Tatort: B12 km 94,0
Lokalität: 4-spurig ausgebaute Autostraße, links und rechts durch Zäune abgesperrt.
Geschwindigkeit ist zwar 100 km/h, aber wer hält sich dran außer LKW-Fahrer.
Was ist nun das Besondere an km 94.0 ?
Hier wie auch an anderen Stellen an der B12 gibt es auf beiden Seiten Haltebuchten mit dem Hinweisschild: Notruftelefon.
Eigentlich eine erfreuliche Sache, nur..............
ein Telefon gibt es NUR auf einer Seite der Straße.
Welche Chance hat nun ein behäbiger unter Streß stehender Rentner, lebendig auf die andere Straßenseite zu kommen?
Sparen und den Tod von Menschen billigend in Kauf nehmen.
Aufgrund meiner Eingabe will der ADAC erstmal mit der örtlichen Verkehrsbehörde eine Ortbesichtigung machen.
Na bravo.
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Vielleicht hat der Rentner ja Glück und es kommt einer der 80 Mio. Handybesitzer vorbei und übernimmt hilfreicherweise den Notruf für ihn.
Oder er schickt die Marianne über die Straße. ;o)
Bei uns gib´s wenigstens Notrufsäulen, in anderen Australien wartet man bis jemand vorbeikommt und anhält, und das kann dauern.
Nun, ganz so einfach ist das mit den Notrufen per Handy ja nun auch nicht.
Erkläre mal jemanden per Handy, wo du dich befindest, wenn du ortsfremd bist - du dich also gerade irgendwo in der Wallachei befindest, wo du noch nie gewesen bist - und evtl. gerade ein schwerer Unfall passiert ist, bei dem Menschen schwerstverletzt sind und du dementsprechend womöglich auch noch mehr oder weniger unter Schock stehst. Da ist es dann schon einfacher, wenn man gerade eine Notrufsäule vorfindet, da ist man sich nämlich in der Notrufzentrale sofort darüber im Klaren, wo die Stelle zu finden ist, von welcher angerufen wird.
Wenn ich einen Plattfuß habe und gerade kein Reserverad dabei habe, dann ist das egal, da kann ich in aller Ruhe schildern, wo ich mich befinde, da kommt es auf ein paar Minuten nicht an. Aber in einer "Notsituation", für welche solche "Notrufsäulen" ja vorhanden sein sollten, ist eben diese Notrufsäule die bessere Wahl...
Gruß
K.-H.
Für diesen Zweck stehen an Bundesstraßen alle paar Meter diese Schilder mit Straßenbezeichnung und Kilometerangabe.
Ach ja.
Je nach Bundesland alle 200 bzw. 500 m.
Björn Steiger Stiftung bietet allen Rettungsleitstellen Handyortung an.
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