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Hilfe! Meine Mutter!

hexagon / 11 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo,


hier nun ein etwas unerfreuliches Posting:


Meine Mutter (73) bekommt am 30.01.2004 ein neues Hüftgelenk. Sie kann kaum noch laufen. Sie hat Angst vor der Operation insofern, dass sie entweder nicht mehr aus der Narkose erwacht, oder danach vielleicht garnicht mehr laufen kann.


Kennt Ihr irgendwelche Anlaufstellen (Telefonnummern etc.) die meiner Mutter den nötigen Mut beibringen? Meine Schwester und ich haben schon alles probiert. Ohne Erfolg.


Bitte helft uns. Wir verzweifeln fast daran.


Danke.....


MfG. Hexagon


 

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xafford hexagon „Hilfe! Meine Mutter!“
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Sie soll mal im Krankenhaus selbst nachfragen, ob sie mit ein paar Leuten sprechen kann, die die OP hinter sich haben, eventuell auch in einer ReHa. Dieser Eingriff ist mittlerweile Alltagsgeschäft und ich kenne einige Leute, die neue Hüftgelenke haben im Alter zwischen 68 und 86, bei allen lief es unproblematisch.

Pauschalurteile sind immer falsch!!!
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dicksen hexagon „Hilfe! Meine Mutter!“
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Eine Telefonnummer kann ich leider nicht liefern. Meine Mutter hat mittlerweile aber beide Hüftgelenke neu in einem Abstand von einem Jahr bekommen und rennt mir mittlerweile davon. Bezüglich der Angst vor dem Nichtaufwachen aus der Narkose gibt es die Alternative der Rückenmarksnarkose. Dabei bleibt der Patient während der OP wach, nur ab der Hüfte ist der Körper narkotisiert. Am besten den Arzt mal darauf ansprechen.


MfG

dicksen

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gelöscht_15325 dicksen „Eine Telefonnummer kann ich leider nicht liefern. Meine Mutter hat mittlerweile...“
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Okay, die Risiken einer Vollnarkose mal ausser acht gelassen, würde ich mir niemals die sog. Spinal-Anästhesie machen lassen. Ich hab 'ne Zeit lang in der Anästhesie gearbeitet und im Nachhinein fanden einige Patienten die Spinale unangenehmer als die Vollnarkose. Liegt wohl daran, daß man den richtigen Nerv erst mit einem Reizstromgerät (langer Metallstab der einem mehr oder minder sanft in die Wirbelsäule gerammt wird) finden muß, ehe betäubt wird. Und das kann dauern und weh tun.
Habe allerdings auch schon Patienten erlebt, die dies gut vertrugen, bzw. keine Schmerzen dabei hatten. Vor allem würde ich als Patient nicht wissen wollen, was gerade an mir gemacht wird, da Gelenk-OPs nichts anderes als Metzger-Arbeit ist (auch wenn es natürlich präzise gemacht wird).
Ich würde daher deine Mutter auch eher zum evtl. operierenden Arzt schicken und ihn die Überzeugungsarbeit machen lassen. In der Regel klappt das.

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ChrE hexagon „Hilfe! Meine Mutter!“
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Hallo!

Ich will keine Panik schüren, aber von robodoc würde ich
mir die Hüfte nicht ausfräsen lassen, dieses System scheint
schlecht zu funktionieren:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,275649,00.html

kostet aber 0,40 €.



Gruß

ChrE

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hundevatta ChrE „Hallo! Ich will keine Panik schüren, aber von robodoc würde ich mir die Hüfte...“
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Scheint nicht nur schlecht zu funktionieren - tut es auch! Der Roboter arbeitet zwar superpräzise an den Knochen, macht aber vor Sehnen bzw Muskeln die ein Arzt sieht und dementsprechend handelt nicht halt. Viele Kliniken haben das Dingen deshalb ausrangiert. Erkenntnis aus Gesprächen vor der Hüftoperation meiner Mutter!

- Boh glaupse ey! -
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hexagon hundevatta „Scheint nicht nur schlecht zu funktionieren - tut es auch! Der Roboter arbeitet...“
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Hallo,
auf ein solches Posting habe ich gewartet. Ich selbst kenne genug Leute mit einem künstlichen Knie- bzw. Hüftgelenk. Zwar ging es diesen Menschen nach der REHA wieder besser, doch nach 2-3 Jahren hatten sie wieder die Probleme wie vorher. Da ich von diesen Dingen keine Ahnung habe frage ich mich, warum das so ist. Resümé: Ich werde versuchen vor der Operation an dem Vorgespräch anwesend zu sein um zu erfahren, ob die einen Roboter einsetzen. Falls ich keine bzw. eine zweideutige Antwort erhalte werde ich als Sohn meiner Mutter dafür sorgen, dass sie woanders operiert wird.

Danke.....
Bin mit meinen Nerven am Ende :-(

MfG. Hexagon

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hundevatta hexagon „Hallo, auf ein solches Posting habe ich gewartet. Ich selbst kenne genug Leute...“
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Es wird bestimmt auch Befürworter dieser Methode geben. Zu denken geben sollte aber, dass Kliniken damit werben, diese Roboter eben nicht (mehr) einzusetzen.

- Boh glaupse ey! -
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jueki hexagon „Hilfe! Meine Mutter!“
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Meine Mutti ist vergangenes Jahr 90 geworden. Sie hat ebenfalls kurz vor ihrem Geburtstag ein neues Hüftgelenk bekommen. Inzwischen kann sie wieder recht gut laufen, hat so ein Wägelchen, mit dem sie sich vorwärts bewegt. Und ist guten Mutes, erst mal die 95 und dann auch noch die hundert zu erreichen. Und weh getan hats überhaupt nicht. Sagt sie.
Wenn meine Mutti das in ihrem Alter so Klasse hinbekommen hat, dann Deine junge Mutter doch erst recht!
Und, wenn sie gern mal mit ihr sprechen will, dann maile mich an, ich geb Dir die Nummer!

- Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen "NEIN!" Kurt Tucholsky
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niemehrmediamarkt hexagon „Hilfe! Meine Mutter!“
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Hi Hex,
also meine Schwester hat sich ein Sprunggelenk stabilisieren lassen müssen, weil sie nicht mehr schmerzfrei laufen konnte.
Sie rät von der Peridoral-Anästhesie oder wie d.h. ab.
Sie hatte zwar keine Schmerzen an sich, ab das Bohren,Fräsen,Hämmern u.s.w. ist bei vollem Bewußtsein scheinbar genauso unerträglich!
Unsere Mutter hat seinerzeit ein Hüftgelenk unter Vollnarkose bekommen(mit 73 oder so),keine Probleme danach.

hth

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gelöscht_15325 niemehrmediamarkt „Hi Hex, also meine Schwester hat sich ein Sprunggelenk stabilisieren lassen...“
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Sag ich doch, es gibt nichts schlimmeres als sowas bei Bewußtsein mitzuerleben. Mir hat das zuschauen als Praktikant damals schon gereicht...

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hexagon Nachtrag zu: „Hilfe! Meine Mutter!“
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Danke für Euer Mitgefühl. Ich habe mit meiner Mutter aufgrund der hier gesammelten Informationen ein positives Gespräch geführt. Ich glaube, dass ist bei meiner Mutter im positiven Sinne wie eine Bombe eingeschlagen.

MfG. Hexagon

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