Ca. 50 PC´s (mit verschiedenen Betriebssystemen und an deren Konfiguration ich nichts ändern darf) greifen ohne Server über einen Router (Netgear RP614v2) auf eine DSL-Flatrate zu. Obwohl das Modem online ist, kann nach einer gewissen Zeit kein PC mehr eine Verbindung zum Internet aufbauen. Nach dem manuellen Trennen und Wiederherstellen der Verbindung funktioniert es wieder ein paar Minuten. Die Hardware wurde komplett mit Kabeln durch andere Geräte getauscht und die Leitung geprüft. Die Hardware und Router-Konfiguration ist in Ordnung - sie hatte bereits über 1 Jahr einwandfrei funktioniert. Ich habe jetzt festgestellt, dass das Problem nur auftritt, wenn bestimmte PC´s mit dem Router verbunden sind. Ein Netgear-Techniker hat mir gesagt, diese PC´s würden einen Überlauf der NAT-Tabellen im Router verursachen. Dafür würde auch sprechen, dass wenn ich diese PC´s abziehe, die anderen PC´s nach einer gewissen Zeit wieder aufs Internet zugreifen können. Ich konnte noch keinen PC genauer unter die Lupe nehmen, aber eine Filesharingsoftware oder ähnliches ist nirgends installiert. Ich gehe davon aus, dass es sich um einen Virus handelt. Meine Frage: Wie kann ich ohne an den PC´s irgendetwas zu verändern (wie z. B. eine Virensoftware installieren) zentral und kostengünstig verhindern, dass ein PC so viele Verbindungen aufbaut und alles lahm legt?
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Entschuldige, aber was soll der Mist? Du hast in einem Netzwerk potentiell verseuchte Rechner, willst oder darfst aber an diesen Rechnern nichts ändern? Das ist in jeder Hinsicht widersinnig und eine Gefahr für das gesamte Netzwerk. Du kannst zwar diese Rechner am Router komplett blockieren, was diese Rechner aber innerhalb des Netzwerkes anrichten weißt Du nicht im Geringsten.
Falls Du Admin in einer Firma sein solltest, so würde ich Dir den dringenden Rat geben, dich schnellstens nach einem neuen Arbeitgeber umzusehen und so lange Du dort bist, Dir einen schriftlichen Arbeitsauftrag geben zu lassen, der diesen Stuß von oben absegnet, sonst bist Du der Leidtragende wenn wirklich was ernsthaftes passiert.
Ich habe darauf verzichtet die politischen Umstände zu erklären, da es ein wenig kompliziert ist. Grundsätzlich ist das in diesem Fall so in Ordnung. Gibt es da vielleicht eine Möglichkeit mit einem Server?
Du hast grundlegend das problem, daß diese Kisten innerhalb des Netzwerkes tun und lassen können, was sie wollen, so lange Du nicht über managed Switches verfügat innerhalb des Netzes um sie hier filtern zu können. Insofern ist jeder Lösung schon zu mißtrauen.
Wenn Du diese Unsicherheit hinnimmst, dann mußt Du am WAN-Zugang sperren können und hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten:
Auf dem Router die IPs komplett blockieren sofern feste IPs vergeben sind, hier besteht aber die Möglichkeit der Änderung der IPs oder Spoofing
Auf dem Router alles sperren und nur per Whitelist die sauberen frei geben, bedeutet aber Mehrarbeit und Spoofing ist immer noch ein Problem
Auf dem Router die MAC-Adressen der betroffenen Rechner blockieren, aber auch hier kann noch gespooft werden.
Einen Zwangsproxy vorschalten, hier müssen aber Einstellungen auf den Rechnern geändert werden um über den Proxy ins Netz zu kommen. Schränkt allerdings die Protokolle ein, welche verwendet werden können und der Router muß wasserdicht gemacht werden, so daß nur noch Anfragen des Proxy nach außen können.
Einen transparenten Proxy vor den Router hängen, hier gelten die gleichen Einschränkungen wie zuvor, bis auf den Änderungen auf den Clients, da der Proxy unbemerkt im Netz hängt.
QoS zusätzlich nutzen, hier kannst Du dynamisch Bandbreite verteilen, die ominösen Systeme kommen immer noch ins Netz, können aber gedrosselt werden.
Es gibt noch zig andere Möglichkeiten, die teilweise aber schwer ins Geld gehen können. Letztendlich muß ich aber wirklich sagen, daß ich mir keine politische Konstellation vorstellen könnte, in der ich bereit wäre Verantwortung für solche ein Szenario zu übernehmen. Es ist aber ja deine Entscheidung.
