Hallo!
Ich "sammle" falsch ausgesprochene Wörter wie
- Camenbert (Camembert)
- Amalgan (Amalgam)
- Kardamon (Kardamom)
- Lymphensittich (Nymphensittich)
- beteidigen (beteiligen) u.ä.
Ich weiss, für die ersten drei gab es schonmal einen Cartoon im I-Net, deswegen bin ich auch drauf gekommen.
Kann mir jemand sagen, ob es für sowas einen Fachausdruck gibt bzw. eine wissenschaftliche Erklärung, wie sowas zustande kommt?
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Wikipedia sagt folgendes zu Versprechern:
"Das Versprechen beruht auf einer fehlerhaften Verarbeitung bei der Ausgabe von Gedanken. Dabei sagt man etwas anderes, als man sagen will, oder man sagt etwas anderes, als man meint. Oft kann man Versprechen korrigieren. Manchmal bemerkt man es nicht, weil man geglaubt hat, zu sagen, was man sagen wollte. Den Akt des Versprechens nennt man auch Versprecher. Wenn der Versprecher, durch das Unterbewusstsein gesteuert, eine besondere Bedeutung hat, spricht man auch von einem Freud'schen Versprecher."
Vielleicht hilft dir auch das Wort "Psycholinguistik" weiter, die Wissenschaft der menschlichen Sprachfähigkeit.
moin,
auch ein Klassiker: "Expresso"...
gruß michel9
Hallo, google mal zum Thema Phonetik, da gibts etliche Treffer rund ums Thema Aussprache. Einen Klassiker habe ich auch:
"fümf" statt "fünf".
...oder "Ferd" statt "Pferd" und "schwümmen" statt "schwimmen" ;)
Ich glaube der Zwiebelfisch hat sich auf Spiegel.de schonmal darüber ausgelassen.
Nochwas: "Malboro" statt "Marlboro", "orginal" statt "original", "seid" statt "seit" und "seit" statt "seid", "Indentifizieren" statt "Identifizieren"...
Die können aber durchaus auch Dialektbeding sein. In der Schweiz wird "fünf" nämlich sehr oft in Dialekten als "fümf" ausgesprochen, und zu "schwimmen" sagt man "schwümme".
Ja, der "Expresso" oder auch "fümf" gehören für mich eindeutig dazu.
Bitte noch mehr Beispiele, wenn noch jemand was passendes hat!
Irgendwie sind es nicht Buchstabendreher, sondern eher Buchstabenaustauscher/-ersetzer.
In vielen (oder viell. sogar in allen diesen) Fällen scheint es mir, als ob eine gewisse Verweigerungshaltung derjenigen Person gegenüber der korrekten Schreibweise dahinter steht, und dass es sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen vorkommt.
Kenne selber so ein Beispiel. Trotzdem der Begriff "Cospudener See" schon mehr als häufig richtig vorgesprochen wurde, kommt immer wieder "Großpudener See". Auch der Lymphensittich stammt aus dieser (erwachsenen) "Quelle". "Expresso" ebenfalls...
Oder hat es mit einer beeinträchtigten Hörfähigkeit zu tun, dass also Konsonanten nicht eindeutig erkannt werden können?Ich tendiere allerdings eher zur vorher genannten Vermutung.
Nun ja, manche Konsonanten lassen sich hintereinabder einfach leichter sprechen, so vermute ich mal, ist das bei fümf. Ein "nf" lässt sich eben nicht so leicht sprechen wie ein "mf". Da spielt sicher die Anatomie des Mundes eine Rolle. Bei anderen Wörtern ist aber tatsächlich die Aussprache anders, als es geschrieben wird, z.B. bei vielen Wörtern, die auf g enden. Da spricht man ch. Bei König, traurig, eifrig, cremig u.s.w. Spräche man da tatsächlich ein g (was dann ja eher wie k klingt), hörte sich das ziemlich gestelzt an. Ich werd noch mal ein bißchen suchen, vielleicht find ich ja noch was zu dem Thema.
Hämoriden
reperieren
Pogramm
Der absolute Klassiker in unserem Hause: Meech statt Milch!
sammelst Du auch falsch geschriebene Worte ?! Mein " Lieblingswort " welches ewig falschgeschrieben im Net zu finden ist , ist Absturtz ....*arrrrgh*
Auch schon gehört:
*Hellogen anstatt Halogen
*Genitialien anstatt Initialen (das war der Brüller, als mein Kumpel erzählte, die hätte er sich in sein neues Taschenmesser gravieren lassen LOL)
*Antibiotika anstatt Antibiotikum ("Ich habe vom Arzt ein Antibiotika bekommen")
*Aber der Megaklassiker (phonetisch geschrieben zu verstehen): Nu Jork anstatt Nju Jork (Für New York), immer wieder zu hören
Vielen Dank schon mal für das bisher Geschriebene! Wie es scheint, interessiert das Thema also nicht nur mich.
Hier mal der Link zu dem ganz oben angesprochenen Cartoon (oder heisst das einfach nur Comic?)
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,grossbild-634924-418826,00.html
Den Zwiebelfisch-Beitrag hab ich mir angeschaut, das geht auch in diese Richtung.
Besonders "Gelantine" ist wieder ein heisser Kandidat - genau was ich meine.
Dass manches Gründe im Dialekt haben kann, hab ich inzwischen auch feststellen können.
Beispielsweise habe ich das Wort "letzthin" (mir durchaus geläufig, in der Bedeutung "vor kurzem") eigentlich immer als eine Art Verballhornung von "letztens" angesehen. Aber sogar der Duden kennt "letzthin" und es kommt wohl aus dem alemannischen Sprachraum.
Macht bitte noch weiter, wenn Euch noch mehr einfällt! Ich freu mich über jeden Beitrag!
Niwo (anstatt Niveau) !!!
Gruß an Nörgler :-))
einen hab ich noch:
"kucken" statt "gucken"
kein Mensch spricht da ein g am Anfang, wieso wird das eigentlich nicht mit k geschrieben?
Hi Schnaffke,
ich weiss ja nicht, wo Du herkommst, aber ich kenne das Wort sowohl mit "g" als auch mit "k" gesprochen. Alleine schon der Ausdruck "gugg emol do" ;) Vorsicht ist geboten, damit man "gugg" nicht mit "Gugg" (=Tüte) verwechselt...
Hy App, na ja, "gugg emol do" ist doch eher Mundart/Dialekt. Das ist schon klar, dass vieles anders gesprochen wird als geschrieben. Ich komme aus dem Raum Hannover, wo überwiegend hochdeutsch gesprochen wird, da hört man praktisch nur "kucken", "kuck mal" u.s.w.
"Ich komme aus dem Raum Hannover..."
Ach Hannover....
auch als "Stuttgart des Nordens" bekannt, so farbenfroh und unverwechselbar, wie seine Bewohner. Wenn ich da an meine liebliche Zeit dort denke, wird's mir noch immer ganz warm um's Herzlein. Und das die Hannoveraner das für die korrekte deutsche Ausspraches sind, was Altenburg für den Skat, stimmt aus eigener Beobachtung, kein Zweifel.
Wird schon der gemeine Lüneburger von der honnoverschen Marktfrau argwöhnisch beschielt ob seiner durchaus hörbaren Verziehung im Konsonantenanteil beim Wortabgang, ist jeder für das allerdings ungeschulte Gehör nahezu unhörbar mit Dialekteinschlag dahernuschelnde Fremde nur noch eine bemitleidenswerte Kreatur, der Barbar im klassichen Wortsinn, bayerische Untermenschen als halbe Balkanesen davon natürlich ausdrücklich ausgenommen.
Wer so spricht, hat in den Augen des Hannoveraners ein körperliches Gebrechen, enweder in Form eine Kehlkopfmißbildung, dies natürlich aufgrund von Inzucht (man hört ja da so einiges von), oder nur noch eine intakte Hirnhälfte. Da beides dem IQ i.a. merklich abträglich ist, reduziert man geflissentlich den verbalen Kontakt auf's Rudimentäre.
Allerdings muß ich, leider-leider, anmerken, dass auch der Hannoveraner, zu vorgerückter Stunde im ein oder anderen jovialen Moment dazu neigt, eigentlich etwas rund zu intoniernde Konsonanten in irriger Annahme ihrer besonders korrekten Aussprache, eine Spur zu hart auszusprechen. Wirklich nur winzig, aber hörbar. Ich denke, dieser sprachliche Verfall hat viel mit der Überfremdung durch Mindersprachige (z.B. Inzestgeburten s.o.) resp. Angst vor sprachlicher Überfremdung durch diese zu tun.
Traurige Tatsache ist, dass man den Referenzstatus der reinen Zunge nun auch für Hannover hinterfragen muß.
Aber: Kopf hoch! Daunlängst habe ich von einem Hessen gehört, der einen Altenburger beim Skat zur Sau gemacht hat.Sic transit gloria mundi.
professorisch
für provisorisch
Wie wär´s mit:Linolium (Linoleum). Um mal meinen Semf dazuzugeben.
