Also, wenn das kein Fall für Akte X ist.
Neulich stellte ich fest, dass mein Gasbrenner es nicht mehr tut. Alos haben ich so eine normale 190g-Kartusche im Baumarkt gekauft.
Aufgedreht, alte raus, neue rein, zugedreht - Nanu?!
Das blöde Zischen fand ich gar nicht toll. Auf den Kopf gedreht blubberte es, beim erneuten Umdrehe tropfte Butan raus, fiel auf den Boden und verdampfte augenblicklich.
Das Aufdrehen des Ventils quittierte der Brenner mit einem ziemlich flüssigen Strahl, das Zudrehe mit dem Blubbern aus dem Ventil.
Ich wusste auch nicht weiter und ließ es weiter zischen.
Ich habe das Gehäuse angenommen und das Ventil auseinandergeschraubt. Das Doofe ist, dass alle Gummidichtungen gut aussehen und keine Risse zu sehen sind.
Kann es sein, dass das Gummi nach knapp 10 Jahren kleingetrocknet ist und den Druck einer neuen Kartusche nicht mehr standhält?
Dann brauchen solche Brenner ja ein Verfallsdatum.
Ach ja, die alte Kartuschen hatte angeblich ein Propan-Butan-Gemisch drinne, die Neue nur Butan, aber das dürfte doch beim gleichen Füllgewisch nur weniger Druck bedeuten, oder?
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Hallo!
> Kann es sein, dass das Gummi nach knapp 10 Jahren kleingetrocknet ist und den Druck einer neuen Kartusche nicht mehr standhält?
Ja.
Mußte mal mit dem Feuerzeug Licht machen und genau nachschauen :-)
(Kleiner Scherz).
Ich habe schon öfters poröses Gummi erlebt.
Manchmal hilft einfetten.
Gruss
ChrE
Das regt jetzt sehr zum Nachdenken an.
Hmmm. Kindergeld wird ja jetzt erhöht.
Manchmal hilft einfetten.
Besonders bei Sauerstofflaschen.
Man sollte aber vor dem Aufdrehen einen Gehörschutz verwenden....
Der Knall kann ziemlich laut sein.
Muahahahaaaa!
Jürgen
Hmmm. Kindergeld wird ja jetzt erhöht.
Ja, da würde aber etwas mehr Feuer nicht schaden ;)
Ich habe genauer nachgeschaut, die Dichtungen sind wohl wirklich geschrumpft, zwar sind sie NICHT porös, dafür aber wackeln sie in ihren Vertiefungen.
Dann stimmt die Höhe wohl auch nicht. Fürs Einfetten wohl zu spät, ist bei der Verschussdichtung innen auch gar nicht möglich, denn da kommt man nur durch das gewaltsame Aufbiegen ran.
Also ein Einwegteil.
Naja, nach 10 Jahren wohl kein Wunder.
Sollte man sich ganz tief ins Gedächtnis einschreiben:
Fette und Öle aller Art haben grundsätzlich nichts an Armaturen zu suchen, die mit unter Druck stehenden gasförmigen Substanzen zu tun haben.
Nicht mal an Helium.
Jürgen
Man mag es gar nicht glauben, aber die bewegliche Dichtung (am beweglichen Teil, das an der Kartusche anliegt) war geschmiert, und das ist sicherlich nicht meine Arbeit gewesen.
Oder kann der Schmierfilm aus der Kartusche kommen? Sollte doch wohl nicht.
ja - aber das hat nicht ein Laie gemacht, sondern der Hersteller.
Der weiß genau, was er verwendet - was ein Laie eben nicht kann.
Für den Laien - Finger weg von Hochspannung und unter Druck stehenden (vielleicht gar noch brennbaren) Medien!
Und zwar im eigenen Interesse - und im Interesse derer, die zufällig vorbei kommen.
Jürgen
Das Problem ist: Wer ist eigentlich ein Laie?
Ich kann die Verkabelung im Haus auch selber verlegen, gewiss nicht schlechter, als einer mit einem Meisterbrief.
Und bestimmt mache nichts verkehrt beim Anschließen eines Gasherds.
Aber dennoch muss ich einen Techniker rufen, der mir einen 1 Meter langen Schlauch für 70 Euronen vertickert. Ist das nicht Sch..?
Klar, ein echter Laie könnte was falsch machen und eine Explosion initiieren, aber der könnte ja auch nachträglich daran rumfummeln, wenn alles bagenommen und der Haupthahn entsiegelt und offen ist.
Sowas nervt schon.
Genau so bescheuert: Ich kann die 8 Schrauben am Fernseher lösen und eine geschmolzene Sicherung auswechseln, anstatt eine Ewigkeit au die Pick-Up-Abwicklung von Philips warten. Aber wenn dann wirklich was Ernstes passiert: Keine Garantie wegen Eigeneingriff. :K
usw. usf.
Das stimmt so pauschal nicht, denn mit dem Druck hat das nix zu tun.
Das mit dem Fett an der Sauerstoffarmatur hängt schlicht damit zusammen, dass das Fett und der Sauerstoff in einer Redox-Reaktion reagieren, die dummer weise auch noch exotherm ist; hier passiert dasselbe wie bei dem klassischen Versuch, mit den extremfeinen Eisenfeilspänen, denen ein paar Tropfen Wasser zugesetzt werden ==> das Eisen verbrennt (hier verbrennt das Fett)
Volker
Hallo!
Naja, ich nehme immer sowas:
http://www.mascom-bremen.de/html/de/2/artId/__VAC3-100/gid/__Online+Shop90209020390203290/article.html
Fluorbasis, geht auch im Weltraum.
Reagiert so ziemlich mit nichts.
Gruss
ChrE
Das Elastomer der Dichtungen ist bretthart nach dieser Zeit => Dichtungen ersetzen.
und nein, dichtungsfett hilft da nicht.
Volker
Das könnte hinkommen.
Zwar sind die Dichtungen noch nicht ganz bretthart, aber eben kompakter geworden.
Elastomere (ich sage ungern "Gummi" denn "das Gummi" gibt es nicht; es gibt NBR, SBR, EPDM und noch viele mehr) werden nunmal mit der Zeit hart und porös, unabhängig davon ob wie häufig sie benutzt werden.
Autoreifen z.B., die >5 Jahre im Lager gelegen haben, taugen auch nur noch dazu, entsorgt zu werden, auch wenn sie noch keinen Meter gelaufen sind. Gleiches gilt für Elastomer-Dichtungen (es gibt ein paar Ausnahmen: Silikondichtungen z.B. Allerdings fällt Silikon eher unter Plastomere als unter Elastomere)
Das hängt einfach damit zusammen, dass die Elastomere sich mit der Zeit regelrecht entmischen; und langandauernde UV-Einwirkung verstärkt diesen Vorgang noch.
Volker
die Seite sieht zwar sehr "bescheiden" aus,
gibt aber einen kurzgefassten Vergleich wieder:
http://www.schoolweb.de/millenniumobserver/katastrophen/chal.htm
mfg
Libertè
;~)
