Schließung der Komponentenwerke geplant.
Man möchte Getriebe, Motoren usw. wo anders einkaufen.
www.abendblatt.de/daten/2006/02/10/532251.html
www.haz.de/politik/285003.html
Globalisierung. So wird eine leistungsfähige Volkswirtschaft (Exportweltmeister) Stück für Stück abgewickelt. Wenn es so weiter geht, gibt es nicht die Rente mit 67, sondern gar keine Rente. Sozialverträgliches Frühableben ist angesagt. Ja wo ist es denn geblieben, das erwirtschaftete Geld?
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Ist doch schon Gewohnheit in unserer Bananenrepublik: Das gemeine Volk muss es ausbaden. War schon im Mittelalter so und wird auch noch lange so weiter gehen.
Daß es mit VW so kommen wird haben viele vorhergesagt und ist keine Überraschung.Der Grund ist ganz einfach:Schau nur mal in eine VW Preisliste.wenn ein Golf 3x soviel kostet wie ein asiatisches vergleichbares auto,dann wird jedem der Grund klar.Oder kaufst du Waren,die das dreifache von vergleichbaren kosten,nur weil VW draufsteht?
anstatt in der allseits bekannten weise die schuld bei der globalisierung zu suchen,würdest du besser mal fakten nennen.Ein arbeiter bei VW arbeitet 28 Stunden und verdient dabei mehr als viele Ingenieure und Techniker in mittel und kleinbetrieben-ist natürlich voll gerechtfertigt,was?Leistungsfähige volkswirtschaft wird abgewickelt,was für ein Unsinn!Der VW Konzern gehört hauptsächlich dem Land Niedersachsen und kleinaktionären und nicht dem Großkapital.Es wird auch so weiter gehen,zumindest bei firmen,die eine Politik wie VW betreiben-immer draufsatteln bei den arbeitskosten,macht ja nichts.Jetzt wird die Rechnung für weit überzogene arbeitnehmer-Besitzstände fällig,jetzt wo immer weniger Deutsche mal schnell 30000 € für ein normales Auto berappen können.Überdies haben die bei VW eine arbeitsweise,die an einen staatskonzern erinnert und nicht an ein Marktwirtschaftliches Unternehmen.Da wird die hose mit der Beißzange angezogen-echt skurril.
Die Löhne bei VW (und anderen PKW-Herstellern) sind sicher überzogen hoch und stammen aus einer Zeit, als es den PKW-Herstellern noch gut ging, das steht außer Frage. Die Arbeitnehmer der Region hier können von solchen Löhnen sicher nur träumen. Trotzdem glaube ich kaum, dass der Lohnfaktor als Ursache für die überzogene Preispolitik bei den PKW-Herstellern zu sehen ist. VW ist da beileibe kein Einzelfall.
Allein solche unsinnigen Prestige-Objekte wie der Phaeton und der Touareg von VW z. B. kosten unnötig Kohle, welche von den Brot-und-Butter-Modellen erwirtschaftet werden muss. Als VW den Fox auf den Markt brachte, welcher ja in Brasilien produziert wird, sollte das das Einstiegsmodell für den kleinen Geldbeutel sein. Eine Gegenrechnung einer Autozeitung (ich glaube es war die ADAC-Zeitung, will es aber nicht beschwören) ergab, dass dieser Winzling eine Mogelpackung ist. Unterm Strich kam heraus, dass der Fox teurer als der Polo sein soll.
Man sieht ja auch wie unflexibel die deutschen PKW-Hersteller sind. Siehe Ruß-Filter z. B. Es ist ungeheuerlich wie lahmarschig die deutschen Auto- und LKW-Hersteller sind. Hochnäsig und selbstherrlich und mit Sicht auf die Aktionäre, immer auf den allergrößten schnellen Euro bedacht.
Ich glaube fest, dass ein PKW-Hersteller, welcher einen kostengünstigen R4 der Neuzeit, der allen Umwelt und Sicherheitsbelangen Rechnung trägt, wie frisch geschnittenes Brot verkaufen würde. Anstatt Gewinnmaximierung auf kurze Sicht, wäre meiner Meinung nach (als Nichtwirtschaftsfachmann) eine Gewinnkontinuität über die Jahre hin gesehen viel nachhaltiger und effizienter. Selbst wenn man einen PKW mit minimalen Gewinn produzieren würde, wäre das immer noch besser, als die Menschen zuhauf auf die Straße zu setzen. Nebenbei bemerkt, benötigt man für solche PKW auch Zubehör und Ersatzteile, was ja auch ein Markt ist.
Problem bei Autokonzernen ist der Rattenschwanz, der in so einem Unternehmen hinter jedem aus der Produktion steht und die gierige Hand für Nix aufhält, allen voran das Management mit horrenden Gehältern.
Ich habe ein wenig Einblick bei AUDI. Da geht einem das Herzlein über vom Killefick eines hauseigenen Automuseums in Millionenmaßstab über alles mögliche an Sponsoring bis hin zu firmeneignen Events, bei denen sich der Stab der Hofschranzen selbstverliebt feiert. Das erinnert alles in seinen Strukturen an höfisches Gepränge absolutistischer Systeme (inkl. Formationsarschkriechen bei den "hohen Herren", köstlich). Ich habe das so in anderen Industriezweigen nie erlebt, da ließ man die Kirche im Dorf.
Und es stimmt: Bis zur kleinsten Nummer Löhne jenseits von Gut und Böse und in unverbrüchlicher Zuversicht, auf alle Zukunft die eigenen hoffnungslos overengineerten Karren zu horrenden Presien verkaufen zu können.
Wie kommst du auf die Zahl?
Wie kommst du auf Entlassungen?
Wieso bringst du laengere Lebensarbeitszeit mit VW in Zusammenhang?
VW will die Lebensarbeitszeit senken.
1) Die Zahl steht in den Zeitungen.
2) Zunächst war von Entlassungen die Rede, nun wird zurückgerudert (von der Umstrukturierung betroffener Personenkreis, Zulieferer sollen die Werke kaufen) und auf kurz oder lang werden konzernweit soviel Jobs wegfallen, die Krawallbotschaft war vor allem eine Botschaft an die Börse.
3) Lebensarbeitszeit. Schön, VW senkt die Lebensarbeitszeit...aber für die Rentenversicherung steigt sie. Wer füllt die Lücke? Ich denke die Lücke wird nicht gefüllt!
Besonders pikant, Grund für das Porsche-Engagement war, dass ein kleiner Hersteller wie Porsche manche Komponenten nicht in kleiner Stückzahl zu vernünftigen Preisen bekommt. Man hoffte da auf mehr Standing, wenn VW dahinter steht. Nun verschwinden die Komponenten aus dem VW-Konzern und Porsche ist abgelinkt.
Wie immer alles zweimal lesen, es geht eben nicht um Entlassungen sondern um Arbeitsstellenoptimierung :) find ich auch net gut - nur wird da keiner entlassen, sondern die Stellen veroedet.
Von VW war nie das Wort Entlassungen gefallen - das haben deine heissgeliebten HammerJournailien aus Stellenwegfall gemacht!
VW hat interne Rentenausgleiche - die Sinn machen.
Porsche wirds verkraften ;)
Klar haben die Journalisten auf den Busch geklopft und klar wird eine Firma so eine Meldung nicht frank und frei bringen. ABER VW hat diese ungeheuerliche Meldung nicht umgehend dementiert...sowas lässt erfahrungsgemäß tief blicken.
eher hoch - siehe die Aktien...
In den News sprach man von etwa 20.000 Stellen, welche zur Diskussion stehen sollen.
Man hat wohl im ersten Anlauf/Bearbeitungsschritt das Krawallniveau zu hoch gewählt. Zwar traut die Bevölkerung der Merkel alles zu, aber 30000 war wohl über der Reizschwelle. Man überlege sich mal, alles damit damals Kanzler Schröder im Phaeton anreisen konnte, die prolligen VW-Luxus-Busse hatte er über.
Wie sagte doch der Kabaretist Urban Priol:
Da haben sich doch über Nacht die bösen, bösen Lohnnebenkosten bei VW einschlichen und haben dem Vorstand ins Ohr geflüstert "baut den Phaeton, baut den Phaeton, baut den ....".
