Der Prof wurde ja bei Jauch in der Fernsehsendung befragt, was denn so aus der Mosel kommt usw.. Ich weiß nicht mehr so recht seinen Vortrag, aber er hat wohl ziemlich abgewiegelt. Ist übrigens der gleiche Mann, dem man die Proben aus dem Reichstag vorgelegt hat.
Bei Politik wie bei Drogen soll man die Wirkung der Gruppendynamik nicht übersehen. Wenn man sich z.B. die 68-ziger anschaut, dann trat eine gewisse Risikobereitschaft keineswegs nur bei den unmittelbaren Drogenkonsumenten auf, sondern vielmehr wurde das generelle gesellschaftliche Klima beeinflusst. Was da so mystisch voodoomäßig, aber eben auch ganz real abläuft, heißt Gruppendynamik.
Man denke sich nun die Arroganz, Selbstüberschätzung, Realitätsverlust usw. der neoliberalen Denke speise sich durchaus aus vermehrten Drogenkonsum!?
Auf die verschneiten 20-ziger Jahre des vorherigen Jahrhunderts folgten die brauen 30-ziger. Und etliche Nazigrößen waren bei ihren öffentlichen Auftritten drogenaufgeputsch und sollten ihren angeheizten Fanatismus auf die Mengen übertragen, so wie wir das von aufgeputschten Popstars kennen.
Ich glaube tatsächlich, wenn man etwas energischer im Politiksumpf nach Drogen ermitteln würde, würde die Politik etwas mehr Bodenhaftung bekommen. Mich beschleicht ein blödes Gefühl, wenn ich sehe mit welch strahlender Miene da ein paar Leute wirtschaftspolitische Maßnahmen verkünden, von denen sie wissen müssen, dass sie katastrophal ausgehen werden.