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PPPOE, DNS, DHCP über Server, Modem/Router oder Firewall?

Sovebämse / 2 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo zusammen

Es gibt ja beim Aufbau eines Netzwerks die grundlegenden Fragen, wer die IP-Verteilung (DHCP), die DNS und das Routing übernimmt.

Bei mir zu Hause habe ich im Moment ein D-Link ADSL-Modem, bei welchem nur die Verbindung zum Telefonnetz hergestellt wird. Das PPPOE übernimmt IP-Cop. Im Moment geht vom IP-Cop Rechner ein Kabel zu einem Switch, an welchem mein Windows 2000 Server angeschlossen ist. Der Server übernimmt die Router-Funktion und verteilt DHCP und DNS.

Fragen:

1. Ist es sinnvoll, dass IP-Cop das PPPOE übernimmt, oder soll dies das Modem tun? (Stabilität ist gefragt. Ich habe gedacht, dass ich dem Modem, also der Hardware sozusagen, möglichst wenig anlasten möchte, weil diese gelegentlich zum Ausfall / Abstürzen neigen.

2. Soll IP-Cop per DHCP die IP-Adressen verteilen oder doch lieber der Server wie bis jetzt? Was ist schneller / sicherer?

3. Wie sieht das mit dem DNS aus. IP-Cop oder Server? Ich muss dazu sagen, ich bin nicht gerade ein Profi was Server betrifft. Ich wäre froh, wenn mir jemand kurz schildern könnte, was ich beim Server bei den DNS-Einstellungen für die Clients eingeben muss, damit die Clients auch den DNS des Providers erhalten und nicht nur die IP des Gateways (also das Servers).

4. Kann es mit dem Internet eher Probleme geben, wenn die Clients per Domäne am Server angemeldet werden? Gibt es da etwas bestimmtes zu beachten?

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Ich versuche mal meine Senf dazu abzugeben:

1. Ist es sinnvoll, dass IP-Cop das PPPOE übernimmt, oder soll dies das Modem tun? (Stabilität ist gefragt. Ich habe gedacht, dass ich dem Modem, also der Hardware sozusagen, möglichst wenig anlasten möchte, weil diese gelegentlich zum Ausfall / Abstürzen neigen.

Dafür wurde das Ding gebaut und sollte diese recht grundlegende Aufgabe eigentlich klaglos übernehmen.

2. Soll IP-Cop per DHCP die IP-Adressen verteilen oder doch lieber der Server wie bis jetzt? Was ist schneller / sicherer?

Hängt von der nächsten Frage ab. Behältst Du den DNS auf dem Server bei, so solltest Du besser auch DHCP über den Server abwickeln.

3. Wie sieht das mit dem DNS aus. IP-Cop oder Server? Ich muss dazu sagen, ich bin nicht gerade ein Profi was Server betrifft. Ich wäre froh, wenn mir jemand kurz schildern könnte, was ich beim Server bei den DNS-Einstellungen für die Clients eingeben muss, damit die Clients auch den DNS des Providers erhalten und nicht nur die IP des Gateways (also das Servers).

Das hängt nun auch von der nächsten Frage ab. Bei einer Domain kommst Du um DNS auf dem Server ohnehin nicht mehr rum. Weiteres dazu bei der nächsten Frage.

4. Kann es mit dem Internet eher Probleme geben, wenn die Clients per Domäne am Server angemeldet werden? Gibt es da etwas bestimmtes zu beachten?

Kann Probleme geben, muss es aber nicht. Prinzipiell musst Du auf dem Server eine Active Directory einrichten, wofür es einen entsprechenden Assistenten gibt, der recht einfach zu bedienen ist und ein lauffähiges Ergebnis liefert. Worauf Du achten musst ist, dass im dafür eingerichteten DNS die DNS-Server deines Providers als Forwarder eingerichtet werden, dass also vom lokalen Server nicht auflösbare Anfragen an diese weiter gereicht werden.

Ungeklärt ist jetzt allerdings die Frage, wieviele Clients in deinem Netz sind, was im Netz gemacht wird und ob Du überhaupt eine Domäne brauchst, je nach Hardware erhöht sich durch eine AD die Grundlast auf den Server merklich und eventuell nötige Boots des Servers dauern erheblich länger (falls er nicht im 24/7 Betrieb ist).

Du könntest dein Netz aber auch erheblich vereinfachen, indem Du den eher klassischen Weg gehst: Alles was mit INet zu tun hat weitmöglich auf einen Router zu konzentrieren. Was ich damit meine: Der Router arbeitet als Gateway und DNS-Proxy, Du musst also nur noch entweder auf den Clients (per DHCP) oder eben auf dem Server den Router als Forward-DNS eintragen, dieser kümmert sich dann um die Weiterleitung an die DNS-Server des Providers, die er immer aktuell bei der Einwahl übermittelt bekommt.

Pauschalurteile sind immer falsch!!!
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Sovebämse xafford „Ich versuche mal meine Senf dazu abzugeben: Dafür wurde das Ding gebaut und...“
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Also im Moment läuft es bei mir über den Server mit Domäne. Ein Kolleg hat mir das eingerichtet mit Active Directory. Nur irgendwie wird bei automatischem Beziehen der DNS-Adressen immer nur die Gateway-IP angezeigt und nicht die anderen 2, welche vom Provider angegeben wurden. Somit laden bestimmte Seiten extrem langsam. Wenn ich nur die DNS beim Client manuell eingebe, geht es gut. Ich hab ein wenig ausprobiert mit dem Server mit den DNS-Einstellungen, aber ich bekomm's nicht hin, werde aber nach deinen Ratschlägen noch einmal probieren.

Ich hab einfach das Gefühl, dass mein Netzwerk langsam läuft. Eben auch die Anfragen des Internet. Downloads gehen sehr schnell, das ist nicht das Problem, aber das Laden von Seiten ist oft langsamer als bei anderen DSL-Anschlüssen.

Mein Server ist ein Pentium 2 mit 450 MHz mit einer Samsung Harddisk. Sie wird immer im PIO-Modus betrieben, warum weiss ich nicht, ich schaffs nicht, die in den UDMA zu kriegen. Welchen Einfluss hat der Prozessor und die Festplatte des Servers auf die Internet- bzw. Netzwerkgeschwindigkeit? Arbeitsspeicher reicht aus auf dem Server, ist nie darüber gefüllt. Das Ganze läuft eigentlich schon seit 2 Jahren so. Aber in letzter Zeit hatte ich plötzlich diese sehr langen Wartezeiten bei einigen Seiten.

Clients gibt es bei mir nur 2.

Hm, zu PPPOE: warum bietet es Ip-Cop eigentlich an? Gibt es irgendwelche Vor- oder Nachteile, die eine oder andere Variante (Ip-Cop oder Modem) zu wählen?

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