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Laden einer Autobatterie

BIT+BYTE / 12 Antworten / Baumansicht Nickles

Habe meine Autobatterie über nacht in der Garage eingebauterweise geladen. Am Anfang zeigte das Ladegerät ca 3 Ampere an. Am morgen waren es dann 5 Ampere. Wie geht denn sowas ?
Es ist eine normale Autobatterie die im täglichen Gebraucht steht. DA müsste doch der Ladestrom über Nacht zurückgehen und nicht steigen.


Wo sind die Elektroobertechniker ?


cu
Bit+Byte

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Frednerk BIT+BYTE „Laden einer Autobatterie“
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kauf dir für deine Mühle mal nen Kickstarter,
dann brauchst du auch keine Batterie mehr ;o)

schön' Gruß, F-)
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BIT+BYTE Frednerk „ kauf dir für deine Mühle mal nen Kickstarter, dann brauchst du auch keine...“
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jueki BIT+BYTE „Laden einer Autobatterie“
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So etwas kann mit dem Zustand Deiner Batterie zu tun haben. Ein solcher Vorgang deutet eigentlich darauf hin, das die Batterie entweder/oder schlecht gewartet/sehr alt ist.
Das Beschriebene ist eigentlich symptomatisch dafür, das die Batterie erst "formatiert" werden mußte. Das also nur ein Teil der Plattenoberfläche aktiv war, der andere Teil durch Sulfatierung nicht.
Weiterhin, war die Batterie recht kalt und wurde erst durch das Laden und dem Aufenthalt in der Garage warm, kommt es ebenfalls zu derlei Erscheinungen.
Aber auch so etwas hat seine Ursache in der Wartung/ dem Alter.

- Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen "NEIN!" Kurt Tucholsky
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Tilo Nachdenklich BIT+BYTE „Laden einer Autobatterie“
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Könnte irgendein Defekt sein, Plattenschuss. Miss mal die Spannung, welche Spannung hast Du am Morgen bei den 5 Ampere?

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BIT+BYTE Tilo Nachdenklich „Könnte irgendein Defekt sein, Plattenschuss. Miss mal die Spannung, welche...“
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da hab ich noch nicht gemessen. Normal habe ich knapp 12Volt gehabt. Habe mir so ein ALM 9010 Hammerladegerät gekauft, damit werde ich das Teil mal "behandeln". Und sonst "nur Neuteile befriedigen den Mechaniker" :)

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Tilo Nachdenklich BIT+BYTE „Laden einer Autobatterie“
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Wenn Du bei diesem Wetter (+5°C) eine leere oder teilentladene Autobatterie über Nacht lädst, dann solltest Du eine Spannung von 14,4 Volt einstellen. Wenn die Batterie länger dran bleibt vielleicht 14 Volt. Wenn Du in etwa den Ladevorgang überwachst, kannst Du auch auf 14,7 Volt hochladen und dann 14 Volt einstellen. Es schadet der Batterie wenn sie nicht richtig voll geladen wird und dazu ist die richtige Spannung notwendig.

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dicksen BIT+BYTE „Laden einer Autobatterie“
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Das ist doch völlig normal, alle Akkutypen, egal ob Blei-, NC- oder andere haben die Eigenschaft, zum Ladeende den Ladestrom ansteigen zu lassen. Ich habe in die Ladeleitung eine KFZ-Lampe 12V / 21W geschaltet, die Lampe wirkt als Strombegrenzung. Der Ladestrom kann damit niemals über den Wert ansteigen, den die Lampe beim leuchten selbst zieht.


MfG

dicksen

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jueki dicksen „Das ist doch völlig normal, alle Akkutypen, egal ob Blei-, NC- oder andere...“
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Einfach und wirkungsvoll!

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Tilo Nachdenklich dicksen „Das ist doch völlig normal, alle Akkutypen, egal ob Blei-, NC- oder andere...“
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Das stimmt nicht für Bleiakkus und auch nicht unter allen Bedingungen bei NiCd- oder NiMH-Akkus.

Bei vollen Bleiakkus erhöht sich der Innenwiderstand (Stromfluss geht zurück), bei der richtigen Ladeschlussspannung (temperaturabhängig, geladen mit einem stabilisiertem Netzgerät) erhöht sich der Widerstand extrem. Es fließen dann vielleicht noch 100 mA, das entspricht dann vielleicht 140 Ohm (für 14 Volt). Wenn dagegen bei 13 Volt (an der Batterie unter Ladestrom) ein Ladestrom von 5 Ampere fließt, wäre der Innenwiderstand 2,6 Ohm.

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jueki Tilo Nachdenklich „Das stimmt nicht für Bleiakkus und auch nicht unter allen Bedingungen bei NiCd-...“
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Soweit ich das verstehe, behauptet er keinesfalls, eine Regelung geschaffen zu haben: "Der Ladestrom kann damit niemals über den Wert ansteigen, den die Lampe beim leuchten selbst zieht."
Sondern nur eine Strombegrenzung.
Die ist auch wirksam, wenn der Innenwiderstand auf Null sinkt.

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Tilo Nachdenklich jueki „Soweit ich das verstehe, behauptet er keinesfalls, eine Regelung geschaffen zu...“
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Hallo jüki,

Der Widerstand der Akkus sollte tunlichst nicht auf Null fallen... .

Dicksen hat geschrieben:
"alle Akkutypen, egal ob Blei-, NC- oder andere haben die Eigenschaft, zum Ladeende den Ladestrom ansteigen zu lassen"
Diese Aussage ist katastrophal falsch! Sie gilt nicht für Bleiakkus und sie gilt für die beiden anderen Akkutypen nur für Spannugen über 1,45 Volt pro Zelle und bei Erwärmung.

Machen wir es nochmal ausführlich:

Dicksen schreibt also auch noch was zur Strombegrenzung, das stimmt tendenziell auch. Für NiCd und NiMH-Akkus wird man eine gewisse Lösung hinbasteln können.
Hintergrund, ein Widerstand begrenzt den Strom. Die Lampe hat Regeleigenschaften, wenn der Strom zu groß wird, beginnt sie zu glimmen. Sobald sich die Heizwendel etwas erwärmt steigt ihr sehr geringer Kaltwiderstand um den Faktor 10 bis 20 auf ihren Nennwert bei Betrieb (leuchten) an.

NiCd-Akkus und NiMH-Akkus erwärmen sich, wenn sie vollgeladen sind, ihre Ladeschlussspannung bricht ein, ihr Widerstand sinkt und sie ziehen noch mehr Strom, Folge noch mehr Erwärumung usw.. Ein sehr instabiles Verhalten.

Eine Birne kann - richtig dimensioniert - das Schlimmste verhindern, aber eine besonders lange Akkulebensdauer stellt man mit dieser Simpelmaßnahme auch nicht her. Eine solche "Regelung" muss genau auf die verwendeten Teile (Akkus, Trafo - dazu passende Birne) ausbalanciert sein und geht davon aus, dass das Ladegerät Überspannung bereit stellt (mehr als 1,45 Volt, das wäre die Ladeschlussspannung für kalte NiCD- oder NiMH-Akkus). Diese Überspannung tritt zunächst beim Laden nicht am Akku auf, weil die Trafospannung unter der Last des Ladestroms deutlich einbricht. Wenn bei vollem Akku die Spannung ansteigen könnte, stellt sich Erwärmung ein, sodass der Akku vermehrt Strom zieht, Folge die Spannung erhöht sich nicht. Wenn man NiCd-Akkus mit 30% C (Zahl des Stromes bei 30% der Akkukapazität) Ladestrom versieht, dann ergibt sich kurzzeitig eine Erhöhung auf ca. 1,54 Volt (temperaturabhängig). Bei NiMH-Akkus ist der Effekt weniger ausgeprägt. Beim Laden mit 10% C stellt sich etwa 1,45 Volt Ladeschlussspannung ein (temperaturabhängig). Bei 10% vertragen die Akkus zumeist längeres Überladen, weil sie nicht durch erhöhte Temperatur leiden.

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zoro BIT+BYTE „Laden einer Autobatterie“
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Au weiah....

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