Hallo,
ich habe ja schon immer den Eindruck gehabt, dass sich die Funktionäre von diesen und anderen Hilfsorganisationen zuerst mal sich selbst die Tasche mit Spendengelder vollstopfen, sodass noch nicht mal mehr ein müder Cent dahin fließt wo er gebraucht wird.
MfG. Hexagon
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Genau aus diesem Grunde spende ich grundsätzlich nirgends, und zwar ganz konsequent.
Lieber gebe ich dem "Asphalt"-Verkäufer zwei Euro für seine Zeitung, die er in der Fußgängerzone verkauft. Oder irgendwelchen Straßenmusikanten. Da weiß ich, dass das Geld da ankommt, wo es hin soll.....
Gruß
K.-H.
vom spenden habe ich auch abstand genommen. bei mir waren die letztes jahr und wollten ne spende fürs neue freibad.die waren auch noch wählerisch, denn den eimer wasser wollten die nicht nehmen.
gruß
normalo
Gibt es überhaupt noch eine sogen. wohltätige Organisation, welche sich nicht zuerst selbst die Taschen füllt? Mehrere Geschäftsführer, Berater, ehrenamtliche Mitarbeiter mit einer Tagesentschädigung von 800€, wie bei UNICEF.
Man sollte selbst keine "Kleiderspende "mehr geben, sondern alte Sachen in den Müll werfen
Habe selbst in Gambia-Weastafrika auf dem Markt Berge alter gebrauchter Schlüpfer und Büstenhalter gesehen, welche an Einheimische verkauft wurden. Die Qualität genügte höchstens noch zum Fahradkettenreinigen. Stolz wurde noch auf German-Quality hingewiesen. Selbst mit Putzlappen werden die die Ärmsten noch ausgebeutet.
Da habe ich mal einen kritischen Bericht drüber im Fernsehen gesehen. Fazit: DOCH, man sollte, zumindest etwas höherwertige Ware. Damit werden auch einige Arbeitsplätze hier gesichert. Keine hochbezahlten Jobs natürlich, aber immerhin. Vom Abholfahrer, über die Sortierer(innen), diejenigen, die die Sachen für den Export verpacken. In Afrika gibt es dann noch diverse Zwischenhändler, die immerhin ihr Auskommen damit haben.
Alle verdienen irgendwo an Sachen, die hier sonst nur in den Müll kommen würden.
Was wäre der Fall, würden die Sachen wirklich nur noch konsequent weggeschmissen werden? Die Sachen würden hier wohl in die Müllverbrennung kommen, evtl. wäre das dann noch für einige Industrieunternehmen interessant, die damit anderen Brennstoff einsparen. Diesen Vorteil würden sie wohl kaum als finanziellen Vorteil an die Kunden weitergeben. Und die Afrikaner? Gar kein Problem, die müssen auch nicht nackt durch die Gegend laufen. Es würde bestenfalls ein paar Wochen dauern, dann wäre der Markt von chinesischen Produkten überschwemmt. Und eben diese chinesische Billigstware wird zumindest von den führenden hiesigen Altkleidersammlern aussortiert, dieser Schrott kostet neu schon nichts, da braucht man nicht noch den Transport nach Afrika bezahlen. Ein Minimum an Qualität sollte also vorhanden sein.
Was würde auf keinen Fall passieren? Das gleiche wie hier: Eine einheimische Produktion würde sich hinten und vorne nicht lohnen, dafür sind die China-Waren einfach viel zu billig.
Natürlich kann es sein, daß ausgerechnet dort, wo du gerade warst, ein Anbieter das Billigste ein- und wieder verkauft hat, was er für sein Geld bekommen konnte und seine Käufer damit über's Ohr hauen wollte. Das ist aber nicht der Standard. Die Putzlumpen werden im Normalfall hier schon aussortiert, dafür ist das Angebot an Altkleidung zu groß und die Nachfrage nicht unendlich, als daß das überall vorkommt.
Möchte noch etwas hinzufügen. Bin nicht gegen Spenden, wenn auch der Eindruck entstanden sein sollte. Habe jahrelang monatlich 50 DM nach Gambia an eine junge Familie geschickt, die sich eben nur solche Sachen vom Markt, wie oben beschrieben , leisten konnte, obwohl der Mann mehrere Berufe gelernt hatte.
Das einheimische Kleinhandwerk wird durch die Überschwemmung mit europäischem Abfall unterdrückt. Chinasachen gab es natürlich auch, aber selbst diese waren zu teuer.
Nachdem die Engländer dieses Land Jahrhunderte ausgebeutet haben, sodass es dort kaum noch Wald, und demzufolge außer Wildschweine auch kein Wild mehr gab, vom Sklavenhandel ganz zu schweigen, wurden sie erst 1949 in die Unabhängigkeit geworfen, nachdem Nichts mehr zu holen war. Das Hauptnahrungsmittel sind grätige Fische, die man an jedem Tümpel zur genüge fangen kann.
Genau so geht es den Senegalesen. Von diesen beiden Staaten kommen die Bootflüchtlinge, welche täglich vor den canarischen Inseln aufgefischt werden.
muhahaha! lol..................... muss man sich bildlich vorstellen! ich kann nich mehr.....
im letzten Jahr stand vor meiner Tür ein junger Mann mit roter Jacke samt Emblem am Arm.
Ich kann jetzt nicht mehr sagen, ob es Malt*** oder Joha*** war.
Er hat mir in der gleichen Art, wie es sonst die Zeitungsdrücker zu tun pfleg(t)en die Notwendigkeit erläutert, daß und warum ich die Institution unterstützen solle und müsse. Auf Nachfrage ergab sich, daß er sich diese Unterstützung in Form einer Mitgliedschaft mit jährl. bereits vorgegebenem (Spenden-)Beitrag vorstelle. Waren afair 40€. Als ich meinte, daß mein Bedarf an Mitgliedschaften nicht so ausgeprägt sei, ich aber der Sache durchaus nicht abgeneigt wäre und ihm 20€ als Barspende mit Quittung anbot, wurde er einigermassen abweisend mit dem Tenor: Er sei kein Spendenbettler, sondern arbeite lediglich FÜR die Joh./Malt. und er verdiene an den Verträgen. Dreht sich um und war weg. Ohne die angebotene Spende.
Genau das ist es, warum die Spendenbereitschaft ihre Dämpfer bekommt. Dies und die UNICEF-Provisionszahlungen. Nun mag man darüber diskutieren, ob horrende Zahlungen an Manager/Berater/Lobbyisten verwerflich sind. Betriebswirtschaftlich gedacht sind auch noch so hohe Gehälter für Ackermänner dann gerechtfertigt, wenn er ein vielfaches davon reinschafft.
Aber auch ich ziehe es vor, da zu helfen, wo ich sehe was damit geschieht. Egal, ob das Tafel, Tierschutz oder der in der finanz. Klemme sitzende Nachbar ist.
Geld an Straßenmusikanten?
In Berlin funktioniert das so: die Stellplätze für die Musikanten werden von mafiösen Gruppen vergeben, die sich auch manchmal gegenseitig in die Haare kriegen.
Die Musiker bezahlen an diese Stellplatzgebühren oder liefern ihre Kohle dort ab. Dafür gewährleisten diese, dass keine Konkurrenten am Platz auftauchen.
Wenn ich was zu Spenden habe, dann spendier ich das an meine Enkel. Eine bessere Investition kann ich mir nicht vorstellen.
Ich informiere mich (so weit es möglich ist), bevor ich mich spendenmäßig festlege.
Internationalen "Überorganisationen" wie z.B. Unicef stehe ich mit einer Portion Skepsis gegenüber. Ob dies allerdings insgesamt gerechtfertigt ist, ist eine andere Frage.
Das generelle Argument ("ich spende nicht, weil da Beschiss im Spiel sein könnte") überzeugt mich nicht.
Denn man kann sich über Spendenorganisationen und über das Für und Wider heutzutage sehr viel besser informieren als früher. Wozu gibt es denn Google?
Wenn es um neue Hardware geht, informieren wir uns doch vorher auch, damit wir keinen Schrott angedreht bekommen...
Da hielte ich es für viel sinnvoller, sich von der skandalträchtigsten Branche überhaupt abzuwenden. Sie kommt nämlich auch nicht ein Jahr am Stück ohne handfesten Skandal aus (ich rede von der Fleischmafia).
Bei ihr ist wirklich Hopfen und Malz verloren...
Meine Spendenorganisation suche ich nach meinem ganz persönlichen Spendenbedürfnis aus.
Denn erstens mir geht es darum, dauerhaft etwas zu verändern.
Und zweitens geht es mir darum, dass es den Empfängern möglich ist, ihr Leben anschließend selber in die Hand nehmen zu können - unter Bewahrung ihrer kulturellen Eigenheiten.
Es geht mir nicht darum, sie zu unserem zivilisierten Leben hin zu entwickeln.
Brunnenprojekte in Afrika für die dort lebenden Dorfbewohner z.B. - dafür gebe ich gerne Geld aus.
Es gibt ein breites Angebot mancher Hilfsorganisationen - von Patenschaften (die aber dem ganzen Dorf zugutekommen, nicht nur dem einzelnen Kind - das also, wozu Jüki sich entschlossen hat) über Notprojekte anlässlich besonderer Umstände (wie z.B. nach dem Erdbeben in Kaschmir) bis hin zu langfristigen Entwicklungsprojekten und Mikrokrediten (ja, auch Hilfsorganisationen greifen diese Mikrokredit-Idee auf!).
http://www.worldvision.de/projekte_mikrokredite.php
Gruß
Shrek3
Mit Geldspenden halte ich mich auch sehr zurück da zuviel Schindluder mit getrieben wird!
Das letzte Mal habe ich 2005 einen grösseren Betrag gespendet als der Tsunami "halb Asien" überflutet hat.
Würde auch mehr spenden, wenn ich GENAU wüsste, wohin das Geld geht.
Altkleider gehen bei mir generell in den Altkleidercontainer vom DRK!!! Warum wegwerfen....
Bei der Wortwahl von einem User hier bleibe ich lieber bei meinen Ausrufezeichen!!!! :P
Obwohl, viel zu lesen gibt es nicht mehr von Ihm :P
MfG
THX Ultra II
Nach meinen Informationen ist Ärzte ohne Grenzen recht empfehlenswert. Ich habe da auch schon gespendet, z.B. Anfang 2005, kurz nach dem Tsunami.
Ansonsten kann man sich hier über dieses Thema ganz gut informieren: http://dzi.de/spendber.htm
Eins muss aber auch klar sein, größere Organisationen haben immer auch eine kostspielige Verwaltung. Das lässt sich leider nicht ganz vermeiden.
CU
Olaf
