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War doch klar....

gelöscht_84526 / 7 Antworten / Baumansicht Nickles

Energie ist wichtiger als Lebensmittel: Klick

Anstatt diesen Wahnsinn zu stoppen und das Übel an der Wurzel zu packen, werden jetzt Millionenbeträge an Lebensmittelhilfen für Entwicklungsländer bereitgestellt: Bericht beim Stern.

Profit, Profit, Profit! Da werden dringend notwendige Lebensmittel zu Sprit verarbeitet, während Millionen hungern. Wird Zeit, dass die Ära Mensch langsam zu Ende geht, damit die Erde weiterleben kann.....

Gruß
K.-H.

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hundevatta gelöscht_84526 „War doch klar....“
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Ich muss zugeben: Die Idee, aus Getreide oder anderen Feldfrüchten Sprit zu machen, klang für mich im Anfang auch sehr verlockend. Da bin ich allerdings davon ausgegangen, dass nur die lange reichlich vorhandenen Brachländer in der Landwirtschaft dazu genützt würden. Zugegeben - sehr naiv!

Mittlerweile ist der Zug wohl schon abgefahren und es wird den Bauern schwer klarzumachen sein, dass eine ungewohnt lukrative Einkommensquelle wieder versiegen soll.
In Amerika findet Mais ungewohnt reissenden Absatz; in Mexiko können sich die Leute kaum noch ihre Tortillas leisten. Der einen Freud, des anderen Leid...

- Boh glaupse ey! -
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gelöscht_84526 hundevatta „Ich muss zugeben: Die Idee, aus Getreide oder anderen Feldfrüchten Sprit zu...“
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Ich merke das hier bei uns auf dem Land doch auch zunehmend: Es wird nur noch Mais angebaut. Grund dafür ist, dass an allen Ecken und Enden Biogas-Anlagen gebaut werden.

Da ich selber ein paar Tiere habe (zwei Ponys, zwei Ziegen, zwei Hängebauchschweine usw.) brauche ich für den Winter immer Stroh. Noch vor zwei oder drei Jahren haben dir die Bauern das Stroh mehr oder weniger hinterhergeworfen (ein HD-Ballen für etwa 50 Cent). Mittlerweile kommst du schon bald nicht mehr an Stroh heran, weil kein entsprechendes Getreide mehr angebaut wird - deswegen kaufe ich jetzt immer Hobelspäne (gibt es als Pressballen).

Viehfutter bekommst du auch bald nicht mehr. Habe ich letztes Jahr für Rübenschnitzel noch unter 10 Euro pro Zentner bezahlt, kostet das Zeug mittlerweile etwa 16 Euro....

Sämtliche Anbauflächen werden nur noch für Mais gebraucht. Und das, was du schreibst - nämlich dass du gedacht hast, die Bauern würden für die Produktion von Getreide für die Energieproduktion brach liegende Flächen verwenden - war wohl nur ein Traum. Solange die Bauern für brachliegendes Land mehr bekommen, wenn sie es nicht bearbeiten, als wenn sie darauf was anbauen, werden die einen Sch..ßdreck tun und sich in die Arbeit stürzen. Da müssen erst so einige Sachen in Brüssel (oder von Brüssel aus) geändert werden. Wenn die Bauern ihre Felder bearbeiten sollen, dann haben sie ja keine Zeit mehr, um für höhere Milchpreise zu kämpfen....

Gruß
K.-H.

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Max Payne hundevatta „Ich muss zugeben: Die Idee, aus Getreide oder anderen Feldfrüchten Sprit zu...“
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In Amerika findet Mais ungewohnt reissenden Absatz; in Mexiko können sich die Leute kaum noch ihre Tortillas leisten. Der einen Freud, des anderen Leid...

... was auch daran liegt, dass lange Jahre der Importmais aus USA billiger war als der in Mexico angebaute. Seitdem wird in Mexiko kaum noch Mais angepflanzt. Nun brauchen die Amis ihren Mais plötzlich selber, auch zur Erzeugung von Bioethanol, und die Mexikaner gucken in die Röhre.

Das sollte Allen eine Warnung dafür sein, was passiert, wenn man sich aus freien Stücken von anderen abhängig macht.
The trouble with computers is that they do what you told them – not necessarily what you wanted them to do.
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Prosseco Max Payne „ ... was auch daran liegt, dass lange Jahre der Importmais aus USA billiger war...“
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Hallo Max,

es stimmt fast. Nur mittlerweile ist es nicht mehr so krass, wie vor ein paar Jahren.

Klar das Kilo Tortilla kostet Heute 6.50 Pesos (0.40 Euro) als wie vor 5 Jahren 4.50 Pesos (0.27 Euro). Fuer Europa ist es wenig. Aber bei ein Mindest Arbeiter Lohn von 5 Pesos die Stunde, tja dann rechne dir das mal aus.

Dank durch den Mex. Praesident Felipe Calderon. Der Mexikanische Staat Subventioniert, die Grundnahrungsmittel damit sie nicht steigen. Durch den Oel Ueberschuss.
Sonst waere der Preis der Tortilla ins Uferlose gegangen.

Auch wenn PEMEX (Petroleos Mexicanos) leidet, weil die Firma wird als Sparschwein der Parteien/Politiker und noch dazu die eigene Gewerkschaften, was der ganze Uebel das Landes darstellt ausgemergelt. Dazu noch die Firma exportiert ihr Petroleo nach USA, damit dort es als Benzin verwandelt wird, dazu noch kostet die Importierung des Benzin das Doppelte. Die Amerikaner leiden zum 1. mal in ihre Geschichte. Die waeren niemals so gross gekommen, wenn sie nicht die Mexikaner haetten.

Gruesse
Sascha

Das ist keine Signatur. Sondern ich putz hier nur
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Crazy Eye gelöscht_84526 „War doch klar....“
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Du weißt aber das auch die fleisch esser unter uns auch unnötig viel Lebensmittel aus den kreislauf nehmen ;) Das sollte man nicht vergessen wenn man sich über das bißchen biodiesel aufregt, und denen den Welthunger ankreidet.

Ich werde wohl weiterhin mein Fleisch essen, und würde auch nicht vor Biodiesel zurückschrecken.

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The Wasp gelöscht_84526 „War doch klar....“
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Interessant. Eine andere Begründung als das milliardenköpfige Raupen-China gab es für die steigenden Lebensmittelpreise bisher ja nicht. Nun sind es doch wieder vor allem die USA und die anderen Erste-Welt-Länder, die mit ihrem Konsum auch die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben...
Für den Hunger in Dritte-Welt-Ländern sind aber meist und zuerst die dort regierenden Eliten und die damit verbundene Korruption verantwortlich und nicht die Rohstoffpreise. Die beste Vorsorge gegen Hunger ist eine intakte Wirtschaft und Binnenlandwirtschaft mit einer Überproduktion. Das lassen aber die Verhältnisse in vielen Dritte-Welt-Ländern nicht zu.

Ende
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gelöscht_84526 The Wasp „Interessant. Eine andere Begründung als das milliardenköpfige Raupen-China gab...“
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Zu deiner Feststellung Die beste Vorsorge gegen Hunger ist eine intakte Wirtschaft und Binnenlandwirtschaft :

Das meinte ich mit ".....und das Übel an der Wurzel zu packen,..".

Gruß
K.-H.

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