endkunden in Deutschland seit Jahren so hoch sind? Die Antwort ist einfach: Der hier erzeugte Strom wird ins Ausland verkauft, und damit das Angebot in Deutschland künstlich verknappt. Das steigert den Gewinn gleich doppelt - zum einen kann man den eigentlich überschüssigen Stroms verkaufen und zum zweiten die Preise hierzulande hoch halten.
Außerdem wären durch frühzeitige Stillegung noch Einsparungen in Millionenhöhe durch nicht angefallene Betriebskosten möglich gewesen, was widerum zu Strompreissenkungen hätte führen müssen!
Nein. Irgendwo hab ich mal gelesen dass mit einem alten, abgeschriebenen Atomkraftwerk pro Tag ca. 1 Mio € verdient wird. Reingewinn, versteht sich, nach Abzug aller Kosten. Das ist eine Lizenz zum Gelddrucken.
Und wenn man es abschaltet ist nicht einfach nur der Gewinn weg, nein dann kostet das Ding auch noch einen Haufen Geld. Denn die Betriebskosten bleiben nahezu gleich, es muss ja trotzdem noch überwacht und gekühlt werden.
Hallo InvisibleBot,
es ist richtig, dass zunächst die Betriebkosten nach einer Stilllegung weiterlaufen. Sie verhalten sich jedoch degressiv und fallen irgendwann ganz fort. Ich meine es wären 20 Jahre gewesen, aber ohne Gewähr.
Wir wären also heute mit den meisten AKWs bereits durch, wenn, ja wenn mit offenen Karten gespielt worden wäre.
MfG.
violetta
...bei uns fing das alles doch 1957 mit dem Atomei von Garching an. An Gefahren so wie man sie heute kennt dacht damals niemand. Atomstrom die Energieversorgung für alle Zukunft...
...damals kostete die Kilowattstunde 10 Pfennige und geworben wurde mit: "Der Strom kommt sowieso ins Haus sei klug und nütze dieses aus."
Hätte man damals einen anderen Weg eingeschlagen wäre das Atomproblem vermeidbar gewesen...
In was für einer Welt lebst du eigentlich? Gehst du morgen zu Mercedes, VW oder BMW und verlangst ein kostenloses Auto weil die ja auch ins Ausland liefern? Eine Kiste Dübel im Monat von Fischer? Haustrunk von Becks? Alle weil sie Geschäfte im Ausland machen?
RWE & Co sind Unternehmen mit dem Ziel Gewinn zu machen, nicht mehr und nicht weniger. Kamps schenkt Dir auch keine Brötchen wenn sie genug verdient haben.
Und bevor du Dich über diese lächerlichen Strompreise aufregst, solltest du mal lieber was gegen die horrenden Benzinpreise untenehmen und zwar beim STAAT und nicht bei den Mineralölfirmen, denn wie mir scheint ist noch niemanden richtig aufgegangen wieviel vom Liter der STAAT abzockt.
Dass die Strompreise nicht lächerlich sind sieht man an den horrenden Gewinnen, die die Energieversorger einfahren.
Wusstest Du dass Vattenfall vor ein paar Jahren in Norwegen vorgeschrieben wurde die - im Vergleich mit Deutschland sowieso schon sehr günstigen - Strompreise zu senken? Ganz offiziell mit der Begründung dass sie in Deutschland soviel Gewinn machen dass sie sich das locker leisten können...
wie mir scheint ist noch niemanden richtig aufgegangen wieviel vom Liter der STAAT abzockt
Wie mir scheint ist Dir noch nicht aufgegangen, dass andere Staaten genausoviel Steuern erheben und der Sprit dort trotzdem billiger ist. Und dass in Deutschland trotz identischer Besteuerung große regionale Preisunterschiede bestehen.
Der Bundestag hat 1992 eine Studie gemacht, wieviel eine Kilowattstunde Atomstrom eigentlich kostet wenn man das Risiko absichert, die Castortransporte miteinberechnet, die Forschung bezahlt und die lagerkosten mit einkalkuliert. Also alles sachen, die der Staat alleine oder großteils bezahlt.
Das Ergebniss war 4,20 DM(2+€)
Die Energiekonzerne verkaufen die Kilowattstunde heute für 15-20Cent(30-40 pfennig an den Endkunden), nun kannst du dir ausrechnen wieviel der Staat nun zahlen muss, damit RWE und Konsorten 3-4 Cent gewinn machen wenn sie eine kWh exportieren. Und nicht vergessen früher war der Strom tendentiell billiger ;)
Das Institut, hat übrigens auch in Zukunft Studien in Zusammenhang mit der Atomkraft von Bundestag in Auftrag bekommen - so unzufrieden waren sie also nicht mit Arbeit.
Also wenn die Produktion eines Mercedes zu 90% von Steuergeldern finanziert wird, und sie die Autos ins Ausland verkaufen für ein zehntel der Produktionskosten wäre ich auch sauer. Ich vermute aber das dies nicht der Fall ist ;)
crazy & Invincible:
Ich kann/darf mich doch nicht darüber aufregen dass einer Geld verdient für eine Leistung, egal wieviel. Wir leben doch nicht im Sozialismus (ich meine Marx etc...... bin da aber sehr unsicher). Ich weiss das mitte der 90er ein 500er Nobelmercedes nicht einmal 10.000 DM in der Herstellung gekostet hat und für 150.000+ verkauft wurde. In einem Möbelhaus liegt die Gewinnspanne bei +600% und ich kann mir im Kopf ausrechnen was der Bäcker an einem Brot verdient. Und für alle hier nachvollziehbar: Was kostet eine CD Windows 7???
Und wenn ich ALLE Umstände einrechne, was meint ihr was nur ein Fussballspiel kostet, denn die Bullen werden NICHT vom Veranstalter bezahlt.
Derzeit nimmt der Staat knapp 90 Cent pro Liter Sprit. Das sind 90 auf der einen, 30 auf der anderen Seite. Nun soll ich den bestrafen der von seinen 30 auch noch die Herstellung, den Transport und Verkauf übernehmen muss? Verkehrte Welt!
hast du gelesen was ich geschrieben habe? Es ist super wenn man geld verdient für eine Leistung, die Frage ist aber wieso der Steuerzahler 2€ in die produktion eines gutes Investieren soll, das wir nicht brauchen damit eine Firma dieses für 10 Cent verkauft. Soll ich ihn dann die 3 ct gewinn gönnen, da sie selber nur 7ct investiert haben.
Das wäre ok, wenn der Staat ausgezahlt wird, das heißt wenn die firma die kWh für 2,50€ verkauft und der Staat seinen Anteil an gewinn bekommt.
Wir leben doch nicht im Sozialismus (ich meine Marx etc...... bin da aber sehr unsicher).
In Sozialismus wird staatlich produziert, in der Marktwirtschaft privat. Wenn der Staaat 95+% der Produktionskosten zahlt, wäre die kommunistische Regel das es dann den Start gehört fairer als das es der Firma gehört. Ist nur meiner meinung.
Ich weiss das mitte der 90er ein 500er Nobelmercedes nicht einmal 10.000 DM in der Herstellung gekostet hat und für 150.000+ verkauft wurde
Wie du sagst wenn jemand zahlt ist das OK, wenn der Produzent damit gewinn macht. Das beispiel wäre aber nur gut, wenn die Rechnung wäre:
Mercedes Produktionskosten: 10.000€
Staatliche Zuschüsse: 2.500.000€
verkaufspreis in Frankreich: 150.000€
Gewinn Mercedes: 140.000€
Das ist kein Kapitalismus, das ist wenn überhaupt Korruption ;)
Derzeit nimmt der Staat knapp 90 Cent pro Liter Sprit. Das sind 90 auf der einen, 30 auf der anderen Seite. Nun soll ich den bestrafen der von seinen 30 auch noch die Herstellung, den Transport und Verkauf übernehmen muss? Verkehrte Welt!
Das zahlt die Firma, und sie leitet die Kosten an die Kunden weiter, der Staat sorgt dafür das die infrastruktur da ist das es verkauft werden kann ;) Aber in deiner Welt müßte dir der Staat vermutlich einen 10€ schein für jeden verbrauchten Liter benzin geben, den wir leben ja in Kapitalismus^^
Ne, das hab ich nicht behauptet, da haste was falsch verstanden.
Ich hab aber nun kapiert was Du mit den Verkäufen ins Ausland meinst. Dein Rechenbeispiel war sehr aufschlussreich. Danke dafür!
Was das angeht, so gibt es unzählige Dinge die der Staat subventioniert nur damit sie noch "da" sind. Schau nur mal die Kohle an. Es wäre günstiger jedem Arbeitnehmer der mit der Kohle zu tun hat ein Apartement auf Mallorca zu kaufen und ihn/sie den Rest seines/ihres Lebens den Lohn auszuzahlen als Subventionen zu zahlen. Das Rechenbeispiel stand mal im Stern, die haten vor Jahren einen riesen Bericht über unnötige Subventionen, und die Kohle war nur ein Beispiel von ungeahnt vielen, bei denen einem auch der Kiefer ein wenig absackte weil man sah was nicht alles subventioniert wird.
Indirekt wird ja auch Mercedes subventioniert, oder was meinst du was die hier an Steuern zahlen????
Ich glaub, da hatten sie auch die letzte Europäische Schiffswerft(keine ahnung für welchen typ schiff), mit dabei die ziemlich heftig war(ich glaub das war das Malle beispiel) ;)
Nur ist Atomstrom, einerseits kein so großer Arbeitgeber und es sind dort viele hochqualifizierte Leute beschäftigt die gute Chanchen auf den Arbeitsmarkt hätten während ein plötzlicher Verlust der Kohlearbeiter durchaus gravierende Auswirkungen auf gewisse Regionen hätte, die die Subventionen vielleicht wieder rechtfertigen den Auszahlen kann man es nicht und der wirtschaftliche Kreislauf bleibt dadurch erhalten was der Region zeit zum umrüsten gibt. Das heißt das es sich mit einen weiteren Blickwinkel lohnen könnte.
Bei Atomstrom wurde dieser Ausstieg auf Raten, aber schon einige male verlängert da es ja "ohne" nicht geht. Das sieht allerdings nach einen Trugschluß aus. Zudem gibt es auch in den letzten jahren nur wenig Politiker, die sich pro Atomstrom ausgesprochen haben - das negative Image gab es nicht erst seit Fukushima.
Naja, ganz so schlimm ist es ja nicht. Siehe hier:
Bei einem Literpreis von 1,58.9€ bekommt der Staat 91,19 Cent, und der Anbieter folglich 67,71 Cent. Siehe hier:
http://www.aral.de/aral/sectiongenericarticle.do?categoryId=9013265&contentId=7025891
Und Du darfst nicht vergessen, dass der Staat für seinen Anteil auch eine Leistung erbringt, nämlich die Voraussetzungen für den Individualverkehr zu schaffen. (Straßenbau, Unterhaltung etc.) Wenn es diese Voraussetzungen nicht gäbe, würde auch kein Anbieter Sprit verkaufen können.
Gut, meine 30 Cent waren als "Hausnummer" gedacht, denn ich fahre kein Auto und habe von daher den aktuellen Preis nicht im Kopf.
Die Begründung mit dem Strassenbau kann ich natürlich nachvollziehen und es ist sehr einleuchtend, aber mal ganz ehrlich: Die Hälfte würde es auch tun und zwar von BEIDEN Seiten.
Nur müssten es Bund und Länder, mal auf die Reihe bekommen, die Gelder die durch Mineralöl- und KFZ Steuer ins Säckle fließen, in den Straßenbau fließen zu lassen. Das Geld wird ganz offensichtlich für andere zwecke, benutzt wie die, für die es eigendlich gedacht ist. Sehr euch mal die Straßen an, in was für einen mieserablen Zustand die sind, wenn die Gelder wirklich voll für die Infrastruktur eingesetzt werden würden, müssten unsere Straßen in einen wesendlich besseren Zustand sein. Stattdessen wird immer nur Flickschusterei betrieben.
Informier dich besser!
Die Steuereinnahmen aus der KFZ-Steuer im Jahr betragen etwa 9 Mrd Euro.
Die Kosten für den Straßenbau allein liegen im Jahr bei etwa 30 Mrd Euro.
Wenn die Autofahrer all ihre verursachten Schäden selbst tragen müssten, würden Millionen auf die Öffentlichen umsteigen.
Tja Wespe,
hättest du richtig gelesen bezog sich mein Post darauf, das die Einnahmen aus der KFZ-Steuer und der Mineralölsteuer, eigendlich für die Infrastruktur gedacht sind.
Tatsache ist nur, das sich Bund und Länder munter an den 9mrd € bedienen um andere Löcher zu Stopfen, anstatt das Geld dafür einzusetzen für das es gedacht ist. Ich fahre täglich gut 300km und der miese Zustand der Straßen lässt sich nicht verbergen. Beispiel Recklinghausen, da ist eine Hauptstraße, die von Herne aus in die Recklinghäuser innenstadt führt, in einem so miesen Zustand, das sie eigendlich komplett Saniert werden müsste. Andererseits, werden Milliarden verschwendet, da falsch kalkuliert wird. Beispiel Segerothstraße in Essen. Da sollte die Sanierung des Teilstückes vom Berlinerplatz bis zur Uni (gut 1km), knappe 900000€ kosten und nur 1 Jahr dauern. Inzwischen Frickeln die da bereits das dritte Jahr herum und die Kosten steigen auf Vorraussichtlich 1,7 mio €.
Anderes Beispiel, Vogelheimer Straße in Essen, in den 3 Jahren die ich da täglich durchfahre, haben die ein und die selbe Stelle jetzt bereits das 4. mal aufgerissen. Beim ersten mal für eine neue Straßendecke, das zweite mal wurden Abwasserrohre erneuert, letztes Jahr die Gasleitungen und nun werden die Wasserleitungen erneuert. Das "frisch" Asphaltierte teilstück sieht inzwischen aus wie ein Flickenteppich. Bei logischer Planung auf langlebigkeit, hätte man das Teilstück eine längere Zeit gesperrt und gleich alles aufeinmal gemacht, was mit sicherheit um einiges billiger gewesen wäre.
Zu guterletzt noch ein Beispiel. Die B7 bei Warburg, erst wurde dort eine komplett neue Kreuzung gebaut um zwei Jahre später die Kreuzung durch eine Brücke zu ersetzen.
Hätte man die Straßen in Deutschland nicht Jahrzehnte lang vor sich hingammeln lassen, wäre der Bedarf an Finanziellen mitteln wesendlich geringer und durchs Budget zu decken.
"bezog sich mein Post darauf, das die Einnahmen aus der KFZ-Steuer und der Mineralölsteuer, eigendlich für die Infrastruktur gedacht sind."
Aha und die Lotteriesteuer ist für die Lottospieler gedacht und die Tabacksteuer für Aschenbecher in der Öffentlichkeit:
http://www.youtube.com/watch?v=ayHzg8oMvV0
...und das wiederum würden die Öffentlichen mit Sicherheit nicht verkraften.
Stimmt, die sind ja jetzt schon überlastet und äusserst unzuverlässig.
Wenn morgens schon die ersten beiden U-Bahnen Verspätungen haben, ist da irgendwas nicht ok. Von der DB erst garnicht zu reden. ;o)
Dafür labern die jetzt schon wieder über einen Winter-Blackout.
Das liegt nur daran, weil ich solche Lampen verwende: /www.nickles.de/forum/off-topic/2011/1-watt-ist-nicht-1-watt-538806723.html
Ernst kommt später.
einfach kein strom mehr ins ausland verkaufen mehrere werke abschalten und der strompreis ist auch wieder nidriger
aber das will ja keiner der muß immer teurer werden und der mündige deutsche bürger zahlt jede erhöhung in diesem land
Das perverse daran ist, hier werden die AKWs heruntergefahren, und der Kerneneriestrom billig von den Nachbarn eingekauft. Was ist daran "grün". Und wer überprüft die AKWs in den ehemaligen "Ostblockstaaten" .
Es ist doch auf dem Gebiet eine Mauschelei ohne Ende und der Bürger merkt wieder nicht, wie er nur verarscht wird.