Oder sind die doch etwas schlauer als "die Deutschen" die sich von Ihren "Volksvertretern" in einer derartig wichtigen Frage bevormunden lassen(müssen)?
Hintergrund:
Neben Irland, Großbritannien, Dänemark, Niederlande, Luxemburg, Polen, Tschechien, Portugal und Spanien muß/darf in Frankreich das Volk im Rahmen eines Referendums über die EU-Verfassung entscheiden.
(So wie es derzeit aussieht wollen die Franzosischen Bürger die Verfassung nicht! http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4288248_REF1,00.html)
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WIr sind nicht dumm, wir haben bloß keinerlei Zusammengehörigkeitsgefühl (was für ein Wort), jeder macht sein eigenes Ding.........nix mit "the greater good".
TL
<ironie>Da siehst Du mal, was dabei rauskommt, wenn man das dumme Volk, das von Politik und politischen Zusammenhängen keine Ahnung hat, über solch wichtige Fragen entscheiden lässt. Gott sei Dank haben wir in Deutschland eine Regierung, die uns - sobald gewählt - fast vier Jahre lang mit solchen Entscheidungen unbehelligt lässt und dem Wahlvolk nur regelmäßig eine Krötenmahlzeit serviert.</ironie>
Ich frag' mich ohnehin, warum man ein Referendum veranstaltet und dem wahlberechtigten Volk aber schon quasi vorgibt, wofür es zu stimmen hat.
So macht das französische Volk das einzig demokratische - ein jeder stimmt nach seiner persönlichen Meinung und Einschätzung ab.
Wahrscheinlich werden die Franzackis mit "nein" stimmen, weil sie mit der Regierung unzufrieden sind.
Der Grund, warum hier keine Abstimmung stattfinden wird, ist neben der grundgesetzlichen Grundlage (die man durchaus schaffen könnte) die Angst, hier auch ein "Nein" zu kassieren.
Mit Demokratie hat das jedenfalls nix mehr zu tun.
Nein die Franzosen sind nicht dumm!
Die dummen sind die Deutschen, weil sie den ganzen Mist als groester
Nettozahler wieder bezahlen müssen.
Habt ihr das Machwerk EU-Verfassung mal durch gelesen, ich glaube nicht.
Wenn Ja, dann würdet ihr auch nicht zustimmen.
aldixx
ich habs nicht gelesen, und genau aus diesen Grund halte ich auch Volksentscheide für wenig sinnvoll da die meisten Bürger sich nicht hinreichend mit der materie beschäftigen.
Dazu folgenden ganzheitliche Predigt in Kürze:
Unsere "Eliten" haben die EU als Klassenkampf von oben organisiert, also will die Bevölkerung die EU (ich erlaube mir mal das Wortspiel) in dieser "Verfassung" NICHT. Der Schaden der Ablehnung wird immens sein, aber der Schaden der sozial eingetreten ist, ist bereits immens, man kann da nicht drüber weggehen.
Der unten verlinkte Elitenbegriff passt sicher nicht auf jede "Elite". Hannah Ahrendt hat ihn nach dem 2. Weltkrieg formuliert und vor allem auf Stalinismus und Faschismus gemünzt. Er ziehlt aber auch auf die hinter diesen Zeitgeistphänomen stehenden Eliten, die mit diesen Bewegungen taktiert haben, die den Faschismus als Brechstange für ihre Konservative Revolution und den Neoliberalismus nutzen wollten. Und vergessen wir nicht, der Stalinismus war auch von den "Diensten" der Obersten Heeresleitung organisiert und finanziert, jedenfalls die Richtungsentscheidungen, mit dem Ziel den hoffentlich in Bälde bankroten Ostraum zu übernehmen. Man ist davon ausgegangen, dass diese Sorte Revolutionäre nichts zu Stande bringen und zu helle Köpfe hat man mattgesetzt (Unterstützung Stalins, Kampf gegen Trotzki). Nun zeigt sich, man kann ein System miterstellen helfen, ihm Geburtsfehler verpassen, es bankrott rüsten, aber die Gerechtigkeistideen in der Bevölkerung löscht das nicht aus, nirgends auf der Welt. Wenn der Kommunismus gekillt ist, erleben wir die Wiederauferstehung der katholischen Soziallehre in aller Heftigkeit. Das sind mächtige Grundströmungen, mir ist unklar wie Chirac das noch kippen will. Da waren die Eliten wohl zu gierig und haben zu hoch gepokert. Wenn jetzt kaum noch Beute aus der dritten Welt zu verteilen ist, wenn das Öl zur Neige geht, gibt es wenig zu verteilen. Alle Kämpfe werden härter werden.
Na das nur am Rande; hier der Link auf die Abgrenzung von Elite zu Mob und Masse:
www.wiwi.uni-rostock.de/~polreg/Bewegung.htm
