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Quo vadis Spiegel?

xafford / 20 Antworten / Baumansicht Nickles

Es gab einmal Zeiten, in denen der Spiegel der einsame Frontkämpfer des investigativen Journalismus war und trotz ekannter linker Seitenlange eine gewisse Neutrlität und Sachlichkeit wahrte (außer es ging mal wieder um Franz Josef Strauß). Den ein oder anderen Ausrutscher hat es immer mal wieder gegeben, momentan sieht es aber so aus, als sei der Spiegel gerade dabei sämtliche Bananenschalen der Republik exklusiv zu nutzen.

Gerade eben habe ich folgenden Artikel gelesen: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,365832,00.html und irgendwie konnte ich nciht wirklich meinen Augen trauen. Ich habe mindestens 2 Minuten lang den nach Presserecht vorgeschirebenen Hinweis auf Werbung gesucht.
Es ist icht der erste Artikel contra Linkspartei, es ist auchnicht der erste, der weniger mit Faktn und Neutralität gesegnet ist, als mit Populismus (den man ja gerade der Linkspartei vorwirft).

Mal ein paar Auszüge aus dem Artikel:

Wenn es Oskar Lafontaine und Gregor Gysi, den selbsternannten Apologeten der sozialen Gerechtigkeit, gelingen sollte, den Zuspruch stabil zu halten und als drittstärkste Partei in den Bundestag einzuziehen, hätte das erhebliche Folgen.

Ist dies die rhetorisch verbrämte Art des Schreibers den Ball des "Hasspredigers" aufzunehmen? Ist es saubere journalistische Arbeit einen Politiker in die Ecke religiöser Eiferer zu stecken?

Kaum ein Generalsekretär in Berlin denkt im Moment nicht über diese Dampfplauderer des Postsozialismus nach.

Wie bitte? Nent man soetwas nicht Diffamierung?

Auf der Allee der Deutschen Einheit (die weder Lafontaine noch Gysi begehen wollten) springen die beiden nun abwechselnd aus dem Anzug - mal ganz links, mal rechtsaußen.

Ja, das nenne ich wahrlich journalistisch einwandfreie Argumentation.

Es gibt kaum etwas, das im Wahlprogramm der PDS nicht versprochen wird. Grundrente und Mindestlohn, Weltfrieden und flächendeckende Förderung des Arbeitsmarkts. Wer die Linkspartei wählt, dem winkt offenbar ein soziales All-inclusive-Absicherungspaket zum Nulltarif. Doch ihr Angebot ist so seriös wie die Gewinnversprechen von Traumreisen, die man auf bunten Werbezetteln täglich im Briefkasten findet. Am Ende steht man wie nach einer Busreise ins Sauerland mit einer teuren Heizdecke da.

Ahja, eine saubere Darlegung des Wahlprogrammes der Linkspartei (und der CDU, der SPD, der Grünen). Das Ganze noch schön lustig verpackt, da versteht sofoert jeder Bildzeitungsleser, daß die Linkspartei die einzige ist, die absolut unfinanzierbare Wahlversprechugen macht.

Dafür stimmt das Feindbild: Die PDS will eine "Umverteilung von oben nach unten", wer mehr als 60.000 Euro im Jahr verdient, gehört zum Klassenfeind und soll kräftig löhnen. Der Spitzensteuersatz in Gysi-Land liegt bei 50 Prozent.

Oh, danke Spiegel für die Aufklärung, daß die Linkspartei Klassenfeinde hat, ich dachte immer daß die SPD mit der "Reichensteuer" die bösen postkommunistischen Bauernfänger wären.

Finanzierungsprobleme für das gesundheits-, arbeitsmarkt- und bildungspolitische Paradies gibt es natürlich nicht. "Nach unserem Steuermodell sind Mehreinnahmen von 60 Milliarden Euro möglich", heißt es auf Seite 23 des gültigen Wahlprogramms allen Ernstes - Hallelujah.

Ja, Halleluja Spiegel, danke daß ihr uns über den einzig wahren Glauben aufklärt und die bösen Spalter von der Linkspartei als das enttarnt, was sie wirklich sind: religiöse Sektierer.
Vielen Dank, daß ihr uns aufklärt, daß die einzig wahre lehre die der CDU ist, die mit 2% mehr Mehrwertsteuer 30 Mrd Mehreinnahmen erzielen wird und damit die Rentenbeiträge senken wird (obwohl das Polster der Rentenkasse mittlerweile so gut wie leer ist), die Krankenkassenbeiträge senkt (obwohl die Kassen nicht senken wollen, sondern lieber Reserven aufbauen) und die Arbeitslosenbeiträge senkt (obwohl der Haushalt der BA nicht allzu gut aussieht).
Danke, daß ihr uns predigt, daß die Pläne der SPD mit der Reichensteuer (die nach Schätzung von Wirtschaftsexperten satte 600.000 Euro Mehreinnahmen bringen wird) jene sind, die unseren Haushalt konsolidieren.

Merkwürdig nur, dass die PDS ihre Vorstellungen auch dann nicht umsetzt, wenn sie an der Macht ist. In Berlin propagiert sie als Regierungspartei im Senat einen strikten Sparkurs. Auch in Mecklenburg-Vorpommern ist das Paradies bisher nicht ausgebrochen. Kein Wunder: Bei Gysi und Lafontaine handelt es sich um politische Fahnenflüchtige. Lafontaine nahm im März 1999 nicht etwa wegen des aufziehenden Krieges im Kosovo Reißaus. Er schmiss die Ämter hin - Parteivorsitz und Bundesfinanzminister -, als er begriff, dass sein linker Keynesianismus in Zeiten der Globalisierung so tauglich war wie eine Kneifzange bei der Reparatur einer defekten Computerfestplatte.

Auch Gregor Gysi ging der Wirklichkeit aus dem Weg, als es ernst wurde. Offiziell begründete er seinen Rücktritt im Sommer 2002 als Berliner Wirtschaftssenator im Nachgang der Bonusmeilenaffäre. Tatsächlich kapierte er, dass der rot-rote Senat in der Hauptstadt keine Segnungen mehr unters Volk bringen konnte. Gysi und Lafontaine eint nicht ähnlicher politischer Gestaltungswille - sondern die Feigheit vor der wirtschaftspolitischen Realität. Warum so eine politikferne Haltung vom Wähler belohnt wird, ist die eigentlich spannende Frage.


Oha, die propheten sind unter uns. Wie konnten wir nur glauben, daß Gysis schwere Gesundheitsprobleme Grund für seinen Abschied sein konnten. Wie konnten wir nur die Tatsache verkennen, daß Lafonaine und Gysi schändliche Fahnenflüchtige sind?

Was in dem Artikel noch kommt erspar ich mir jetzt Mal. Das Hohelied auf die grandiosen Reformen der SPD, der grandiose Vorschlag unser Sozialsystem anhand der Spendenaktion für die Tsunamiopfer aufzubauen ("Adotieren sie sich heute ihren HartzIV-Empfänger und machen sie einen Menschen glücklich").
Zu den unsäglichen Lobpreisungen der neoliberalen (ja auch ich benutze dieses Wort) Idee der Senkung der Staatsquoteals Allheilmittel finden sich bestimt andere, die ihren Kommentar dazu abgeben werden.

Ales in Allem wundert mich jedoch (der mittlerweile auch nicht mehr), daß der Spiegel sich zu so einem Artikel herablässt. Substanziell stimmt die Kritik an der Linkspartei undhrer galionsfiguren zweifellos. Ohne Frage sind die Wahlversprechungen im Program utopisch, ohne Diskussion wird die Linkspartei keines der Probleme in Deutschland lösen können.
Aber zeifelsohne sollte der Spiegel sich hüten populistische Dreckwäsche zu waschen und sich die Likspartei als Intimfeind auswählen, es könnte sein, daß einige Leser solch ideologisch gefärbte Unsachlichkeit übel nehmen.

Pauschalurteile sind immer falsch!!!
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Tilo Nachdenklich xafford „Quo vadis Spiegel?“
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gelöscht_15325 xafford „Quo vadis Spiegel?“
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Ist mir auch aufgefallen. Das kräftigt nur mein Mißtrauen in die Massenmedien - ein Grund mehr diese Blätter nicht mehr zu lesen. Denn wenn hier schon so offensichtlich seicht berichtet wird, was ist mit all den Themen von denen ich nicht so genau weiß, wie es eigentlich richtig ist?

Wen ich als Saarländer wähle dürfte wohl klar sein :-)

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mike black xafford „Quo vadis Spiegel?“
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@Xaff,
ist Dir schon aufgefallen das die Chefschreiberlinge von Spiegel, Stern & TAZ (oder war es die FAZ?) immer öfter gemeinsam in der Öffentlichkeit gesehen werden und auch fast wörtlich eine gemeinsame Stellungsabgabe äußern?

mfg
MB

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xafford mike black „@Xaff, ist Dir schon aufgefallen das die Chefschreiberlinge von Spiegel, Stern...“
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Nein, bisher ist mir das noch nciht aufgefallen, mag daran liegen daß ich keinen Fernseher mehr habe. Stern gibt im Übrigen noch Stellungnahmen ab? Ich dachte die beschränken sich mittlerweile ganz auf leichtbekleidete bis nackte Damen auf dem Titelblatt? Ich vermute auch, daß Du die FAZ meinst, wenn die TAZ irgendwann mal in den Chor der "wer braucht noch eine soziale Marktwirtschaft" einstimmt, dann wird´s Zeit sich ein ruhiges Fleckchen irgendwo im pazifischen Ozean zu suchen...

Pauschalurteile sind immer falsch!!!
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Tilo Nachdenklich xafford „Nein, bisher ist mir das noch nciht aufgefallen, mag daran liegen daß ich...“
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Die TAZ ist schon lange mittendrin dabei, kaum ein Steuersenkungsvorschlag (= Streichung von sozialen Ausnahmen), der die TAZ nicht elektrisiert. Schließlich sind die ja chronisch klamm und Untertützung lässt sich nur mit Korrekturen bei der Positionierung erreichen. In der TAZ stehen kaum andere Dinge als bei Spiegel-Online, höchstens ein paar stilistische Manierismen und das Layout machen die Differenz. Ich wünsche Dir ne schöne Zeit auf Deiner Insel! :-)
Möglich ist aber, dass der TAZ z.Z. wieder etwas mehr Spielraum gegeben wird, eben wegem dem Erscheinen der Linkspartei, um in einer "Linkskurve" (wir erinnern uns an Peter Glotz auf dem Industrie- und Handelstag in Berlin in den 80-zigern) die "verirrten Schäfchen" wieder einzusammeln, um sich später dann mitsamt "Schäfchen" wieder mittendrin aufzustellen.
www.taz.de/pt/2005/07/20/a0055.nf/text

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Olaf19 xafford „Quo vadis Spiegel?“
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Der Spiegel-Verlag ist mit dem Gruner+Jahr-Verlag verbandelt, der seinerseits größtenteils zum "Kanzler-Beratungsverein" Bertelsmann gehört. Kein Wunder, dass die Rot-Grün die Treue halten, auch wenn deren ursprüngliche politischen Inhalte und Ideale jetzt von einer ganz anderen Gruppierung vertreten werden.

Letztlich sind Verlage nichts anderes als privatwirtschaftliche Unternehmen, bei denen die Kohle, hier die Auflage stimmen muss. Für individuelle Überzeugungen ist da wenig Platz. Und so hängt man eben sein Mäntelchen nach dem Wind. Als wir noch einen "linken Zeitgeist" hatten (lang lang ist's her), gaben sich Blätter wie Stern oder Spiegel ökologisch-sozial und kämpferisch - heute im Zeitalter neoliberalen Duckmäusertums, wo jeder zusieht, dass er möglichst unauffällig im Mainstream verschwindet, singt man gemeinsam mit Anhängern aller etablierten Parteien das Lied des Manchester-Kapitalismus und des Sozialabbaus.

Nun ist es also modisch und schick geworden, auf der neuen Linkspartei herumzuhacken. Im Grunde zeigt es nur, wie richtig die mit ihrer Gesellschaftskritik liegen, wenn so viele getroffene Hunde schmerzverzerrt aufbellen. Wie sang einst David Bowie:

"Fashion - turn to the left, Fashion - turn to the right,..."
Stimmt - sogar in dieser Reihenfolge :-(

CU
Olaf

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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Tilo Nachdenklich Olaf19 „Spiegel? Schon lange nur noch Mainstream“
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Schon gesehen mein Posting, Bertelsmann steckt auch bei der Praxisgebühr dahinter. Ihr Unternehmenskonzept kommt ins Spiel, wenn's darum geht diesen Unsinn abzuschaffen/ zu vermeiden. Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln...aber dann mit einem schönen Schnitt für Bertelsmann. Man hat offensichtlich mit Absicht und Berechnung Unfug eingeführt und dafür so ziemlich alle Journalisten präpariert, dass sie das gut finden sollen aus Sorge um das Land. Das wurde auch schon ironisch als "Diktatur der Qualität" bezeichnet. Bürokratie erreicht damit eine neue Qualität, diese Bürokratie ist schon seit Jahrzehnten die Hauptaufgabe von Uni-Gremien (im Uni-Bereich hat es früher begonnen). Der Zustand der Unis - auch der Privatunis - spricht für sich.

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Olaf19 Tilo Nachdenklich „Schon gesehen mein Posting, Bertelsmann steckt auch bei der Praxisgebühr...“
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Ja, hatte ich gesehen... auch einige andere Beiträge aus dem Thread überflogen, sowie das "Eröffnungsposting" (Telepolis-Artikel). Im Grunde bestätigt sich all das, was ich schon lange denke: Diese übertriebene Qualitätsmanagerei, Controllerei, Standardisiererei, Durch- und Umstrukturiererei mag ein wunderbares Betätigungsfeld für profilierungssüchtige, wichtigtuerisch veranlagte Karrieremenschen sein - ob der Allgemeinheit damit gedient ist, wollen wir mal dahingestellt sein lassen.

Dass es Normen und Standards gibt, ist ja nichts prinzipiell Schlechtes, aber spätestens dann, wenn es einheitliche Richtlinien für die Festigkeit des Händedrucks und die Breite des Begrüßungslächelns gibt, über deren Einhaltung ein Prüfsiegel der "Norske Veritas" Aufschluss gibt, sollte man sich fragen, ob die Menschheit nicht doch ein paar andere Sorgen hat.

Ehrlich, ich kann nur hoffen, dass es sich bei all dem um eine zeitgeistige Modeerscheinung handelt, die irgendwann wieder vom Tisch ist.

CU
Olaf

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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Tilo Nachdenklich Olaf19 „Qualitätsmanagement und all so´n Zeux...“
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Mit der Zertifizierung hat man die Volkshochschullandschaft schon weitgehend unter Kontrolle gebracht.
www.presse-service.de/static/60/607568.html
www.bwu-bremen.de/index_ueberuns.html
Es ist unvorstellbar wieviel Seiten Google ausspuckt, wenn man die Begriffe "Qualität" "Zertifizierung" und "Volkshochschule" eingibt.

Unterschieden wird zwischen Input-Ranking, Output-Ranking und Prozessranking. Input wäre also was man hingibt, den Leuten zur Verfügung stellt an Angeboten, Fülle und Qualität der Angebote wird gemessen. Selbstredend ist man in Zeiten der Kürzungen und Kontrollen vom Input-Ranking abgekommen.
Output-Ranking wäre das Feedback, dass die Absolventen und zukünftige Arbeitgeber abgeben (werden).
Prozess-Ranking - jetzt aktuell - zielt auf die Professionalität und Begründbarkeit der einzelnen Lernschritte ab, das Ganze bekommt Checklistencharackter. Bertelsmann arbeitet gern an solchen Verfahren.

Die Leute, die Qualität definieren sind erklärtermaßen Konstruktivisten; denen kann nur ein Konstruktivist wie Foucault beikommen. Das ist die hohe Schule der Rethorik!!
Konstruktivismus
(1) Wir machen uns ein Bild von der Welt.
(2) Diese Abbildung der Welt in ein Weltmodell wird zum Teil der Welt.
(3) Darum existierte vor der Abbildung eine andere Welt als nach der
Abbildung.
(4) Du bist also ein Gott. Dummerweise sind das alle Anderen auch.

Egal, der Konstruktivismus mündet in eine DIN-Norm:
Es geht nach DIN EN ISO 9000ff

Die Arbeitsämter wenden seit 1976 ein Modell der Begutachtung der Erwachsenenbildung nach Arbeitsförderungsgesetz (AFG) an. Trotzdem wurde auch hier auf Nickles berichtet, wie lächerlich beispielsweise die Computerkurse dort sind.

Überall werden "Diskurse" eingeführt, etwas was die Begutachteten ängstigt, sie kennen zuwenig Foucault. Unter Budget-Kürzungsdruck müssen die Institutionen alle ihre Arbeitsabläufe rechtfertigen und deren Professionalität irgendwie belegen. Das ist wie der Tausendfüßler dem man erst das Laufen erlaubt, wenn er erklärt, wie er genau jedes einzelne Bein zu setzen beabsichtigt.

Die so bedrängten Institutionen ziehen natürlich das Selbstranking dem Fremdranking vor und bilden Qualtiätsringe in denen sich alle Teilnehmer auf gemeinsame Qualtiätsstandarts einigen und sich gegenseitig geloben, die nun knapperen Ressourcren sinnvoll einzusetzen. Er hagelt Verpflichtungserklärungen, als wären die Leutchen unter die Stasi geraten. Für diese Verpflichtungserklärungen erhalten sie im Gegenzug Zertifikate, was sie vor dem kappen des Geldflusses bewahrt. So entstehen des Kaisers neue Kleider in Hülle und Fülle.

Sowohl die alten industriellen Qualtitätssicherungsnormen, noch die bisherigen Verwaltungsregeln passen gut zu diesen neumodischen Verfahren, die ein wenig an Watzlav Havels Stück "Die Benachrichtigung" erinnern. Wie deutet man industrielle Normen auf das Weiterbildungsgeschäft um?? - Das ist die Chance der Bertelsmänner, sie bieten Qualitätsmangement und möchten überhaupt ganz gerne diesen staatlichen Sektor übernehmen.

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Tilo Nachdenklich Olaf19 „Spiegel? Schon lange nur noch Mainstream“
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"I support the left, tho' I'm leanin', leanin' to the right".
Cream: Politician.

www.clapton.de/ontour/cream/03_23.jpg
www.clapton.de/ontour/ontour.htm
www.lyricsdomain.com/3/cream/politician.html
www.jackbruce.com/sounds/politician.rm

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GarfTermy Tilo Nachdenklich „Spiegel? Schon lange nur noch Mainstream“
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schön, dass meinungsfreiheit vom grundgesetz garantiert wird - oder?

ja.

;-)

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Tilo Nachdenklich GarfTermy „schön, dass meinungsfreiheit vom grundgesetz garantiert wird - oder? ja. - “
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garftermy wie kommst Du denn da drauf, alles Schall und Rauch
Welches Gericht soll meine Rechte schützen?
Wenn Gerichtsurteile von einer höheren Instanz aufgehoben werden, so wird in Zukunft der Richter für seinen Fehler haftbar gemacht. D.h. die Richter werden sich alle nach den obersten Richtern richten müssen. Diese Richter sollten allerdings Berlusconi zugetan sein.

Nun sage nicht, das ist das Ausland. Wir haben diese wundervolle Globalisierung und wir werden irgendwann doch noch diese wundervolle EU-Verfassung bekommen. Und es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn sich nicht Mafia und Geheimdienste durchsetzen.
www.us-politik.ch/

Dass dabei alles glatt geht, ist noch die optimistische Variante.
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GarfTermy Tilo Nachdenklich „garftermy wie kommst Du denn da drauf, alles Schall und Rauch Welches Gericht...“
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...tilo...

die italiener haben nicht das deutsche grundgesetz - sondern ihre eigene verfassung... und die ist mir hier in deutschland reichlich schnuppe.

;-)

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mike black GarfTermy „...tilo... die italiener haben nicht das deutsche grundgesetz - sondern ihre...“
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schon scheiße, wenn man nicht EU-fest ist, sondern nur seine große klappe durchs www treiben will..

MfG
MB

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GarfTermy mike black „schon scheiße, wenn man nicht EU-fest ist, sondern nur seine große klappe...“
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deine selbstkritik ist lobenswert!

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DannyCoburg Olaf19 „Spiegel? Schon lange nur noch Mainstream“
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He Olaf!

Der Sprung von Bisky nach Bowie war sehr amüsant!

Bisky als Ziggy Stardust und Laffo als Man who sold the world, das isses doch!

Aladdin Sane? In des Wortspiels bester Bedeutung?

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Olaf19 DannyCoburg „Spiegel? Schon lange nur noch Mainstream“
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> Der Sprung von Bisky nach Bowie war sehr amüsant!

Na aber klaro! Bei aller Verbissenheit, die das Thema Politik verlangt, darf nicht aus den Augen verloren werden, dass das Offtopic-Brett immer noch das Spaßbrett, der Kiez, die Amüsiermeile von Nickles darstellt...

alles andere wäre ja noch dö(h)ner :-D

CU
Olaf

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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The Wasp xafford „Quo vadis Spiegel?“
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Wer Gysi und Lafontaine wählt, den interessiert das nicht. Das ganze ist eine polemische Abrechnung mit früheren eigenen Idealen des Ressortleiters-Politik beim Spiegel. Mahlzahn war selbst Mitarbeiter der taz. Erfahrung mit Krieg auf Balkan, Afganistan und Irak.
Nun sind die kommunistischen Ideale gestorben und es lebe der kapitale Feudalismus, wer auf der Strecke bleibt, hat halt Pech gehabt, so wohl die Intension jener neoliberalen Sozialdemokraten. Daß das aber wohl für bis zu 20% der Deutschen zutrifft, scheint die wenigsten noch zu interessieren. Der Arbeitsmarkt ist dicht, für manche Stellen bewerben sich tausende. Was da weiterer Sozialabbau noch bringen soll? Arbeit noch billiger machen? Klar, fangen wir doch bei Carl Christian Mahlzahn an, dem waren die 850€ Einheitshonorar bei der taz sicher auch zu wenig, aber Sozialabbau, Niedriglohnpolitik und Arbeitsbedingungen aus der Zeit des Frühkapitalismus für andere als Lösungsweg feiern.

"Jugendzentren, die sich über Sponsoren finanzieren, private Vereine, die sich um Kinder kümmern, die sonst auf der Straße säßen. In den USA nennt man das Charity, bei uns war das lange als Wohlfahrt verpönt..." Das ist sein Credo: Armut und Gewalt einer geldgeilen Männergesellschaft, deren Frauen aus Langeweile dann soziale Projekte fördern, die aber kaum 1% derer erreichen, die Hilfe bräuchten. Mahlzahn sollte mal fragen wieso bei einer USA weiten Razzia bei der Firma des reichsten Mannes der Welt (Walmart) hunderte Schwarzarbeiter und Hungerlöhner zu finden waren? Das ist offensichtlich die Form Staat, die er sich vorstellt: Keine Kontrolle mehr, damit der Junker machen kann, was er will...
Wir müssen nicht mal bis China rennen, um zu merken, daß selbst in Deutschland Betriebsräte längst Schachmatt gesetzt wurden und zum Teil nur noch abnickende Günstlinge der Arbeitgeber in jenen Betriebsräten sitzen. Mitbestimmung besteht da nur noch aus: Ja oder wir machen die Bude dicht.

Mahlzeit Herr Mahlzahn...

Ende
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pco xafford „Quo vadis Spiegel?“
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Bisher dachte ich derartige Äusserungen gäbs nur auf Orthy.de ...

Die schrecken auch vor nichts zurück, nur weil ich mir kein Patent leisten kann dürfen Die doch nicht einfach meine politisch polemisch proletenhafte Art einfach kopieren!

Ich für meinen Teil halte weder SPD noch Linkspartei für so schlecht, wie sie gemacht wird, aber auch nicht für so gut, wie sie sich darstellen.

Richtig schütteln tuts mich jedoch beim Gedanken, dass irgendwann Angela Merkel neben Jaques Chirac steht und dort als "deutsche Repräsentantin auftritt". Oder wie wäre es mit einer Stippvisite bei Mohammad Khatami-Ardakani...
Wenn es Angela Merkel schaft, mit einem einzigen Staatschef eines einzigen islamisch dominierten Landes ins Gespräch zu kommen: Hochachtung!

Charakterisieren wir Die gute doch mal:
Pluspunkte:
+ Hat die Schwarzgeldaffäre erstaunlich sauber überstanden
+ Glaubt wahrscheinlich wirklich das, was sie erzählt
+ Steht für die erfolgreiche, studierte deutsche Politikerin aus dem Osten - eine Minderheit

Minuspunkte:
- Wir machen keine Blockadepolitik - wir sagen nur zu allem erst einmal Nein!
- Kriecht Mr Bush in den Anus und sieht auch so aus
- Ist das unrepräsentativeste Staatsoberhaupt, welches man sich vorstellen kann
- Kommt aus Ostdeutschland und outet sich so bei 3/5 der deutschen Bevölkerung
- Ist CDU/CSU-Mitglied, will tiefe Einschnitte ins Sozialsystem und Bildung und outet sich so bei den restlichen 2/5 der deutschen
- Hat mehr Feinde in der eigenen Parteispitze als Julius Cäsar im Senat
- Ist so sympathisch und Medienwirksam wie ein Einweckglas mit einer alten Socke
...

Ich geh davon aus, dass die CDU/CSU die Wahl gewinnen wird. Doch wahrscheinlich so hauchdünn, dass wieder nichts regierungsfähiges bei heraus kommt. Dann noch die Linkspartei (PDZ = Partei der Zurückgetretenen) als drittstärkste Kraft - na danke!

Die SPD wird ganz ähnliche Opportunisitionspolitik machen wie die CDU/CSU in den letzten Jahren, es wird wieder nichts besser, nur schlimmer.

Und im nächsten amerikanischen Krieg sind wir mit dabei!

Oh mist, bin schon wieder vom Thema abgekommen

Bye

PCO

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Tilo Nachdenklich pco „Bisher dachte ich derartige Äusserungen gäbs nur auf Orthy.de ... Die...“
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Was noch nicht im Regierungsprogramm der CDU steht, kann man schon mal hier nachlesen:
Stiftung Marktwirtschaft

Außerdem wird es Gentests für Arbeitslose geben, die dürfen dann ihre Eignung bis auf Gen überall vorzeigen.

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