Heute zur Gespensterstunde erfährt man die Wahrheit über Hollywood. Warnung: Mäßig erbaulich!
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Um 0.45 Uhr liegen recht[schwarz]schaffende Rentner schon im Bett und träumen von besseren Zeiten,
erzähle mal um was es da geht.
Gruß aldixx
"...erzähle mal um was es da geht."
Die Wahrheit über Hollywood.
Das Hollywood dass wir kennen ist - auch ökonisch gesehen - nur das Sahnehäubchen über einer riesigen perversen - für Normale extrem langweiligen - Sexindustrie.
Es blühen die Neurosen, die Geschmacklosigkeit, der Dummschwatz, lustloser Sex und Gefühlsdefizit. Und die Karriere liegt in weiter Ferne oder ist bereits vorbei.
Es gibt keine Intimität. Die meisten Akteure sind eher hässlich als hübsch. Keiner kann so weitermachen, schon gar nicht ohne Drogen oder Tabletten oder Drama. Man kann nur abhauen.
Stilmittel des Films ist das "Zerreden", das Runterputzen und die permanente Berechnung und viel Vulgäres, überhaupt das Gegenteil von Sublimierung. Es ist die heftigere Szene-Variante der Seifenopern, des Werberahmenprogramms oder der Gerichtsshows. Das was wir sehen würden, gäbe es keine Verwaltungsräte und Kontrollgremien. Pure Selbstverwirklichung der dunklen Seite. Kommt banal und alltäglich daher...und erinnert keineswegs zufällig an schmutzige Wäsche bei Scheidungen: Selbstverliebt, gespalten schwarz-weiß, schleimig. Das pralle Leben weniger angepasster Charaktäre, von denen eh kein Anstand erwartet wird, als Horror-Show, fernab der "alles verstehen-können-alles tollerieren-wollen-Lyrik". Wer so einen Film begriffen hat, erträgt keinen Marienhof mehr.
Eigentlich ein echter Warhol (oft Warhols Hollywood genannt)...obwohl Warhol mit dem Film nicht viel zu tun hat. Dementsprechend gibt es mehr oder weniger keine Handlung. Manche Leute halten den Film für "Trash-Kunst". Sicherlich ist er beim offiziellen Hollywood nicht so beliebt. Er zeigt Leere/Horror Vacui als treibende Kraft hinter verlogenen bitter-süßem gefühligen Kitsch der Familienserien, denn deren regressive Ideale lauern hinter jeder Klage/Anklage gerade dieser Gegenwelt. Indem Warhol bzw. hier Joe Dallesandro in der Art des sexbetonten Undergroundkinos (oft auf dem Index) nicht halt macht, da wo die Kitschserien halt machen, legt er den destruktiven Gehalt des Kitsch offen.
Nebenbei wird deutlich, dass Zensur gerade solche Einsichten versperren würde, Zensur dient nicht der Moral und verhindert Erkenntnis, bis hin zur Erkenntnis der Ursachen der alltäglichen Ehekriege der "Normalbevölkerung". Die schrillere Sicht der Szene öffnet Türen.
...wem das irgendwie bekannt vorkommt – es ist vage Wilders Sunset Boulevard nachempfunden. Auch Nachgemachtes kann im Trash durchaus orignell sein.
um 0,00 Uhr auf WDR gibts "Kraut und Rüben", über die Anfänge der deutschen Rockmusik. Habe nicht alle Folgen gesehen, nur eine bisher, da ging es u.a. um Ton, Steine, Scherben. Was es heute gibt, weiß ich nicht, ist schon Folge 4 von 6, aber ich laß mich gerne überraschen.
Hallo schnaffke
tolle Sendung, aber leider viel zu spät. Ton, Steine, Scherben ... das war nicht die beste Folge.
Gut , dass du geschrieben hast...
Ich hätte die heutige Sendung sonst verpaßt :-)
Ich habe gestern mal wieder festgestellt, dass ich zu der Zeit auch zu den Ignoranten gehört habe, die deutsche Rockmusik als 2. Wahl betrachtet haben. Obwohl ich Grobschnitt und Co. rund um Hagen des öfteren live und open air erleben durfte. Sünden der Jugend...
Auf jeden Fall war die Sendung diesmal sehr interessant - vor allen Dingen der Bericht über Hölderlin.
