Außer Spesen nix gewesen. Die britischen Eisenbahnen sollen verstaatlicht werden:
http://www.derfunke.de/joomla-cms/content/view/432/75/
(Fahrpreise verdoppelt, staatliche Zuschüsse multipliziert, Sicherheit im Eimer.)
http://www.daserste.de/britischeskino/sendung_dyn~film,780~cm.asp
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Meine Meinung: Bahn und Post (mit allen "Unterabteilungen", also Telekom, Postbank, Brief- und Paketbeförderung) gehören in staatliche Hände, nicht in private. Wieso man auf die Idee gekommen ist, diese Institutionen in gewinnorientierte Unternehmen umzuwandeln und in private Hand abzugeben, das will sich mir einfach nicht erschließen.
Immerhin wurden diese Unternehmen durch oder mit Steuermitteln aufgebaut, sie "gehörten" somit dem Volk. Wieso können da eigentlich so ein paar Politikerdeppen auf die Idee kommen und diese Unternehmen, deren Aufbau Milliarden gekostet hat - aus Steuermitteln wohlgemerkt - einfach mal so in private Hand zu übergeben und sich (oder ihren Bekannten, Verwandten, Freunden, Gönnern etc.) dabei womöglich noch die Aufsichtsratposten zuzuschanzen und somit den Bürger abzuzocken? Von den Taschen, die sie sich dadurch vollstopfen, mal ganz abgesehen.
Ich finde es gut, was da gerade in Schottland abgeht. Hoffentlich nehmen sich die Damen und Herren Politiker hier in Deutschland mal ein Beispiel daran - vielleicht springt ja bei dem einen oder anderen das Gehirn an.....
Gruß
Beim maximalen Schaden, fällt halt auch maximaler Gewinn an. Irgendwer bezahlt schon die Zeche, ein Land kann ja nicht pleite gehen... Mit der neoliberalen Ideologie lassen sich die Bürger ja mächtig einschüchtern und halten endlich auch die freche Klappe.
Danke für Deine Meinung. Bin selber Lokführer und kann Dir aus eigenem Erleben sagen, das so eine "Privatisierung" nur dazu dient, das Geld von einer Abteilung in die ander zu transferieren, um sie als Gewinn zu deklarieren,und gleichzeitig einen Personalabbau durchzuziehen, der bei einem staatlichen Unternehmen so nicht möglich ist, sowie bei den Gehältern die Preise zu drücken. Das passiert ja jetzt auch bei der Telekom mal wieder, die Frage ist nur, wo bei den Reduzierungen noch der Service herkommen soll.
PS Ich bin gerne Eisenbahner
nun, der Mehdorn iss nicht dumm, auf der einen Seite mal wieder Preise erhöhen und auf der anderen Seite "Subventionen" einsacken und später mit großen Gewinn prahlen.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23264/1.html
Mehdorn ist genauso verlogen wie viele anderen auch.
Bei Brief- und Paketbeförderung kann ich dir ehrlich gesagt nicht folgen - wir leben in einem freien Land, wieso soll es staatlich reglementiert werden, wer gewerblich einen Gegenstand von A nach B transportieren darf? Zu den anderen Beispielen aber volle Zustimmung, insbesondere zum Beispiel Bahn.
Man darf bei all dem auch nicht vergessen, dass Privatisierung ein irreversibler Vorgang ist: Sollte sich die Privatisierung im Nachhinein als großer Fehler erweisen, gibt es kein Zurück mehr. Schließlich kann man private Eigentümer nicht zwingen, an den Staat (zurück) zu verkaufen, geschweige denn zu welchem Preis.
CU
Olaf
Aus ökologischen Gründen. Hier rollen an einem Vormittag zwei Postdienste und vier Paketdienste jeweils mit eigenem Fahrzeug durch (Dorf). Das ist einfach idiotisch - und teuer! Wer darf die ganze Verschwendung dann bezahlen? Der Kunde natürlich ...
HTH, Z.
...streng betrachtet gehört energie, wasser, gesundheit auch nicht in private hände. speziell mit gesundheit dürfen imho keinen großen gewinne erwirtschaftet werden.
post, bahn und co sind da eher nur die spitze.
;-)
Richtig - besonders Gesundheit ist ein heikles Thema. Hier in Hamburg hat man ja den Landesbetrieb Krankenhäuser (LBK) privatisiert. Begründung: Die daraus erwachsenden Rationalisierungen seien ökonomisch vernünftig und kämen somit auch den Patienten zugute...
Nun ja - wer's glaubt wird selig :-/
CU
Olaf
Staatliche Unternehmen werden - übrigens weltweit - regelmäßig ineffizient betrieben. Die Preise sind dank Monopolstellung fest und entsprechen nicht dem Marktwert der Leistungen; es besteht für die Unternehmen auch kein Druck, effizienter zu arbeiten. Letztendlich leidet das Unternehmen Telekom (u.a.) noch immer unter den strukturellen Altlasten aus der Bundespost-Zeit.
Kann sich jemand erinnern, dass wir alle zu Zeiten der Bundespost weitaus mehr für Telefondienstleistungen bezahlen mussten als heute nach Freigabe des Wettbewerbs? Wieviel würde wohl eine Bundespost-DSL-Flatrate kosten?
Immerhin wurden diese Unternehmen durch oder mit Steuermitteln aufgebaut, sie "gehörten" somit dem Volk. Wieso können da eigentlich so ein paar Politikerdeppen auf die Idee kommen und diese Unternehmen, deren Aufbau Milliarden gekostet hat - aus Steuermitteln wohlgemerkt - einfach mal so in private Hand zu übergeben
Die Unternehmen wurden nicht einfach hergegeben bzw. hergeschenkt, sondern verkauft. Der Börsengang von Telekom und Post hat Milliarden in die Staatskassen gespült. Noch immer hält die staatliche KfW große Aktienpakete an diesen Unternehmen. Dass die Politik dieses Geld wieder freigiebig woanders verplempert hat, steht wieder auf einem anderen Blatt.
Versuche mal mit einem laufenden DSL-Vertrag umzuziehn. Oder wechsle mal den Provider.
Bei Hansenet/Alice gibt es keine Mindestvertragslaufzeit; die Verträge sind kündbar 4 Wochen zum Monatsende. Finde ich eigentlich ganz fair...
CU
Olaf
Sicher, da ist der Bürger also doppelt abgezockt worden. Erst hat man von seinen Steuergeldern diese Unternehmen aufgebaut - da hat er also zum ersten Mal gezahlt. Anschließend hat man ihm (durch die Aktien) das verkauft, was ihm eigentlich ja schon gehörte.......
Denk mal drüber nach!
Gruß
Wurde irgendjemand gezwungen, die Aktien zu kaufen?
Nee, eigentlich nicht. Aber wer denkt schon soweit, dass er ja eigentlich was kauft, was ihm schon gehört?
Beschiss ist Beschiss und bleibt Beschiss, das kann man drehen und wenden, wie man will. Und hier hat der Staat seine Bürger von vorne bis hinten beschissen........ :-(
Gruß
