Eine Spiegelmeldung:
www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,324399,00.html
Deshalb müssen die CDs so teuer sein. => Die Jagd auf die Download-Kids ist unvermeidlich.
Ich finde das ist ein durch und durch mafiöses Geschäftsmodell. Eine Band die anfängt braucht also einen Plattenvertrag...zu oft unmöglichen Konditionen...damit ihre Musik mal beim Sender landet. Die Plattenfirmen stellen sicher dass das Geschäft nicht an ihnen vorbeiläuft und ihren seltsamen Geschäftsmodellen. Eigentlich sind sie größtenteils überflüssig im Internetzeitalter.
Off Topic 20.604 Themen, 228.953 Beiträge
das prob is dabei das die jungen bands erstma total euforisch sind, wenn sie einen vertrag angeboten kriegen. besonders wenn ein majorlabel wie universal dahinter steht. da wird oft nich großartig hinterfragt, ob die bedingungen nun so toll sind oder nicht .
das böse erwachen kommt, wenn sich erfolge einstellen und die band dann merkt, dass sie fast nichts dran verdient. oder wenn die erfolge ausbleiben, weil die firma nix tut für die band.
das ist übrigens nich neu, das geht schon viele jahre so ): na gut vielleicht isses heute noch schlimmer als in den neunzigern weil die plattenfirmen meinen sie müsten ihre angeblich so riesen verluste durch die ach so bösen emule user auf die künstler abwälzen
also ich lese in der meldung, das die MI über "mitteslmännern" den radiostationen "kleine aufmerksamkeiten" zukommen läßt, wenn diese die lieder spielen die die MI gerne gespielt haben möchten.
Dieses "Geschäftsmodell ist an sich nicht neu, und gibts auch in einer verschärften Form unter der bezeichnung Bestechung/vorteilsannahme.
In diesem Fall ist der Spruch "wessen Brot ich es dessen Lied ich spiel" nicht nur im übertragenen Sinne sondern sogar wörtlich zu nehmen.
AAAABER was die Spiegelmeldung mit P2P Kiddies und Deshalb müssen die CDs so teuer sein. => Die Jagd auf die Download-Kids ist unvermeidlich. zu tun haben soll entzieht sich meiner kenntnis! Kannst du mir/uns mal bitte den zusammenhang aufzeigen Tilo?!
P.S. Ich weiß nur das die RIAA in USA knallhart gegen Tauschbörsenkids vorgeht! (siehe Bild)
Hallo mario32!
Meine Überlegung war so in etwa:
Die Plattenindustrie ist nur weiter im Rennen, wenn
a) die einzelnen CD's teuer bleiben,
b) es keine preiswerten legalen Downloadmöglichkeiten gibt.
Dass die Plattenindustrie weiterhin den kafkaesken Türwächter spielen kann, hängt also daran, dass sie das Monopol aufs Bekanntwerden behalten...das geht ja dann nicht übers Internet, es geht nur über den Rundfunk. Pro Band sind für die Prozedur gewisse Beträge notwendig (es gibt viele Sender) und nur ein Bruchteil der Bands schafft den Durchbruch. Ergo müssen die CDs der Erfolgsbands teuer verkauft werden und die Künstler dürfen nur einen Bruchteil abbekommen.
Natürlich wird auch noch mal billiger verkauft, aber da lässt man erst mal 5-10 Jahre vergehen.
In der Schallplattenzeit war es führer auch üblich einfach extrem viele LPs zu pressen und die Presszahlen wurden frech als Verkaufszahlen gehandelt. Einen angeblichen Nr. 1 Hit durfte niemand ignorieren. So hat Quincy Jones etwa die Thriller-LP von Micheal Jackson in den Markt gedrückt. Er soll sein ganzes Vermögen riskiert haben.
Von vielen LPs lagerten überall Riesenauflagen, die niemand haben wollte. Mein Schwager hatte mal einen An- und Verkauf u.a. von Schallplatten. Der hatte auf seinem Dachboden ein Riesenlager von billig eingekauften Schallplatten (Ten Years After usw.), die alle älter als 5 Jahre waren. Fabrikneu (legal) in Kartons...immer dieselbe LP.
Die ganze Plattenbranche ist ein äußerst absurdes Geschäft mit ner lausigen Effiziens. Hoffentlich geht das den Bach runter.
